Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 28. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1999)
Wände mußten gemauert werden. Deshalb ist das Auftreten von Plattenkonstruktionen bereits an sich ein Hinweis auf Material von Grabbauten. 1.10 Mauerdeckel (Loricae) 1.10.1 Eckstücke 74 Eckstück L: 143,5, B: 100,5, H: 26. Das Stück weist einen korbbogenförmigen Querschnitt mit Wassernasen auf. Am kürzeren Schenkel ist der Rand der Kappe abgebrochen, auch die äußere Ecke der Wassernasen ist angeschlagen. {Abb. 44; Taf. XXXVII) 11 Eckstück L: 149, B: 112; H: 25. Das Stück ist in drei Teile gebrochen. Die Wassernasen sind über längere Strecken abgeschlagen . (Abb. 45; Taf XXXVIII) 110 Eckstück L:151,B:58,H:27. Das Eckstück besteht aus einem sehr kurzen und einem längeren Teil, die Ecke wird von einer diagonalen Linie bezeichnet. Der Querschnitt zeigt einen gedrückten Halbkreis mit zwei kurzen Wassernasen. (Abb. 46; Taf. XXXVII) 122 Eckstück L:51,T:43, H: 29 Die Ecke mit den äußeren Kanten des Stückes und der diagonalen Gehrungslinie ist erhalten. (Abb. 46; Taf. XXXVIII) 1.10.2 Gerade Stücke 73 Mauerdcckel L: 136, B: 55, H: 32. Das Stück ist ganz erhalten, die seitlichen Wassernasen fehlen. (Abb. 47; Taf. XXXIX) 75 Mauerdcckel L: 82,5, T: 57,5, H: 25. Eine Stoßfläche ist erhalten, die andere Seite schräg gebrochen. (Abb. 48; Taf. XXXIX) 76 Maucrdeckel L: 176, B: 58, H: 26. Eine Stoßfläche des Stückes ist erhalten, die andere Seite gerade abgebrochen. Die rechts an die Stoßfläche anschließende Wassernase ist teilweise abgebrochen. (Abb. 49; Taf. XXXIX) 78 Mauerdeckel L: 79, B: 57,5, H: 25,5. Eine Stoßfläche ist erhalten, die andere Seite schräg abgebrochen. (Abb. 48; Taf. XXXIX) 128 Mauerdeckel L: 54, T: 58, H: 27. Mittelfragment. (Abb. 49) Ensemble westlich der Stadtmauer: Eckelement: L: 160, B: 58, H: 26, in zwei Fragmente gebrochen; gerade Elemente: L: 146, B: 49, H: 21, in drei Teile gebrochen; L: 146, B: 53, H: 21, in drei Teile gebrochen. Auf der Wiese neben der Grabungsfläche mit der westlichen Stadtmauer in Gorsium wurden fünf gerade Stücke (Nr. 75/78, 76 und drei kleinere Fragmente) und zwei Eckelemente (Nr. 74 und 77) zusammengelegt. Die kurzen geraden Fragmente weisen eine gröbere Oberflächenbehandlung auf und gehören wahrscheinlich trotz der ähnlichen Maße nicht zu dem Komplex. Ein weiteres Ensemble wurde westlich der Stadtmauer aufgelegt, drei mehrfach gebrochene Stücke, zwei gerade Stücke und ein Eckelement. Die Mauerdeckel oder Loricae kommen am häufigsten im sepulchralen Zusammenhang vor, wo sie die Umfassungsmauer eines Grabbezirks abschließen 8 Hesberg 1992, 57 ff, Abb. 23, 24.). In der westlichen Stadtmauer fanden sie oft Verwendung, in situ sind noch einige am westlichen Stadttor im Mauerwerk zu erkennen. Bei den Grabädiculen von Sempeter wurden zahlreiche Exemplare gefunden (Klemenc u.a. 1972, Taf. 47, 48, 49, 50.), einige Bezirke wurden im Gelände rekonstruiert. Es fällt auf, daß diese Stücke wie auch die aus den Grabungen in Aquileia abgebildeten Exemplare (Brusin 1934^2, Abb. 121; Brusin 1941, 9, 11, 35, Abb. 21, 22, 25.) keine Wassernasen aufweisen. Außer dem Exemplar 73 aus Gorsium besitzen alle Wassernasen, auch die Stücke aus Carnuntum, wenn sie nicht sekundär bearbeitet wurden (Ertel 1991, 187 f, Taf. 16.). Vermutlich erkannte man im Norden, daß die Wassernasen für die Ableitung des Regenwassers der Haltbarkeit des Mauerwerks zuträglich waren. 1.11 Grabaltäre 145 Aufsatz eines mehrteiligen (Crab-)Altars L:42, T:62, H: 13. Die linke Hälfte der separat gearbeiteten Aufsatzplatte mit einem Polster ist genau bis zur Mittelachse erhalten. Die leicht geschweiften, glatten Polsterkörper sind in der Mitte von einem doppelten Schnurband umwunden. Die Polsterstim wird von einer sechsblättrigen Rosette verziert. Von dem oberen Punkt des Rahmenringes geht eine Ranke aus, die bogenförmig zum unteren Rand des Aufsatzes herunterhängt, in der Mittelachse wieder aufsteigt und sich hier am oberen Rand einrollt. Am rechten Rand der Fläche ist unterhalb der eingerollten Ranke ein halbes Blütenmotiv erkennbar. In die von der Ranke umfaßten freien Fläche ist ein weiteres Rankenmotiv gesetzt, das in verkleinerter Form den Bogen der großen Ranke wiedergibt und sich an beiden Enden einrollt. (Abb. 50; Taf XL) 91 Schaft eines Grabaltars mit Inschrift L: 90, T: 35, H: 55. Das Inschriftenfeld ist von einer Blattranke umgeben. Bandmanschetten fassen jeweils fünf längliche, ganzrandige Blättchen, die von unten nach oben größer werden, zu einem Blattbüschel zusammen. Durch die Schwingung der Rankenstengel alternieren die Stellungen der Blattbüschel. In der Mittelachse der Vorderseite ist das Motiv zu einem siebenteiligen Blattornament erweitert, an das jeweils seitlich je ein weiteres Blättchen angefügt ist. Dieses Mittelmotiv steht aufrecht. An der erhaltenen Ecke der Ornamentleislc ist das hängende Blattbüschel verkleinert, um das Umbiegen der Ranke zu ermöglichen. An der linken 29