Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 27. 1993-1997 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1998)

Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Inschriften des Tumulus von Baláca. p. 89–121.

NUM­MER NAME DES/R TOTEN TRI­BUS HER­KUNFTS­ORT RANG GRABSTEIN-STELLER ABSCHLUß­FORMEL 1. Ti. Claudius Лрег eq.R., dec. col.S., om.hon.perfunct. in тип. Carn. 2. Ti. Claudius Valerius Tolentinum eq. R.. praef. coh. ±} Dalmatarum, dec. col. Tolentini, Piceni eí II viro Falerii 3. Ti. Claudius [—] Tolentinum eq.R., ílvir Urbis Salviae Ti. Claudius Avono [Ti. Claudius Victori-nus? | 4. Ti. Claudius Caecilianus Retonia Ava Vei. Ti. Claudius Avono Пр.] 6. Ti. Claudius Patinus IuniaAf—]a eq. R. 5. Ti. Claudius Victori-nus Decumia A[—]a Ti. Claudius Patinus 7. Valeria Ti. f. 8. Claudia Ti. f. R[etonia oder ­omana] 9. Valeria С. Г. Caecilia 4M ZUSAMMENFASSUNG Von der Marmortafel oberhalb des Einganges des Grabhügels und den neun beschrifteten Grabaltären sind nur kleine Bruchstücke erhalten geblieben, die nur in geringer Anzahl aneinander passen. Rechnet man an den 9 Altären beiläufig mit 380 Buchstabenstellen (beachtet man bei den Altären Nr.8-10 nur den rekonstruierten Text, können bei diesen vielleicht ganze Zeilen fehlen), so stellen die definierbaren 139 Buchstaben 37 % des Originaltextes dar, mit anderen Worten: es fehlen fast zwei Drittel des Textes. Zum einen ermöglicht dieser Umstand bloß teilweise die Rekonstruierung der Texte, zum anderen sind aber auch die vorangehend gegebenen Lösungen nur als Versuch zu betrachten; da die Inschriften von der örtlichen Bevölkerung zerschlagen wurden, besteht die reelle Möglichkeit, daß beim Abbau alter Gebäude neue Bruchstücke zum Vorschein kommen und die eine oder andere Inschrift ergänzen. Außerdem können auch etwaige neue Gesichtspunkte die voran­gehend formulierten Texte in Einzelheiten oder insgesamt verändern. Die vorliegende Zusammenstellung weist daruf hin, daß die im tumulus Bestatteten - Besitzer des latifundium von Baláca - über mehrere Generationen Mitglieder derselben, aus Italien stammenden, in Tolentinum und Umgebung lebenden Familie waren, die zur lokalen munizipalen Aristokratie gehörte. Der in der I. Inschrift erwähnte Aper bekleidete in den Städten Savaria und Carnuntum vermutlich verschiedene Ämter, nicht lange nachdem sich die Familie in Baláca niedergelassen hatte. Die Abmessung des Hauptgebäudes der Villa (2400 in 2 ) verweist eindeutig auf die, den provinziellen Durchschnitt übertreffende Größe des Gutes; die Familie gehörte sicherlich zur Elite der Provinz, ihre Zugehörigkeit zum Ritterstand steht außer Zweifel. Diesbezügliche Hinweise finden sich auch in den Texten, vor allem im Lebenslauf des Ti. Claudius Valerianus. Dies steht auch mit seiner Ehe (der einzigen bekannten Ehe) mit der Enkelin eines hochrangigen Offiziers im Enklang. Vier Generationen der Familie lebten seit dem Zeitalter der Antonini ­vielleicht seit der Zeit nach Abschluß der Marko­mannenkriege - bis zur zweiten Hälfte des 3. Jh. vielleicht bis zu den in der Provinzgeschichte eine Zäsur­darstellenden Ereignissen des Jahres 260 - in der Villa von Baláca. Das letzte bekannte Familienmitglied, das im tumulus bestattet wurde, war der zur vierten Generation gehörende Ti. Claudius Patinus 116

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