Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)
Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Zabehlicky–Scheffenegger, S.: Der Italiener in Ephesos. p. 253–271.
(O.-C. 1732.40), Samos (Unterkircher 1983, 211 u. Abb. 9, S 2) und Smyrna (O.-C. 1732.41b) werden der italischen Produktion zugeordnet. U. Outschar verdanke ich die Mitteilung, daß 1992 auch in Ephesos (Hanghaus 1) zwei italische Stempel gefunden wurden. Den Forschungsstand zu der italischen Mutterfirma und insbesonders dem Lyoner Filialbetrieb hat zuletzt S. v. Schnurbein (v. SCHNURBEIN 1982, 106-111) zusammengefaßt. Hinzuzufügen ist, daß es auch padanische Stempel dieser Fierma gibt, wie ein Fund vom Magdalensberg belegt (Zabehlicky - Scheffenegger 1991, 98, Abb. 4,1). Die Mutterfirma ist wohl, auch wenn die Analysen des Halterner Materiales nur allgemein Italien ergeben haben (v. SCHNURBEIN 1982, 111), doch in Arezzo zu lokalisieren: O.-C. kennt insgesamt 9 dort gefundene Stempel (O.-C. 1729.a-c, 1731.a-b, 1732.1-4) und ein Import von Sigillata anderer Produktion in dieses große Töpfereizentrum erscheint mir unwahrscheinlich und ist von keinem anderen Töpfer belegt. Diese Produkten ist in mittel- bis spätaugusteischer Zeit anzusetzen (radial gestempelte Platten, Teller Consp. Form 11 und 18, Schalen Consp. Form 14, 15 und 22); sieben planta pedis-Stempel (gegenüber ca. 270 Rechteckstempeln) weisen auf ein Ende in frühtiberischer Zeit. Nur aus dieser Produktion sind auch Arbeiter namentlich bekannt. Der Betrieb in Lyon arbeitete ebenfalls in mittel- bis spätaugusteischer Zeit und stellte gleiche Formen her wie die arretinische Produktion (v. SCHNURBEIN 1982, 109-111; Conspectus 20). Auch das padanische Stück vom Magdalensberg ist mittelaugusteisch zu datieren. Denselben Zeitansatz wird also auch die kleinasiatische Filiale haben. Die geringe Anzahl an Ganzformen (nur vier Schalentypen sind mit Sicherheit nachgewiesen) gestattet uns noch keinen Überblick über deren Formenrepertoire und insbesondere keine Aussage darüber, ob auch die typologisch älteren Formen in diesem Betrieb hergestellt worden sind. Ob Sentius also als einer der Initiatoren der ESB-Produktion angesehen werden kann (Hayes 1985, 51), bedarf noch eines stichhaltigen Beweises, obwohl es sehr wahrscheinlich ist. Sicher jedoch hat er in der Frühzeit gemeinsam mit griechischen Töpfern eine Rolle gespielt. H. С о m f о r t meinte 1929 (Comfort 1929, 484 Anm. 2): "I am not altogether convinced, however, by Zahn's attribution of an Asiatic factory to C.Sentius; the evidence is too slender for a dogmatic statement". - Jetzt ist sicher ausreichende Evidenz gegeben ! 258