Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Zabehlicky–Scheffenegger, S.: Der Italiener in Ephesos. p. 253–271.

grob in 8 Gruppen teilen lassen. Auch waren ihm Krüge in diesem Material noch unbekannt. Die ebenfalls aus Ephesos vor kurzem publizierte Material vorläge (MlTSOPOULOS - LEON 1991) enthält 225 Bruchstücke von Ostsigillata В (mit 122 Töpferstempeln), von denen 3 Formen weder bei Hayes noch in der Sondage -1/88 vertreten sind. Das Formenrepertoire der ESB I besteht also nach dem derzeitigen Forschungsstand aus rund 65 Formen. Auf Grund dieses noch mangelhaften Überblickes über das gesamte Formenrepertoire der ESB (Zuwachs unserer Kenntnis in einem Jahr um mindestens 24 Formen!) scheue ich davor zurück, die Formern meiner Gefäße zu numerieren, um das Typologie-Wirrwarr nicht zu vergrößern. Eine systematische Typologie sollte erst zu einem späteren Zeitpunkt auf der Basis einer größeren Materialkenntnis erstellt werden. Bei dem Verhältnis Teller : Schalen (insgesamt 394:228 Randfragmente) ist auffallend, daß den am häufigsten vertretenen Tellergruppen (Abb. 2 u. 5) die geringste Anzahl an Schalen mit entsprechender Randform (Abb. 7 u. 8.5+6) gegenübersteht (100:18 bzw. 130:24). Deutlich mehr Schalen als Teller gibt es bei den Gruppen der rund aufgebogenen Gefäße (Abb. 1 u. Abb. 6; 66:100) und den Steilrandformen mit zwei geriefelten Wülsten (Abb. 4.7+8 u. Abb. 8.3; 14:30). Ob diese Beobachtung aber repräsentativen Wert hat, ist angesichts des willkürlichen Ausschnittes (die Sondage -1/88 ist sehr klein angelegt und umfaßt nicht einmal das Fundmaterial eines Raumes; in den Grabenwänden stecken noch zahlreiche weitere Scherben!) sehr fraglich. Die Formen lehnen sich, wenn auch mit charakteristischen Unterschieden, eng an die der italischen Sigillata an. Von diesen unterscheiden sie sich vor allem durch die niedrigen Standringe, die Vorliebe für Riefelungen am Rand und manchmal stärker akzentuierte Gliederungen durch kräftiger ausgebildete Wülste oder stärker eingezogene Randpartien. Folgende Entsprechungen lassen sich in unserem Material feststellen: ital. ESB Consp. 2 ähnlich Abb. 2.2, 2.4 Consp. 3.1 Abb. 1.3-5 Consp. 4.3 Abb. 1.6-7 Consp. 4.4 Abb. 1.8 Consp. 5.3 Abb. 2.1 Consp. 9.1 ähnlich Abb. 1.9 Consp. 10.1 Abb. 2.3 Consp. 12 Abb. 3.1-8 Consp. 14 Abb. 7.1-4 Consp. 17 ähnlich Abb. 8.1 Consp. 18.2 Abb. 4.4, ähnlich auch 4.1-3 und 4.5-6 Consp. 20.4 ähnlich Abb. 4.7-8, 5.1-8 Consp. 22 ähnlich Abb. 8.2 Consp. 22.5 Abb. 8.3 Consp. 31.1 ähnlich Abb. 6.4 Consp. 35.1 ähnlich Abb. 8.5-6 Consp. 36.1 Abb. 6.2 Consp. 36.2 Abb. 6.3 Consp. 36.3 Abb. 6.6-7 Consp. 49.1 Abb. 8.7 Consp. 50.2 Abb. 9.8 Consp. 50.3 Abb. 9.5-7 Consp. К 20 Abb. 10.2, 10.4 Consp. Kd Abb. 10.10 Consp. К f Abb. 10.9 Die italischen Vorbilder stammen zum überwiegenden Teil aus augusteischer Zeit. Die spätesten Formen mit glattem, von Leisten eingerahmtem Steilrand wie die Teller Abb. 5 und die Schalen Abb. 8.5-6 zeigen größere Abweichungen von den italischen Standardformen, hier liegt schon eine stärkere eigenständige Weiterentwicklung vor. Stempel (Abb. 11): Die 244 Stempel zeigen folgende Zusammensetzung: 70 lateinische Stempel (6 Typen, 3 Namen bzw. Bezeichnungen) 136 griechische Stempel (28 Typen; 18 Namen bzw. Bezeichnungen) 16 anepigraphe Stempel (10 Typen; 4 bild­inhaltliche Gruppen) 22 unleserliche bzw. stark fragmentierte Stem­pel. 255

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