Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Cociş, S. – Ruscu, D.: Reliefmedaillons und Tonmatrizen aus Dakien. p. 121–135.

Alba Regia, XXV, 1994 S. COCIÇ - D. RUSCU RELIEFMEDAILLONS UND TONMATRIZEN AUS DAMEN 1938 veröffentlichte A. A 1 f ö 1 d i seine bekannte Theorie über Tonmodel und Reliefmedaillons aus den Donauländern (1938, 312-341), wobei er die genannten Stücke aus diesen Gegenden behandelte. Bezüglich Dakien bezog er sich auf die drei Medaillons, die zu jener Zeit bekannt waren. Seither ist deren Anzahl auf 43 gestiegen, eine Tatsache, die eine Wiederaufnahme der Beschäftigung mit diesem Typ auf dem Territorium Dakiens erfordert. Ausgehend von den grundlegenden Werken der Fachliteratur (DÉCHELETTE 1904; Alföldi 1938; WuiLLEUMlER­AUDIN 1952) meinen wir, daß es für den Beginn nützlich wäre, eine Klassifizierung der Benutzungsweisen dieser Gegenstände zusammen­zustellen. Aufgrund der Größen, des Reliefbildes - im Positiv oder Negativ -, des Randes - der erhöht sein kann - und schließlich des Auftretens eines Standringes auf dem Boden können diese Gegenstände verschiedenen Zwecken zugeordnet werden. Sie können sowohl der Keramikproduktion dienen (Positive oder Negative, aber mit kleinen Dimensionen), als auch als Matrizen für Ritualkuchen (Negative mit großen Dimensionen, insbesondere jene, die einen erhöhten Rand aufweisen), aber man kann sie auch an und für sich verwenden, als Fest- oder Votivgaben (Positive, insbesondere solche mit Standring). Aufgrund des Repertoires dieser Gegenstände aus dem römischen Dakien werden wir versuchen festzustellen, wo und bei welcher Gelegenheit sie benutzt wurden, wobei wir uns auf die ikonographische Themenwahl stützen. Ausgehend von der Symbolik der Darstellungen können wir in erster Reihe zwischen Medaillon mit weltlichen Themen unterscheiden. Bezüglich der Medaillons mit Kultthematik müssen zuerst jene erwähnt werden, die mit dem Neujahrszyklus in Verbindung stehen. Der Jahreswechsel, die Erneuerung der Zeit wurden von den Römern in enger Verbindung mit der Idee der fausta omina (Alföldi 1938, 315) betrachtet; deshalb wurden den Göttern Gebete und Gaben dargebracht, um für die angehende Zeitspanne Wohlstand und Wohlergehen zu sichern. Auf den Kuchen und den Wein- oder Honiggefäßen, die bei dieser Gelegenheit dargebracht wurden, erscheint an häufigsten Mercurius, als glückbringender Gott - ШошобоСес (Alföldi 1938, 315) -, der in den Händen den Geldbeutel hält, Symbol des Wohlstandes. In Dakien erscheinen solche Darstellungen in Romula (Nr. 5), Porolissum (Nr. 28) und Drobeta (Nr. 2). Auf diesen Medaillons erscheint Mercurius in der klassischen Pose, so wie er auch auf ähnlichen Gegenständen aus Gallien (WuiLLEUMlER ­AUDIN 1952, Nr.164-168, 170, 171, 188-190, 337) und aus den Donauländern (Alföldi 1938, Nr. 18, 29, 36, 56) auftritt, u.zw. mit petasos, rittlings auf einem Widder, in einer Hand den caduceus und in der anderen das marsupium haltend. Ebenfalls dem Neujahrszyklus scheint auch ein Medaillon aus Porolissum (Nr. 38) anzugehören. Wegen des schlechten Erhaltungszustandes kann die Inschrift ... LARIS MEIS nicht entziffert werden, aber die Analogien aus Gallien (WuiLLEUMlER - AUDIN 1952, Nr. 269, 271­277), Pannonién (Alföldi 1938, 326, Nr.l) oder Nordafrika (ibid., 315, Amm. 11) rechtfertigen die Hypothese, daß die Inschrift einen Neujahrsspruch enthielt; dies im Falle daß es sich nicht um einen Wunsch wie auf dem Stück von Emona (Bonis 1979, 136) handelt. Die Erneuerung der Zeit mit dem neuen Jahr wurde aber in Rom auch mit der Erneuerung der kaiserlichen Gewalt in Verbindung gebracht, was man durch das Fest der vota publica vom 3. Januar ausdrückte. Bei dieser Gelegengeit bewies jeder Untertan seine Loyalität gegenüber dem Kaiser, indem er dessen göttlicher Macht Gaben darbrachte. Ein Beispiel ist die Neujahrs­121

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