Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 25. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1995)

Rei Cretariae Romanae Fautorum Acta XXXIV - Topal Judit: Glasierte Kasselrollengriffe von Pannonien. p. 101–113.

Alba Regia, XXV, 1994 J. TOPÁL GLASIERTE KASSEROLLENGRIFFE AUS PANNONIÉN Nicht einmal die in den letzten zwei Jahrzehnten in Ungarn in großer Menge zum Vorschein gekommenen römischen Funde können die Tatsache modifizieren, daß sich unter den früh- und mittelkaiserzeitlichen Keramik­funden nur relativ wenig glasierte Ware befindet. Unter anderem läßt sich das auch hiermit begründen, daß diese Fundgruppe die Aufmerksamkeit unserer Forscher nicht besonders erregen konnte. Eine Ausnahme bilden É . В ó n i s mit der Erforschung von Herstellungszentren glasierter Keramik (1990, mit Literatur), sowie Zs. Bánki mit der kontinuierlichen und systematischen Veröffentlichung des Fundmaterials von Tác-Gorsium. Die italische glasierte Keramik übte die meiste Wirkung auf die südgallischen Werkstätten aus, wo die Erzeugung von glasierten Gefäßen schon früh begonnen wurde. Besonders waren die Tonnachamungen von Metallkasserollen mit reliefverziertem Stiel beliebt (DÉCHELETTE 1904, 316: Vertet 1971, 93). Hier möchte ich die in Ungarn, vor allem in Aquincum zum Vorschein gekommenen Exemplare erörten, einige von ihnen zum ersten Male. 1. Ende eines Kasserollengriffes mit halbkreisför­migem Abschluß. Grauer Ton, gelblich-grünbraune Bleiglasur. Das Brustbild ist auf Grund der Haartracht und Halbmondform Selene-Luna (KUZSINSZKY 1932, 351, Abb. 360.; L. Nagy 1945a, 296 Abb. 14, Mitte). 5 x 1,4 x 0,7 cm. Aquincum, Streufund. Inv.-Nr. BTM Rö 30240. (Abb. 1.1.) 2. Fragment eines Griffes. Grauer Ton, gelblichgrüne, abgewetzte Bleiglasur. Darstellung, wie oben (L. Nagy 1945a, 296 Abb. 14, links). 5 x 5 x 1,5 cm. Aquincum. Streufund. Inv.-Nr. BTM Ró 30241. (Abb. 1.2). 3. Kasserollengriff, fast zur Gänze erhalten. Der Ton ist grau, unmittelbar unter der Glasur rotgebrannt. Bräulichgrüne Glasur. Dieselbe Darstellung wie bei dem vorangehenden Stück, jedoch sind die Luna-Büste und die Rosetten stark abgewetzt (Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 23.). 10,3 x 5,2 x 2,2 cm. Aquincum, Gasfabrik. Inv.-Nr. BTM Ró 30238. (Abb.2.3). 4. Ende eines Kasserollengriffes. Homogener, grauer Ton, auch unmittelbar unter der Glasur. An der Oberfläche bräunlichgrüne, glasartig schimmernde, jedoch etwas rissige Glasur. Reliefverzierung wie oben (Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 26). 6,5 x 5,5 x 1,4 cm. Aquincum, Papföld-Ausgrabung. Inv.-Nr. BTM Ró 50576 (Pf. 164) (Abb. 3.4). 5. Fragment eines Kasserollengriffes. Grauer Ton, die bräunlich-grünliche Glasur ist an der Vorderplatte zum Teil abgebröckelt, ansonsten das Relief kaum abgewetzt (Glasierte Keramik 1992, 77, Nr. 27). 7,1 x 4 x 1,3 cm. Fundort mit großer Wahrschein­lichkeit Aquincum, Gasfabrik. Inv.-Nr. BTM Ró 51880. (Abb.4. 5). 6. Fragment eines Kasserollengriffes. Im Balassa Bá­lint Múzeum von Esztergom (Solva) wird das Frag­ment eines mit den vorherigen fünf Stücken typen­mäßig übereinstimmenden Griffes aufbewahrt (Bonis 1990, 25 Abb. 2; Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 22a). (1) Der Ton ist hellgrau, unter der bräunlichgrünen Glasur rotgebrannt. Auch die Bleiglasur ist stellenweise sekundär lila und dun­kelbraun gebrannt. 7,3 x 5,6 x 1,8 cm. Fundort ver­mutlich Aquincum. Inv.-Nr.63.58.4R. (Abb. 5.6). 7. Griffragment. Es ist zu vermuten, daß das im Kuny Domokos Múzeum aufbewahrte, jedoch aus Szőny (Brigetio) stammende Fragment (Glasierte Keramik 1992, 76, Nr. 22) zu dem oben erwähnten Für die Auskünfte danke ich M. H. К e 1 e m e n . 101

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