Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 23. 1984-1985 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1987)

Tanulmányok – Abhandlungen - Kiss Attila: Beigaben von zwei Frauengrben der ungarischen Landnahmezeit. p. 127–136.

Abb. 4.: Bugyi-Ürbőpuszta. Beigaben im Grab IV. ZUSAMMENFASSUNG Sowohl die gepreßten Scheiben, wie auch die Perlenohr­gehänge (Saltowo-Typ) waren im 11. Jh. in den von Un­garn bewohnten Gebieten (Kniezsa 1938, s. Kartenbeilage). Diese Funde können also bereits mit den landnehmenden Ungarn in Verbindung gebracht werden. Bei der Kartierung der den landnehmenden Ungarn zu­geschriebenen Funde aus dem lO.Jh. stellte sich heraus, daß sie ungefähr in denselben Gebieten verbreitet waren, wie die gepreßten Scheiben und Perlenohrgehänge (Salto­wo-Typ), Zierscheiben und Stiefelbeschläge (Csallány 1970, Abb 1); stichprobenweise ausgewählte klassische Gegen­stände aus der Landnahmezeit (Dienes 1970, Innenseite des Bucheinbandes); Pferdegeschirrbeschläge mit Rosetten (MESTERHÁZ Y 1980, Karte zwischen Seiten 112-113); Taschendecplatten und Zierscheiben (Szabó 1980. Abb. 12), Säbel (Kovács 1980/81, Taf. 5); Äxte (Kovács 1980/81, Taf. 6); Münzen, Taschendeckplatten, Säbel, Zierscheiben, Ringe mit Steinfassung, Perlenohrgehänge (Saltowo-Typ), Pferdegschirrbeschläge mit Rosetten, Stiefelbeschläge, Blecharmreifen (Kiss 1985). Diese Fundtypen sind im 11. Jh, in den westlichen, südlichen und östlichen Grenzgebieten mit ungarischen Ortsnamen unbekannt. Dies kann nicht bloß mit Forschungslücken in diesen Gebieten erklärt werden, da z. B. die bereits auf eine hundertjährige, ebenso intensive archäologische Forschung in Transdanubien ­wie in anderen Gebieten Ungarns - wo die klassischen Gräberfelder der Landnahmezeit (Gruppe ,,A" von Ham­pel) fehlen, Gräberfelder z. B. mit S-förmigen Haarringem als Grabbeigaben aus dem 11. Jh bekannt sind. Eine ähnliche Verbeitung ist auch auf der Karte von Cs. В á­lint zusehen (Bálint 1980). Cs. Bálint arbeitete jedoch nicht mit Fundtypen, sondern beschrieb und kar­tierte die Fundorte an Hand der Gruppen ,,A" und „B" nach Hampel. Vielleicht die Unterschiede der Methoden verursachten die nicht ganz ünereinstimmende Feststel­lung der geographischen Verbreitung. Die Verbreitung der klassischen Funde aus der ungarischen Landnahmezeit hat Cs. Bálint mit der Korrelation der in Frage ste­henden Fundorte und des Sandbodens erklärt (1980, 42­46). Es soll jedoch bemerkt werden, daß entgegen seiner Annahme auf seiner Karte, in bedeutenden sandigen Ge­länden, wie z. B. im Streifen zwischen dem Balaton und der Drau, jenen östlich von Győr und der Osthälfte des Nyír­ség, keine klassischen Fundorte (d. h. Gruppe ,,A") der Landnahmezeit zu finden sind, wogegen in nichtsandigen Gebieten auch klassische Fundorte dieser Periode bekannt sind. Die Frage, warum die mit den klassischen landnahme­zeitlichen Funden charakterisierten ungarischen Gruppen nicht das ganze Gebiet innerhalb der ungarischen Sprach­grenze im 11. Jh. ausfüllen - ist heute noch schwer zu be­antworten. Ich versuchte 1977 in einer Studie diese Frage zu klären (Kiss 1985), Meine Hypothese lautete, daß die Gebiete, wo die „klassischen" Funde der ungarischen Landnahmezeit, der Gruppe „A" gefunden wurden (Csal­lány 1970, Abb. 1; Dienes 1970, Kartenbeilage; Erdélyi 130

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