Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 22. 1982-1983 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1985)
Szemle – Rundschau - Mozsolics Amália: Probleme der Mittleren, Jung- und Spätbronzezeit Nordostungans. p. 175–178.
Schneiden ohne Griff" (nicht die Schneide, die Klinge ist breit, Fehlguß: Taf. CV. 18, 19); „Scheibenknaufschwerter", „Scheibenknauf-Wulstschwerter" (S. 53, 78); „Scheibenknauf- und Dreiwulstschwerter" (S. 78); „Wulstgriffschwerter" (S. 78 zweimal); „Schwertform mit Schalenknauf" (S. 78; nicht die Form, sondern der Griff hat Schalenknauf); „Buckelhalsnadeln" (anstatt Warzenhalsnadeln, z.B. auch S. 34); „trichterförmige Anhänger, Trichteranhänger" (S. 32, 74; die Trichter sind oben, nicht unten weit offen ; nach v. Brunn: Fransenbesatzstücke) ; „bauchige Urnen mit ovalem Leib in zweihenkeliger Variante" (? S. 45); „Näpfe mit eingedrücktem Kugelleib" (? S. 19); „aus aufgetriebenen Buckeln und punzierten Vogelköpfen bestehende Verzierung" (kurz: Vogelbarkenmotiv, S. 81 und Taf. CCXIIIa. 3). Es werden auch mehrfach Ritus, Sitte, Brauch und Gebrauch, ferner Kultur, Volksgruppe, Volk verwechselt. Einige Beispiele: „Vorbilder der Bestattungsriten" (S. 64); „blieb ... Brandbestattung in Gebrauch" (S. 64); „aus der SpätottomanyKultur stammende Hajdúbagos-Volksgruppe" (S. 31); „PilinyVolk ... drang ... nach Süden vor und entriß die nördliche Große Ungarische Tiefebene der Hügelgräberkultur" (S. 26); „ältere Phase der transdanubischen Urnenfelderkultur in der nördlichen Ungarischen Tiefebene" (? S. 27); „Produkte des Bronzekunstzentrums von Siebenbürgen" (Siebenbürgen ist groß; S. 49); „Garniturfunde mit Produktionsmitteln" (? S. 38); „Die schrägen mit senkrechten Rippen verzierten Tüllenbeile" (S. 76. u.a. Taf. CLXVI. 11 : es handelt sich um einen Hammer, die Schlagfläche ist schräg, nicht der Hammer). Das „Griffangelschwert" (Hampel, Bronzkor, Taf. CCXI. 9) ist ein Dolch, auch von Hampel so bestimmt. Zum Fund von Tiszakarád gehören nicht Goldarmringe, sondern Ringe (S. 84). S. 81 ist wahrscheinlich Slawonien, nicht Slowakei gemeint. In die Arbeit wurden auch einige sicher vermischte Funde aufgenommen, wie „Bükkaranyos a" (S. 145 f.), Harsány (S. 117), Rohod(S. 181 f.). Soziale Strukturen. Im Buch findet man mehrfach Hinweise auf die sozialen Strukturen, wenn auch in einer viel gedämpfteren Form als dies in den fünfziger Jahren gewünscht war. K. stammt von jener Generation, zu deren wissenschaftlicher Muttermilch die Ideologie gehörte. S. 14: „... die großen befestigten Siedlungen, die Macht- und Wirtschaftszentren des Volkes der Piliny-Kultur". S. 39:" ...Äxte in großer Anzahl hergestellt wurden, was mit dem Anwachsen der führenden bzw. kämpfenden Schicht der Gesellschaft zusammenhängen konnte, die die Scheibenäxte als Waffe und gleichzeitig als Machtabzeichen " Einige Zeilen weiter meint er, die „Axtfunde vom Ópályi-Typ" für den Verkauf „aus dem Vorrat eines Kaufmanns oder einer Gießerei" anzusehen sind. Von den Axtfunden heißt es noch: „... an der Spitze der BerkeszGesellschaft eine starke kämpferische Schicht, die die Grenzen des östlichen Kulturkreises gegen das Hügelgräbervolk der Großen Ungarischen Tiefebene ... sicherte." In Zusammenhang mit Piliny-Kultur (S. 26): „... der wirtschaftlichen Entwicklung die Vertiefung der gesellschaftlichen Schichtung folgte". Die Skelettgräber in der Baradla-Höhle deutet K. (S. 43) wie folgt: „ .. .daß nur Personen, die im Leben der Gemeinschaft eine hervorragende Rolle spielten" so und dort bestattet wurden. Es sei bemerkt, daß die dortigen Fundzusammenhänge überhaupt nicht geklärt sind. Für Hypothesen und Feststellungen dieser Art müßten Gräberfunde und gut erschlossene Siedlungen bekannt sein. Zusammenfassung. Beim Lesen des Buches bedauert man die Lücken der Spatenforschung, so ist auch die Synchronisierung der Depotfunde mit „Kulturen" keineswegs überzeugend; besonders in die Augen springend sind die Forschungslücken die Berkesz- und die Gáva-Kultur betreffend. Eindeutige chronologische Bestimmungen vermißt man; nach den Darstellungen sind die zeitlichen Grenzen zwischen Berkesz und Gáva bzw. zwischen Piliny und Kyjatice verschwommen. Das was ziemlich allgemein als „präskythisch" bezeichnet wird, ist keinesfalls als die unmittelbare Fortsetzung der Gáva-Kultur zu bezeichnen. Die Unterschiede zwischen Piliny I und II, Kyjatice I, II, III und Gáva I und II sind nicht klar dargestellt. Die Tafelunterschriften enthalten nicht die Grabnummern, somit hat es den Anschein, daß es sich um vermischte Grabbeigaben handelt. Eine genauere chronologische Bestimmung der Bronzefunde findet man kaum im Text, auch nicht im Katalog. Es fehlen Typentafeln in chronologischer Ordnung. Kemenczei hat versucht, die von ihm als „spätbronzezeitlich" bestimmte Kulturen Nordostungarns — eine Revison dieser chronologischen Bestimmung ist erwünscht — zusammenfassend zu behandeln. Es standen ihm verhältnismäßig wenig auswertbare Funde zur Verfügung, somit fehlte für eine straffere Behandlung die nötige Übersicht. Als erster Versuch einer Synthese der vier nordostungarischen Kulturen ist die Arbeit zu begrüßen. BIBLIOGRAPHIE BONA 1975 Kemenczei 1981 Kemenczei 1982 Miske 1906 Mozsolics 1943 Mozsolics 1976 Mozsolics 1979 Mozsolics 1983 MOZSOLICS 1985 Patay 1976 I. BONA, Die mittlere Bronzezeit Ungarns. AHung, IL. T. KEMENCZEI, Das spätbronzezeitliche Urnengräberfeld von Alsóberecki. FolArch, XXXII, 69—94. T. KEMENCZEI, Die Siedlungsfunde der Gáva-Kultur aus Nagykálló. FolArch, XXXIII, 73—95. K. MISKE, Versuch eines chronologischen Systems der ungarischen Bronzezeit. Archiv f. Anthr., XV, 253—260. MOZSOLICS A., A magyarországi bronzkor kronológiájáról. ErdTudFüz, CLX, 12—16. A. 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