Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 22. 1982-1983 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1985)

Közlemények – Mitteilungen - Forschungen in Gorsium in den Jahren 1981/82. p. 109–160. t. I–LIII. (Fitz Jenő, Bánki Zsuzsanna, Fülöp Gyula, Jungbert Béla)

585 580 575 570 175 180 Abb. 9. 185 Abb. 10. Die Stelle des amphitheatrum ist das Ergebnis einer bewußten Urbanisationspolitik. Es wurde am Nordrand von Gorsium, an der östlichen Seite der als Fortsetzung des cardo maximus herausführte. Die Straße selbst bestand aus einer 15 m breiten und 15—20 cm dicken Schicht von Kiesel und kleinen Steinen. Die Straße führt bis zu einem Hügel nordwestlich vom amphi­theatrum; im Hügel ist ein größerer Steinbau, wahrscheinlich eine Gladiatorenkaserne, zu vermuten (Fülöp 1983, 85-86. Anm. 49). 100 m nordöstlich vom amphitheatrum ist auf den Luftaufnahmen ein durch zwei quadratische Gräben umgrenztes Gebiet zu sehen, außerhalb der römerzeitlichen Stadt. In den unterirdischen Objekten fürften wir Pferche vermuten, wo die wilden Tiere vor ihrem Auftritt gehütet wurden. Die Achsenrich­tung des amphitheatrum stimmt mit der Orientierung des insula­Systems der Stadt überein. Beide richten sich nach der Laufrich­tung des Sárvíz-Flusses. Die Grabungen brachten einen einzigen Fund zum Vorschein: das wellenverzierte Bruchstück einer gut geschwämmten und ausgebrannten, gedrehten Keramik vom En­de des 1. Jh. (Abb. 12.). Das amphitheatrum wurde wahrschein­lich unter Hadrian gebaut, als das insula-System von Gorsium ausgestaltet und die Siedlung vermutlich auf den Rang eines municipium erhoben wurde (Fitz 1972, 30; Póczy 1974, 156; FITZ 1983, 6, 10—11). Gorsium wurde unter Hadrian das religiöse Zentrum von Pannónia Inferior, Schauplatz des Kaiser­kultes und der Provinzversammlung (FITZ 1983, 6). Ein besser geeigneter Zeitpunkt zur Errichtung der damals populärsten Unterhaltungsstätte wäre schwerlich vorstellbar, um die alljähr­lich herbeiströmenden Mengen sowie die Bevölkerung der Umgegend zu unterhalten. Wahrscheinlich war das amphitheatrum von Gorsium kein Schauplatz blutiger Gladiatorenkämpfe, sondern es wurden vielmehr Schauspiele, spectacula und venationes in der arena aufgeführt. Als indirekter Hinweis auf die Vielfalt der Tierkämpfe dürfte die ungewöhnlich hohe Zahl der Knochen wider Tiere gelten, die im Laufe der bisherigen Grabungen geborgen werden konnten. Möglicherweise hat die Stadtbevölkerung ihren Fleisch­bedarf nicht so sehr mit der Jagd, sondern eher mit den wilden Tieren ergänzungsweise befriedigt, die während der Spiele im amphitheatrum getötet worden sind. Gy. Fülöp 2. FUNDE 1981 Steindenkmäler 1. Bruchstück eines Grabsteines, weißer Kalkstein. Inschrift in profiliertem Rahmen : Bass — / ann. — / na —. Inv.-Nr. : 81.170.1. Fundort: 140/845. H: 22 cm, Br: 25 cm, D: 14 cm. (Abb. 10) 2. Säule, weißer Kalkstein. Inv.-Nr.: 81.165.1. Fundort: 125/830C, 2. Spatenstich. H: 37 cm, Durchm.: 42 cm. 3. Säule, weißer Kalkstein, mit viereckigem Bolzenloch. Inv.­Nr.: 81.166.1. Fundort: 125/835, 2. Spatenstich. H: 36 cm, Durchm. : 42,5 cm. 4. Kapitell, gelblicher Sandstein, aus einer Rosette wachsende spiralförmige Blattverzierung. Inv.-Nr.: 81.167.1. Fundort: 130/830a, 3. Spatenstich. H: 36 cm, Br: 44—31 cm, D: 44— 29 cm. 5. Pfeilerfundament, weißer Kalkstein, mit Bolzenloch. Inv.-Nr. : 81.60.1. Fundort: 255/780b, 5. Spatenstich. 53x50 cm. 6. Pfeilerfundament, weißer Kalkstein, mit Bolzenloch. Inv.-Nr. : 81.168.1. Fundort: 260/780a, 4. Spatenstich. 54x54 cm. 7. Deckplatte des Thermopilium, weißer Marmor, viereckig. Profilierter Rahmen, rankenverzierte Längsseite der Vorder­ansicht. Lattengeteilte Oberfläche durch zwei runde Öffnungen durchbrochen. Inv.-Nr.: 81.64.1. Fundort: 255/800, 6. Spa­tenstich. H: 7 cm, 90x60 cm. (Abb. 13) J. Fitz 114

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