Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 17. 1976 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)
Irodalom – Besprechungen - Farkas Zoltán: Barkóczi L. – Mócsy A., Die römischen Inschriften Ungarns (RIU) II. p. 339–343.
materials, auf Berichte der Lokalpresse und den Aufzeichnungen der Lokalgeschichte, nicht zuletzt auf die Benützung der Museenarchive aufmerksam (Tóth 1974, 299 — 301). Es ist notwendig und der Mühe wert, die Revision des im CIL zitierten, sich auf Inschriftendenkmäler beziehenden Quellenmaterials vorzunehmen, wie das W. Kubitschek (1929) feststellte und dessen nicht in Betracht nähme auch Tóth (1974) bemängelte. Kubitschek stützte sich in seinem Werk auch auf Quellen des 17. und 18. Jahrhunderts, er publizierte außerdem mehrere Manuskripte von Reiseberichten (im British Museum) von R. Pococke und J. Milles aus dem Jahre 1737, die das CIL nicht benutzte. Laut einer früheren Arbeit von Barkóczi kennt er das Werk von Kubitschek und bezieht sich an zwei Stellen darauf, anscheinend hat er aber das ganze Buch nicht gelesen. Im weiteren wollen wir uns nur mit jenen zwölf CILInschriften und weiteren, bei Kubitschek zum ersten Mal veröffentlichten Fragmenten befassen, die mit dem Problem des Fundortes Szőny in Zusammenhang stehen. Vor allem muß jene Planzeichnung erwähnt werden, die englische Reisende von Brigetio herstellten (KUBITSCHEK 1929, 86-88, Abb. 1. 2. - Milles ms. n. 15771, fol. 99 v ; 15774, fol. 62 v ), und auch die zahlreichen topographischen Angaben, welche vor allem über Straßen, Legionslager und das Amphitheater berichten. Zu dem Grundriß des Legionslagers und des dazu gehörenden Kriegshafens kehrte eigentlich nur B. Lőrincz in seiner letzten Arbeit zurück (1975, 249, Abb. 4.). Der Plan von L. Barkóczi (90), welcher an der erwähnten Stelle zwei Legionslager angibt, muß korrigiert werden. Inschriften aus Komárom. Von den drei örtlich und zeitlich zusammengehörenden Sarkophagen mit Inschrift, welche sicherlich aus dem Gräberfeld des Legionslagers von Brigetio (O-Szőny) stammen, ist nur einer im RIU veröffentlicht (Nr. 558 -CIL, III, 4342). Der Sarkophag mit Inschrift, CIL, III. 4327 (CESKA-HOSEK 1967, Nr. 28) und ein drittes Stück ohne Inschrift mit Reliefverzierung wurde seit dem letzten Drittel des 17. Jahrhunderts in der Burg von Komárom „unter dem Fenster des Hauses des Gouverneurs" aufbewahrt. Alle drei hatten auch einen Deckel (KUBITSCHEK 1929, 84). Diese Denkmäler welche von Pococke und Milles 1737 in Komárom beschrieben wurden, hatte schon früher E. Brown. (1668) veröffentlicht, der auch über das Gräberfeld berichtete, wo die Sarkophage standen, nämlich in Szőny (KUBITSCHEK 1929, 89). Bereits Tollius beschrieb 1654 zum ersten Mal diese Denkmäler des erwähnten Gräberfeldes. Zu diesen gehört nämlich ein vierter Sarkophag (CIL, III, 4315), welcher von Tollius mit dem im CIL, III, 4327 erwähnten Stück zusammen beschrieben und gezeichnet wurde (KUBITSCHEK 1929, 211—222). Die Zeichnung des zwischen 1654 und 1668 nach Wien transportiertes, von Tollius abgebildetes Sarkophag mit griechischer Inschrift ist teilweise identisch mit CIL III 4327, der auch heute in Komárom — aber ohne Deckel — aufbewahrt wird. (KUBITSCHEK 1929, 211-219, 200, Abb. 4-7). Der im CIL, (П1, 4315, 4327) angegebene falsche Fundort stammt daher, daß Mommsen Tollius' angefangenen Satz nicht weiter las: inter Comaromi et Arrabonem inventae fuerant inter. . . etc. und setzt for Comarae, in vicinia civitatis ruderibus immiteret . . . dann : reperta in hoc sépulcre lucerna ordens (KUBITSCHEK 1929, 212). Laut Kubitschek stammen aller drei Stücke aus der Zeit der Tetrarchie. Nr. 558 (CIL, III, 4342). KUBITSCHEK 1929, 82 (Milles ras. n. 15777, fol. 73) memoriae in der zweiten Zeile ist das Ende der dritten Zeile: vor VI Interpunktion. L: 7 Fuß, Br: 2 Fuß 2 Zoll, H: 2 Fuß 4 Zoll Pococke ms. n. 22992, fol. 59-60 dasselbe. - MARSILIUS 1726,11, Tab. 35 bringt auch eine Zeichnung. Nr. 530 (CIL, III, 4314) KUBITSCHEK 1929, 45, 85, 93 94, 124 (Milles ms. n. 15771, fol. 96; Pococke ms. n. 22992, fol. 59). Das ist ein Sarkophag, den CIL nicht erwähnt. BARKÓCZI erwähnt ihn unter den Grabstelen auch 1944 — 51, F. 82. Korrekturen im Text: vierte Zeile CONIVGIO; 6. Zeile AVR MAXIMI: Zeile 8 DEFUNTILI. . . SMAES. Zwischen LI und SM ist Platz für drei Buchstaben. Abmessungen: 6'8x2 1 / 2 (Milles), 6' 1" (Pococke). Verwahrungsort ist ein Haus in Komárom, am Platz? (KUBITSCHEK 1929, 124). Fundort unbekannt. Weitere vier in Komárom befindliche Inschriften wurden von R. Pococke und J. Milles zum ersten Mal beschrieben. Komárom ist jedoch nur der Verwahrungsort. Im allgemeinen ist zu bemerken, daß die beiden englischen Reisenden bei jeder Inschrift aus Komárom bemerken : were brought from Suyn (Szőny). Es ist möglich, daß das bei ihnen ein Topos war. Nr. 465 (CIL, III. 4305). KUBITSCHEK 1929, 84, 124 (Milles ms. n. 16771, fol. 95; Pococke ms. n. 22992 fol. 58). Die fragmentarische Inschrift des Silvanus Domesticus gewidmeten Altars. H: 18 Zoll, Br: 9 Zoll. Verwahrungsort Komárom, Garten der Mr. Heynalls. An derselben Stelle wird noch ein Altar erwähnt, doch ist die der Inschrift vollkommen unleserlich. Aus der Mauer derselben Hause gelangte in das Museum von Győr auch das Stück Nr. 454 - 455 (CIL, III, 4342) : KUBITSCHEK 1929, 84-85, 124 (Pococke, ms. n. 22992, fol. 59). Verwahrungsort Komárom, bekannt nur unter Nr. 411 (CIL III 4295), KUBITSCHEK ebd. (Pococke auch), das sich noch (CESKA-HOSEK 1967, Nr. 25) heute im Podunajske Múzeum (Komárno) befindet. Inschriften von Almásfüzitő (Azaum). Während die aus Komárom bekannten Inschriften teils sicher, teils wahrscheinlich von Brigetio selbst (Szőny) stammen, wurde die nächste Gruppe der Inschriften ganz bestimmt nicht in Brigetio entdeckt, jedenfalls entbehrt die Fundortsangabe anhand der Fundumstände von Brigetio jeder Grundlage. Diese Inschriften stammen aus Auxiliarlagern bzw. dem canabae und dem Gräberfeld von Azaum (RLU , 39). Die fünf CIL-Inschriften und die weiteren nicht veröffentlichten Inschrift- und Relieffragmente stammen aus dem cca. 6 Km von Legionslager von Brigetio entfernten zwei mittelalterlichen Kirchen. Die Landkarte der beiden oben genannten englischen Reisenden (Abb. 1) zeigt deutlich, daß der Ort eindeutig mit dem Lager der ala von Azaum identifiziert werden kann (KUBITSCHEK 1929, 87). Drei englische Meilen vom Legionslager entfernt, dort wo der Bach Tata in die Donau mündet (Milles ms. n. 15771, fol. 101) heißt es im Text die beiden Kirchen betreffend, siehe noch MABSILIVS 1726, 3. Taf. 1, Fig. 3, 4). Die östliche Kirche (second) stand auf einem Hügel, wurde auf römischen Ruinen errichtet, wobei viele römische Steine benutzt wurden. Dieser Ort entspricht dem Gebiet des aZa-Lagers. Westlich davon, 1/4 englische Meilen entfernt, stand außerhalb des Hügels die Kirche Nr. 1 (first). Dieser Ort konnte das Gebiet des Lagerdorfes gewesen sein. Die Basis mit Inschrift CIL, III, 4270 welche von der Garnison von Azaum (ala Aug. Thracum Galliana Volusiana) zu Ehren Trebonianus Gallus 252 aufgestellt wurde, haben die beiden englischen reisenden Professoren am Ostende der zweiten Kirche eigenhändig ausgegraben (KUBITSCHEK 1929, 45, 93, 125, 127, 128, 130. - Pococke ms. n. 22992, fol. 56; Milles ms. n. 15771, fol. 101). Die weiteren vier Inschriften und ein Relief waren in die Südwand der Kirche eingemauert (KUBITSCHEK 1929, 92. - Milles ms. n. 15771, fol. 103; „A view of the ruins of the second church" Zeichnung: Milles ms. п. 15771, fol. 102 v - KUBITSCHEK 1929, 93). Drei davon sind im CIL III auch veröffentlicht. Der Fundort wird folgendermaßen beschrieben: prope Szőny ibi ubi est n. 4270. Die Bezeichnung „prope Szőny" als auch die Tatsache, daß die Inschriften im CIL im Kapitel Brigetio veröffentlicht sind, bewegten die Forschung dazu, diese Inschriften als solche zu betrachten, die direkt aus Szőny stammen. Nr. 560 (CIL, III, 4321). KUBITSCHEK 1929, 123, 128 (Pococke ms. n. 22922, fol. 56). In Anbetracht dessen, daß 341