Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 17. 1976 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)

Közlemények – Mitteilungen - Forschungen in Gorsium im Jahre 1976. p. 191–243. (Fitz Jenő, Bánki Zsuzsanna, F. Petres Éva, Székely György)

Die dem Gebäude XXVII ähnliche Anordnung, die gleiche Ausführung der Wände und die Überreste der inneren Dekoration lassen darauf schlißen, daß die Anord­nung des, oder der sich unter der tabernae befindlichen Gebäude aus dem 2./3. Jahrhundert ähnlichen Charak­ters gewesen sein könnten. Gebäude IV Die Frage nach dem östlichen Abschluß der tabernae aus dem 4. Jahrhundert wurde während der Ausgrabung im Jahre 1975 nicht eindeutig geklärt (Fitz 1978, 174, 239). Die weitere Grabung in den Planen 165/735 und 170/735 brachte die Fortsetzung der südlichen Abschluß­mauer der tabernae bis zum im 3. Jahrhundert gebauten Kanal ans Tageslicht. Es war feststellbar, daß die SO­Ecke der tabernae im Planum 170/735 stand; als östliche Abschlußmauer der tabernae diente der verbaute Kanal. Wegen der späteren Zerstörungen und des hohen Funda­ments gelang es auch in ihren Spuren nicht, die Fortset­zung der nördlichen Abschlußmauer der tabernae zu fin­den, aber offensichtlich reichte sie, der Richtung des erhaltenen Mauerrestes folgend, bis zum Kanal, welcher bis zur vermutlichen Ecke zugeschüttet war. Somit be­trug die Länge des Bauwerkes 76-m. 3. Militärlager II, 1965 kam in Laufe der Untersuchung in den Planen B 4 /13 — 15 und R 4 /6 über Ausmaß der einheimischen Siedlung am südlichen Ende von Gorsium die W-Ecke des zweiten II Militäilagers zum Vorschein. Zur gleichen Zeit gelang es, im Planum V 3 /22 die abschließende fossa der N-Seite des Lagers zu finden (Fitz 1967/68, 223 - 224). 1974 eröffnete sich im Laufe der Ausgrabungen des südöst­lichen Teiles des Friedhofes aus dem 4./5. Jahrhundert die Möglichkeit zur Ausgrabung der abgerundeten NW-Ecke der fossa. Zur gleichen Zeit kamen im Lagergraben, seinem Bogen sich anschließend, Steinmauerreste von schwacher Qualität zum Vorschein (Fitz 1976. 121-122). Vor dem XL Internationalen Limes-Kongreß unter­nahmen wir 1976 einen Versuch zur Bestimmung des Ausmaßes des Lagers. An der W-Seite beendeten wir an drei Stellen den Durchschnitt, und zwar in den Planen 510-515/420, 515-520-525/405 und 520/385. (Abb. 5) Abb. 5. льь. e. Die fossa war nur an der ersten Stelle feststellbar. Die SW-Ecke begann unmittelbar nach dem Durchschnitt. Die Länge des Lagergrabens betrug an der W-Seite 159 m. Mit dem beendeten Durschschnitt an der N-Seite in den Planen 590/615-620 wurde der Ansatz der NO-Ecke gefunden (Abb. 6), im Planum 610/605 gelang es bereits, die O-Linie der fossa zu klären. Die Länge der N-Seite des Lagergrabens beträgt 172,50 m. An der Ostseite ver­läuft die fossa nicht parallel mit dem westlichen Graben ; in südlicher Richtung verengt sieht das Lager. An der Ostseite beträgt die Länge des Grabens 158 m, sie weicht nicht wesentlich von der Länge der W-Seite ab, im Gegen­satz dazu ist die S-Seite 151,50 m lang, 21 m kürzer als die N-Seite. Der unregelmäßige Grundriß wurde durch das sieht östlich des Lagers erstreckende, tiefliegende wässerigen Gebiet bedingt. Die Entwässerung des Lager­grabens bzw. Schutz des Lagers mögen während Hoch­wasser Sorgen bereitet haben. Darauf lassen die wasser­ableitenden Graben schließen, welche sich südlich der SO-Ecke in den Planen 655-660/455, 66-665/450 und 665/445 erstrecken ( Abb. 7). Ein ähnlicher Entwässserungs­graben ist auch bei der SW-Ecke des Lagers zu beobach­ten, welcher das überflüssige Wasser in das Abwasser ableitete. Das Ausmaß des Lagers betrug aufgrund der Klärung der fossa 2,74 Hektar (Abb. 8). Außer dem Lagerausmaß gelang es, in der Mitte der N-Seite in den Planen 510-535/575-595 die Stelle des N-Tores zu bestimmen. Die fossa bricht in den Planen 525 — 530/585 in einer Länge von 5,10 m ab. In der Mitte des den nördlichen Lagergraben in der Mitte teilenden Durchganges war ein großes Pfostenloch wahrzunehmen. Vor dem Durchgangsteil, nördlich von diesem, wurde das unmittelbare Passieren durch einen schmalen Schutzgra­ben (in den Planen 525/590 — 595) verhindert. Das aus­gegrabene Ostende der zwei Enden der fossa und des sich davor erstreckenden Schutzgrabens waren abgerundet. In den Planen 525 — 530/580 wurde in der Linie des zwischen den zwei Enden der fossa ausgebildeten Durch­ganges, parallel zum Lagergraben eine Pfostenreihe zum Teil mit Steinfundament entdeckt. Die Pfosten können als Teile des Lagertores angesehen werden. Die Übersicht wird durch Reste von urzeitlichen Gruben zum Teil im Gebiet der fossa, zum Teil südlich davon erschwert. Zusammenhängende urzeitliche Siedlungsspuren waren nicht festzustellen; Keramikbruchstücke, darunter ein neolithisches Idolfragment, kamen sekundär im Planum 530/585 zum Vorschein (Abb. 9). Die Bauzeit des Lagers wurde von früheren Forschun­gen aufgrund eines frühen terra sigillata-Bruchstückes in die Zeit von Domitianus datiert; in diesem Fall wäre in der Zeit der Donau-Kriege in der Nähe des seit der Zeit Claudius existierenden Lagers I ein zweites Lager 194

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