Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 16. 1975 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)
Tanulmányok – Abhandlungen - Bóna István: Arpadenzeitliche Kirche und Kirchhof im südlichen Stadtgebiet von Dunaújváros. – Árpád-kori templom és temető Dunaújváros déli határában. p. 99–157.
kovácsháza), 717 (Nagykőrös — Boldogasszonyhalom), 905 (Sopronbánfal va — Magdolna-kápolna), 968 (Szegvár—Sáphalom), 986 (Székkutas), 1078 (Tápiószele — Félegyházdülő), 1124 (Tiszakeszi — Abtei-Százd, „im Kataster als „Szárazd" angeführt"), 1157—1158 (Tótkomlós). 3. Durch Münzen des 13. Jahrhunderts datierte Schatzfunde wegen den Haarringen mit S-Enden, die sie enthielten: 305 (Etyek— 38 Stück Haarringe durch Münzen bis zu Bela IV. datiert), 529 (Karcag, — ein Schatzfund, selbst wenn die mitgefundenen Münzen nicht mitgezählt werden!) Ohne weitere Analyse ist es offensichtlich, daß in den angeführten Fällen das Fundkataster sich einzig und allein auf die ins 11. Jahrhundert versetzten Haarringe mit S-Enden stützte! Die Standardwerke über die Haarringe, sowie die übereinstimmenden Datierungen des Fundkatasters beeinflußten ernstlich die Datierung oder „Neudatierung" der neuerdings ausgegrabenen oder publizierten Dorfkirchen aus der Arpadenzeit. In den um den Kirchenkomplex von Fonyód freigelegten Gräbern wurden in 23 von 166 Gräbern Münzen aus dem 14—15. Jahrhundert gefunden, sowie in 62 Gräbern Beigaben aus der gleichen Epoche wie die Münzen. Dennoch wird der Bau der ersten Kirche, sowie die Entstehung des Kirchhofes, aufgrund des im Grab 129 gefundenen Haarringes, „auf das 11. Jahrhundert'^ 63 ) versetzt. Die 1935 von J. F a 11 e r und Gy. R h é erschloßene Kirche und Ossarium von Várpalota — Loncsos veröffentlicht zuerst die Archäologische Topographie: „Um die Kirche herum fand man Haarringe aus gedrehtem Draht mit S-Enden und mit gerippten S-Enden, die auf das 11—12. Jahrhundert datiert werden können "( 64 ). — Die publizierten, durch Münzen datierten ( !) Funde stammen zweifellos aus dem 12—15. Jahrhundert, — nichts weist auf das 11. Jahrhundert! (63) J. FITZ, О. C, 105—111. (64) I. Eni — M. KELEMEN — P. NÉMETH — I. TORMA, Magyarország Régészeti Topográfiája, II, 1962, 213, Taf. 46,1; Taf. 28,1—3, 5—8. — Die frühen Funde sind durch die Kupfermünze von Bela III (1174— 1195) datiert (ebd. Taf. 46), was in der Publikation nicht erwähnt wird. (65) K. KOZÁK, AArchHung, XXV, 1973, 196. —Zu den im Kirchenchor von Csecs gefundenen Gräbern mit Beigaben von Haarringen und Perlen cf. L. ZOLTAI, Települések, egyházas és egyházatlan falvak Debrecen város mai határában. Debrecen, 1926, 35 und Abb. Zoltai in seinem grundlegenden Werk verlegte die Haarringe konsequent auf der Arpadenzeit und benutzte sie bloß binnen diesem langen Zeitraum zur Datierung. Zum, in Debrecen-Kamarástelke freigelegten Kirchhof bemerkt er: „Ich fand auch einen silbernen Haarring, der von einer Bestattung vor Mitte des 14. Jahrhunderts zeugt" (ibid, 39—40). (66) I. Sz. CZEGLEDY — T. KOPPÁNY, AËrt, XCI, 1964. 53—58. Ich bemerke jedoch, daß auch sie über silberne Haarringe ,,auS dem 11. Jahrhundert" schreiben, (67) К. KOZÁK, О. С, 198 und Abb. (68) Gy. GAZDAPUSZTAI, o. C, 121—123. (69) К. KOZÁK, EMÉ, X, 1972, 175 und Abb. 13. Wir werden uns nachfolgend eingehender mit der Frage der Datierung auf das 11. Jahrhundert der Kirche und des Kirchhofes von Zalavár— „Kapelle" beschäftigen, sowie auch mit der Datierung von Zobordarázs — St. Michael. Der Ausgraber hatte Zám- monostora noch real datiert, jedoch bei seiner „Neudatierung" wird auch die Dorfkirche vom benachbarten (?) Csecs maßgebend, wo man „einen Haarring mit S-Ende aus dem 11. Jahrhundert gefunden hatte "( 65 ) — Wenn Csecs im 11. Jahrhundert entstanden ist, warum könnte nicht auch das Kloster von Zám aus derselben Epoche stammen ? Die von den Ausgräbern noch auf das 12. Jahrhundert datierte Dorfkirche E с s é r( 66 ) wird aufgrund eines Einzelfundes (?!) der Grabungen eines Haarringes mit S-Ende unter die Kirchen des 11—12. Jahrhundert eingereiht( 67 ). Die Kirche von Téglás wurde ebenfalls auf das Ende des 11. Jahrhunderts( 68 ) versetzt, weil im Ausgrabungsgelände (?!) als Einzelfund ein Haarring mit S-Ende zum Vorschein kam, — trotzdem die ringsum die Kirche freigelegten 41 Bestattungen diese Datierung nicht unterstützen. Es versteht sich nunmehr von selbst, daß der bei der Ausgrabung der Burgkathedrale von Eger gefundene, mit Perlen geschmückte Haarring mit S-Ende, aus dem IL Jahrhundert stammt ( 69 ). Die Datierung auf das 11. Jahrhundert von Fonyód und Zala vár— „Kapelle" wurde, — wenn auch mit fühlbarem Zweifel und Berufung auf die Ausgräber — ebenfalls in die Zusammenfassung der mittelalterlichen Archäologie der Arpadenzeit aufgenommen^ 0 ). (70) I. HOLL, AArchHung, XXII, 1970, 378—379. —Die Datierung auf die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts der sogenannten „Kapelle" und ihres Kirchhofes in Zala vár- Vársziget (Burginsel), und auch ihre Deutung sind nicht zufriedenstellend (cf. Á. Cs. Sós, о. с, 160—168, 177—178, 180—186, Abb. 55—82 und Taf. 43—44). Das einzig sicher datierbare Fundensemble des Kirchhofes stammt aus Grab 67, Haarring mit Silbermünze aus dem 12. Jahrhundert, das aufgrund Seines Typus aus der Zeit zwischen Koloman (1095—1116) und Geza II (1141—1162) stammen mag. Die Publikation ging jedoch von der — angeblichen — großmährischen Parallele (Stare Mesto „Na spitálkach") der Kirche aus, und vernachlässigt die örtlich und zeitlich viel näheren Grundriß-Parallelen. (Aus dem 12. Jahrhundert kennen wir im Balaton-Gebiet eine Reihe Dorfkirchen, deren Apsiden mit Halbrundbogen oder eckig gebaut, und auf Pfeiler geStütze Emporenbau haben. Cf. F. KOPPÁNY, VMMK, I. 1963, Abb. 86 unf 68, Abb. 87 und 70, Abb. 87 und 71, Abb. 91 und 76, Abb. 97 und 86, Abb. 98 und 88). Die Frage hatte unlängst F. HORVÁTH in „Szer plébánia-templom,a és a település középkori története" MFMÉ, 1974/75, 361—362, zusammengefaßt. Die auf einen einzigen Mittelpfeiler gestützte Westempore ist in Ungarn seit Mitte des 12. Jahrhunderts bekannt. Von den als Beispiel angeführten 12 Objekten werden auf Seiner Tafel die „Friedhofskapelle" von Zalavár und die Kirchen von Rakaca135