Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 16. 1975 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bóna István: Arpadenzeitliche Kirche und Kirchhof im südlichen Stadtgebiet von Dunaújváros. – Árpád-kori templom és temető Dunaújváros déli határában. p. 99–157.

Abb. 33: Grab 208. DIE FUNDE Haarringe mit 8-Enden und die Kirchhöfe der Arpadenzeit Zwischen dem Alter der frühesten, im Kirchhof gefundenen Münze von Ladislaus II. (1161—1162) und der gewohnten, neuerdings oft kategorischen Datierung auf das 10—11. Jahrhundert der 9 Stück Haarringes mit S-Enden, zeigt sich ein derartiger Wiederspruch (ein „Hiatus" von wenigsten einem halben Jahrhundert), die unbedingt ausgeschaltet werden muß, wenn wir die Zeitpunkt des Kirchen­baues mit archäologischen Mitteln feststellen wollen. In der zwischen der Ausgrabung und der Auswer­tung des Fundmaterials verstrichenen Zeit fiel der Wiederspruch nicht auf, denn die Freilegung geschah eben in jener Zeit, in welcher die Forschung die Haarringen mit S-Enden auf das 10—11. Jahrhun­dert datiert hatte — wie es damals schien, „endgül­tig". Wir hatten — ohne dies zu bezweifeln — die sehr frühe Datierung (Ausgang des 10., Beginn des 11. Jahrhunderts) der aus dünnem Draht gebogenen, einfachen Haarringen-Typen übernommen und an­genommen und nicht nur auf den Kirchhof, sondern auch auf die Kirche bezogen. Betreffs der Verbindung des Kirchhofes und der Kirche, tauchten aufgrund der obigen Annahme zwei „Alternativen" auf: 1. Da die Haarringen mit S-Enden enthaltenden Gräber die Kirche umringen, wurde diese sehr früh­zeitig gebaut und „bestand bereits Anfang des 11. Jahr hunderte " ( 19 ). 2. Als zweite Alternative bot sich das „Modell von Gellértegyháza" von B. Szőke, daß nämlich die Kirche inmitten eines früher benutzten Reihengrä­berfeldes gebaut wurde( 20 ). Die oben angeführte Ana­lyse der Relation der Kirche und der Gräber mit Beigaben von Haarringen und Münzen machte die eine Möglichkeit ebenso unwahrscheinlich wie die (19) I. BONA — E. B. VÁGÓ, о. с, 29. — К. M e s t e r­h á z y, der an der Ausgrabung teilnahm, ging weiter, er sagt: „bestand spätestens am Anfang des 11., aber wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts" (DMÉ, 1968, 70). Seinen Stand­punkt habe ich auch akzeptiert. I. BONA, AËrt, XCVIII, 1971, 175 undl. BONA!., VII. századi avar települések és Árpád-kori magyar falu Dunaújváros­ban, FontAHung, 1973, 81. (20) B. SZŐKE, AÉrt, LXXXVI, 1959, 38. 125

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