Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 16. 1975 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1978)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bóna István: Arpadenzeitliche Kirche und Kirchhof im südlichen Stadtgebiet von Dunaújváros. – Árpád-kori templom és temető Dunaújváros déli határában. p. 99–157.

säule aus rotem Marmor, Durchmesser 11,5 cm (Mu­seum in Dunaújváros, Inv. Nv. 65,5,48) weist darauf hin, daß die arpadenzeitliche Kirche künstlerisch ausgestattet war. Später wurden in den unebenen Abbruchsschotter Gruben eingegraben, von denen die folgenden tiefer als 100 cm waren: Grube a) 200 cm tief, aus dem 19. Jahrhundert. Grube b) 180 cm tief. Inhalt: graue Scherben aus der späten Arpadenzeit ; Topfbruchstücke mit Bo­denstempel, Seitenbruchstücke, Ränder (Abb. 40). Grube c) 120 cm tief, leer. Grube d) 180 cm tief, aus dem 19. Jahrhundert. Unter dem Schutt befanden sich noch ein Eisenring (Abb. 39,21), Eisennagel (Abb. 39,13,22-25), Eisen­bänder (Abb. 39, 19 — 20) und sonstige Eisenbruch­stücke (Abb. 39,26-28). Die vollständige Entfernung der Schuttschicht des Kircheninnern und die Vertiefung des inneren Schiffniveaus hätten gleichzeitig mit der geplanten Konservierung vorgenommen werden sollen. Ich be­tone jedoch nochmals, daß wir im gesamten Kirchen­innern bereits tiefer als das Fußbodenniveau der Arpadenzeit, gruben. Die gesamte Länge der Kirche beträgt 14,60 m. Die äußere Abmessung des Schiffes ist 9,40X8,60 m. Die gesamte Länge des hufeisenartig gezogenen Chors mit Halbkreisbogen ist 5,20 m, seine größte Breite 4,50 m. Die Spannweite des Triumphbogens beträgt 3,40 m. Die vollständige Länge des Kircheninnern ist 12,40 m; Abmessungen des Schiffinneren: 7X 6,25 m, was jedoch wegen den etwas unregelmäßigen Grundmauern, bloß als Mittelwert betrachtet wer­den kann. Die Orientierung der Kirche ist mit annä­hernder Genauigkeit ost-westlich. Die südliche Längs­mauer liegt auf 265°, die nördliche auf 270°. Sonstige Funde 1962, als wir das arpadenzeitliche Dorf ersuchten, fanden wir bronzezeitliche Urnengräber. In 50 m westlich von der Kirche gezogenen For­schungsgraben kamen die Gräber 1 — 3 zum Vor­schein : 1. Eine tiefe Urnenschüssel mit Henkel, mit einer buckelverzierten Schüssel vom Koszider-Typus zugedeckt. In der Grabgrube, außerhalb der Urne, punziertes Bronzeornament. 2. Urne vom Koszider-Typus mit vier Henkel. Der Hals und der Schüsseldeckel wurden wegge­pflügt. 3. Urne, Spät-Vatya-Typus, darin eine Schale. 4. In Schnitt XV Reste eines Urnenbodens aus der Bronzezeit. 33.50 m südlich und 33 m westlich vom westlich der Kirche gelegenen HP 205, wurden das Urnen­grab A, und auf 39.50 m das Urnengrab B. gefunden. Grab A. Selten schöne Urne mit Inkrustation. Die Mündung war mit einer kleineren Schüssel, der Hals mit einer großen Deckschüssel bedeckt. Außerhalb, an der Südostseite, eine Henkelschale. In der Urne Bronzen in Form einer Panflöte und bronzene Spiralperlen (Abb. 36). Grab B. Urne Vatya-III-Typus, in der Mündung eine konische Verschlußschüssel, am Hals eine große Deckschüssel mit Henkel (Abb. 37). Die Kirche, die Gräber und ihr Verhältnis zueinander Abb. 28: Grab 190. Trotzdem der Kirchhof die Kirche umschließt, wurde beim Kirchenbau zweifellos kein einziges Grab zer­tört( 16 ). Wir sahen, daß im freigelegten Inneren der Kirche keine Gräber zu finden waren und falls unter den vom Platz nicht weggerückten Hausteinen solche (16) Alle, in der Arbeit befindlichen Hervorhebungen, auch jene in den Zitaten, stammen von mir. 121

Next

/
Thumbnails
Contents