Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 13. 1972 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1974)

Tanulmányok – Abhandlungen - Kocztur Éva: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep). XIII, 1972. p. 69–148.

(insofern unsere solche waren, Rostfragmente konn­ten nämlich nicht gefunden werden) hat sich von der Spätlatenezeit an im Barbaricum geradeso wie in den Provinzen lange Zeit bewahrt. (216) Die bienenkorbförmige Grube des Hauses Nr. III. In dem von der Villa II. S —SO gelegenen Gebiete in der Nähe der einheinisch Siedlung ist im Jahre 1905 ein Erdlager zum Vorschein gekommen. Laut der sich im Anfangsstadium befindlichen Er­schließungen stammt dieses Lager II aus der Zeit der Donaukriege des Domitianus. Die freigelegte Siedlung dürfte ein späterer Teil des südlich vom Lager I entstandenen vicus gewesen sein. (221) Im Be­reiche von Margittelep dürften die ersten Häuser-Töp­ferwerkstätten erst nach der Auflösung des frühzeiti­gen Lagers erbaut worden sein. (222) Der Ausbau des Limes hat das Aufrechterhalten der inneren Lager unnötig gemacht. Die Garnison von Gorsium wurde wahrscheinlich zur Zeit des Traianus abgezogen. (223) Unseres Erachtens nach konnte dies nicht vor der Beendigung der dakischen Kriege ge­schehen sein. Aufgrund der zum Vorschein gekommenen späteren Stempelziegel können wir auch in den späteren Jah­ren die ständige Gegenwart von kleineren militäri­schen Einheiten annehmen. (224) Die Stempelziegel der cohors VII. Breucorum von der Mitte des 2. Jhs an scheint unsere Annahme, (225) daß zu Beginn der Markomannenkriege die militärische Bedeutung von Gorsium wieder zugenommen hat (cf. die Frage der handgeformten Gefäße auf p. 124—125), zu bekräf­tigen. Das im Gebiete von Margittelep als frühest er­kannte Material stammt aus der spätbronzezeitlichen (216) Zusammenfassung cf. P. FASSHAUER, Jahresschrifte für Mitteldeutsche Vorgeschichte, XLIII, 1959, 247 (220) J.FiTZ,AntTan,IX, 1962, 154-159,und RESuppl. IX, 1962, 73— 75. Sich auf Gorsium beziehende Zu­sammenfassung. (221) Von welchem Lagertyp wir auch sprechen mögen, müssen wir die um dieses sich ausbildende Siedlung in ihrer Frühperiode Vicus nennen. — H.v. PRTRIKOVITS, О. C, 55. — Über die Probleme von Vicus und Ganabae. (222) Die Ausgrabungen der letzteren Jahre haben das Bild über das Verhältnis zwischen dem Lager und den Canabae modifiziert. Sie haben jedoch unsere mit der Datierung des Siedlungsabschnittes von Margittelep im Zusammenhang stehende Meinung unterstützt. (223) Über die Gestaltung des Grenzschutzsystems cf., J. FITZ, AArchHung, XIV, 1962, 25. (224) J. FITZ, Gorsium. Székesfehérvár, 1964, 90. (225) E. B. THOMAS, О. C, 94. ist sowohl im Barbaricum <217) wie auch in der Provinz im allgemeinen verbreitet. Auf der keltischen Siedlung ist sie ebenso anzutreffen — auf dem Gellérthegy (218) wie in Intercisa mit dem auf die 2. Hälfte des 2. Jhs datierten Material. (219) Periode Vatya IL Wir haben in Margittelep eine freie Feuerstelle der Bevölkerung der Gruppe von Magyaralmás vom Ausgang der Bronzezeit, ferner ein Wohngebäude der Siedlung der früheisenzeitlichen Váler Kultur erschlossen. Auf dem moorigen Gelände hat sich der Mensch nur verstreut und für eine kurze Zeit angesiedelt. Während den der Periode НА—В folgenden 700— 750 Jahren sind uns keine Spuren von menschlichen Siedlungen bekannt. Nach der Früheisenzeit zwischen 46 — 49 u. Z. er­schienen die Römer, (226) die den wichtigen Wegkno­tenpunkt mit militärischem Lager besetzt haben. Der südlich des Lagers entstandene vicus wurde von den Eraviskern besiedelt. Einen Beweis hierfür haben die Grabsteindarstellungen, die Identität des Fundmate­rials mit den Funden der eraviskischen Gräberfelder (Many, Enying), die Gleichförmigkeit der Hauptty­pen und zum Teil auch das Namensmaterial, daß das Vorhandensein eines keltischen Volkstums beweist, geliefert. (22?) Keltische Namen haben wir nicht nur an Grabsteinen (z. B. Amasia), sondern auch in Gefäßen geritzt vorgefunden, wie z. B. Taf. IV. 6, Inv. Nr. 64.101.1. - (AC)-UNTUS als Genitiv oder (AC)-UNTI-(NUS) ; Nr. 68 - Abb. 51. 8. - (T)ATONIS am Boden der Schüssel. Ebenso finden wir auch romanisierte Namen in das Gefäss eingeritzt : Nr. 483. - Abb. 63. 13. (L)VCIANO; Nr. 338: VICT(OR); auf einem Becher Drag. 33 noch einmal VICTOR (Inv. Nr. 65.342.4. - Taf. TV. 22). Auf einem kleinen Fragment ist der Name MAX(IMUS) in ligierten Lettern zu lesen (Inv. Nr. 64.141.6. — Abb. 54, 2a). Die günstige geographische Lage bedeutete im Le­ben der Siedlung eine rasche Bereicherung. (Selbst die peregrinischen Bewohner der in der zweiten Hälfte des 2. Jhs entstandenen Siedlung von Margittelep dürften — wie dies die in beträchtlicher Zahl erhalten gebliebenen Sigillatenfragmente bewiesen haben — nicht zu den Armen gerechnet werden. Im Laufe des (217) BrancIL: T. KÖLNIK, О. С, 349. - В. SZŐKK, AÉrt, LXXIX, 1952, 95ff: fasst die Frage zusammen. (218) É. В. BONIS, AH, XLVII, 1969, - keltische Grube Nr. 7: p. 88, (Abb. 45.); Abfallgrube Nr. 1. und Vorratsgrube Nr. 2.: p. 120. (Abb. 68-69.) (219) L. BARKÓOZI, AH, XXXIII, 1954, 16 und 20. (226) B. GEROV, AAntHung, XV, 1967, 95-99. (227) M. SZABÓ, AÉrt, XCI, 1964, 167, und 174. V. ZUSAMMENFASSUNG (220) 136

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