Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 13. 1972 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1974)

Tanulmányok – Abhandlungen - Kocztur Éva: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep). XIII, 1972. p. 69–148.

neueren norischen Volksgruppe gekommen sein. <134) Die Veränderung der Frauentracht, das zahlenmäßige Anwachsen der Grabsteine mit Opferszenen, (135) das Verschwinden der groben Keramik in Noricum und ihr Auftreten in Ostpannonien scheint dies zu bewei­sen. Diese späte Periode des Trachten wechseis kann vom 2. Drittel des 2. Jhs an bis zur Mitte des 3. Jhs verfolgt werden. Laut Bezeugung der Sigillaten ist in Margittelep der Großteil der einheimischen Gruben zu dieser Zeit entstanden. In größter Anzahl ist die grobe Keramik in diesen zu finden. Gegenstände aus Keramik Anthropomorphe Gefäße. Ein für die Bestimmung des Zeitalters ungeeigneter Typ, da er ein in sämtlichen Provinzen allgemein gebrauchtes Prunkgefäß darstellt: er ist am Rhein vom 1. bis zum 5. Jh, (136) an der oberen Donaugegend, in Noricum vom 2.- bis zum 4. Jh. (137) , in Pannonién zumeist im 2. Jh. beliebt. Auch ihre Herstellung setzt man in Aquincum und in Brigetio in der Werkstätte am Ku­rucdomb voraus. <138) Im Material der Westprovinzen ist sie in viel größerer Anzahl anzutreffen, als in Pan­nonién. (139) Die dem Fragment Inv. Nr. 65.342.6. — Ta/. V. 5. ähnlichen Stücke kommen unter den von A. Schörgendorfer bekanntgegebenen Typen zumeist im späteren Material vor. (140) Auch der Tácer Fund stammt aus einer Aufschüttung aus dem 2. Jh. Sein fleischiger großer Schnabel zeigt mit dem Gefäß Nr. 1 des Grabes 3 von Vasas eine große Ähnlichkeit, doch ist das Material und auch die Aus­führung des letzteren viel gröber. (141) Das im Haus IV. gefundene, aus lilafarbenem Ton gefertigte, metal­lisch glänzende Gesichtsfragment Taf. V. 3. ist wahr­scheinlich eine applizierte Verzierung. (Nr. 207.). Es wird durch seine Fundumstände auf die 2. Hälfte des 2. Jhs datiert. Vogelstatuette. Eine häufige Beigabe der Brandgräber ist der vogelförmige Klapper. Auch die Richtung seiner Verbreitung: in den Tumuli des Wienerwaldes, in den Brandgräbern von Saalburg, Reichenhall und Mainz kann gut abgegrenzt wer­den. (142) Es wurden ein Stück in Grab Nr. 20 von Karlstein mit einer Münze von Flavius und mit einer kleinen Flügelfibel aus dem 1. Jh (143) , in Grab Nr. IV. (134) Schrifttum cf., J. FITZ, AArchHung, XIV, 1962, 142-143 Anm. (135) J.FITZ, AÉrt, LXXXIV, 1957, 139-140. Der Be­ginn der späten Periode fällt mit dem Verschwinden dieser rohen Keramik in Noricum zusammen. (136) E. GOSE, о. c, 44. (137) A. SCHÖRGENDORFER, О. C, 66-67. (138) Ë. B. BONIS, FolArch, XII, I960, 106., Anm. 51. (139) Cf., auf Gallien: J. DÉCHELETTE, Les vases céramiques ornés de la Qaule Romaine. Paris, 1904, 224. — Über pannonische Stücke vom Beginn des 2. Jhs berichtet F. FÜXEP, AArchHung, IX, 1959, 377. (140) Z. В.: A. SCHÖRGENDORFER, О. С, Taf. 46. 565 und Taf. 47. 561. (141) F. FÜXEP, о. c, 377. (142) K. SÁGI, AH, XXXIII, 1954, 79. (143) J. GARBSCH, о. c, - Karlstein 233. 10., Taf. 21/24. des Gräberfeldes zu Szombathely — Kertesz-Straße {144) eine auf die erste Hälfte des 2. Jhs datierte und in Intercisa im Beisein einer mit der Münze des COMMO­DUS bedeckten Firmenöllampe auf einmal sogar zwei Stücke gefunden. <145) Alle drei Gräber waren Brand­bestattungsplätze. Das Tácer Stück stammt aus dem Haus IV. und wurde aufgrund seiner Fundumstände zwischen die Jahre 160— 190 datiert. Öllampen. Die bis zur Zeit des Hadrianus (146) gebrauchte Volutenlampe ist bloß durch ein geringes Fragment vertreten. (Nr. 554) Unsere Firmenlampen (insgesamt 10 St.) mit offenem Diskus vom Typ D. Iványi XVII. sind vom Ende des 1. bis Ende des 4. Jhs erzeugte Stücke. (147) Unter den mit Bodenmar­ken versehenen Stücken finden wir nur die Namen FORTIS (Inv. Nr. 64.50.1. und Nr. 323) und CRES­CES (Inv. Nr. 64.62.7.). Beide wurden vom 1. bis zum 4. Jh. fast in sämtlichen Lampen erzeugenden Werkstätten nachgewahmt. (148) Die Mehrflammen­lampe Nr. 281. wird von dem im Haus gefundenen Sigillatenfragment von Lezoux auf die zweite Hälfte des 2. Jhs datiert. Spinn wirte 1. Auf der Siedlung wurden bloß ein einziger konischer Spinnwirtel: Abb. 49. 12 und insgesamt 15 sonstige Spinnwirtel (z. B. Nr. 159, 245) gefunden. Ihre Maße untereinander verglichen und die Angaben untersuchend, fällt die zwischen ihnen bestehende hochgradige Abweichung auf. Wir halten es für wahrscheinlich, daß die Stücke mit etwa 30 — 45 mm-Durchmesser tatsächlich Spinnwirtel gewesen sein konnten (der Durchmesser des obigen konischen Spinnwirteis beträgt ebenfalls 45 mm), die größeren dürften einer anderen Funktion gedient haben. Es ist unwahrscheinlich, daß die Handspinne­rei größere Gewichte tragen hätte können. Das aus einem Deckel hergestellte, rechteckförmige Fragment von 40X ungef. 60 mm (Inv. Nr. 64.225.8. - T 3 18) scheint ebenfalls zu beweisen, daß den größeren, mit einem Loch versehenen Stücken eine andere Funktion zugedacht war. Vielleicht wurden sie als Schwungrä­der eines Drehbohrers, <149) mit welchem auf den kera­mischen Fragmenten oder auf anderen Gegenständen Löcher gebohrt wurden, gebraucht. (Ein auch zum Feuermachen geeignetes Gerät). Da wir auf unserer Siedlung über die sekundäre Anwendung der Kera­mik mehrere Beweise besitzen, so halten wir es für nicht ausgeschlossen, daß man häuslich leicht her­stellbare Bohrer gebraucht hat. Beim Spinnen (150) (144) T. P. Buocz, Savaria, I, 1963, 133. (145) K. SÁGI, AH, XXXIII, 1954, Taf. XXI. 15-16, 79. (146) D. IVÁNYI, Die pannonischen Lampen. DissPann, II /2, 1935, 8 —9 —demnach wären sie in Pannonién bis Marcus Aurelius in Gebrauch, was jedoch unsere ungarische Forschung nicht beweist. (147) Ibid, 13. (148) D. Iványi, in Manuskript erhalten gebliebener Aufsatz: MNM. A. 9. X. 1. (149) D. CSAIXÁNY, MFMÉ, 1963, 1 Off. gibt aufgrund von ethnographischen Analogien den Gebrauch der Bohrer bekannt. (150) A. LAJOS, Borsodi fonó. Miskolc, 1965, 75. - auf die Spindel wurde, um diesen zu beschweren ein das rasche freie Rotieren sichernder Gegenstand gezogen (Kartoffelstück, früher auf dem Markt erhältliehe Metallscheiben) . 125

Next

/
Thumbnails
Contents