Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 13. 1972 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1974)
Tanulmányok – Abhandlungen - Kocztur Éva: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep). XIII, 1972. p. 69–148.
alter der Antoninen aus rotbemaltem, gelbem Ton hergestellt. (111) Von unseren Stücken aus Tác stammen die zwei „schwarzen" Exemplare aus einer frühen Periode (z. B. in der Grube XIII. bzw. im späteren Haus IX, das rötlich bemalte Exemplar Nr. 492 ebenfalls aus einem Haus der späteren Zeiten in Begleitung von Lezouxer (150—190) Sigillaten. Stück eines vasenförmigen Gefäßes unter Nr. 376. Ein ähnliches Stück mit schwarzem, glänzendem Überzug teilt E. Bonis aus Ptuj mit. (112) Im allgemeinen werden durch unsere Forschung diese fein ausgearbeiteten, mit winzigen dreieckigen Rädcherverzierungen versehenen Gefäße als Stücke südwestpannonischen Ursprunges bezeichnet. (113) Diese sind zwar zum Großteil Schüsseln, doch konnten wir im Tácer Material keine ähnliche Gefäße vorfinden und so halten wir es für wahrscheinlich, daß auch dieses Stück importiert wurde. Die eingeborenen Meister haben ämtliche Gefäßtypen in großer Mannigfaltigkeit erzeugt und in der Umgebung ist auch ihre Formgebung stark ähnlich. Grobe, graue Hauskeramik Im vorangehenden haben wir den Prozentsatz der grauen und gelben Hauskeramik im Vergleich zueinander untersucht. Die Menge der gelben Keramik beträgt: 80%, hat sich also gegenüber den Proportionen des 1. Jhs um 61,4% vermindert. Unsere Teilangaben mit der Gesamtmenge der Keramik verglichen, erhalten wir das folgende Bild : Im Bereich der zusammenhängend freigelegten Siedlung : Keramik insgesamt 19 654 St. 100% Gelbe Keramik 5 328 St. 27% Graue Keramik 7 763 St. 39,4% Aus der gelben und grauen Keramik stammen von einheimischen Waren 3 780 St. Im Vergleich zu den 30% der gelben Hauskeramik können wir im Material des 1. Jhs insgesamt eine 3% } ige Verminderung, im Vergleich zu den 26% der grauen Hauskeramik einen 13,4%jigen Anstieg vermerken (cf. Anm. 63). Unter den Gefäßtypen finden wir in größter Anzahl die sich unten verengenden Schüsseln mit senkrechter Wand (É. Bonis Taf. XII. 13.: Abb. 54.4; 54.7; 54.14; 60.1. und die Töpfe mit herzförmigem Rand und runder Schulter (É. Bonis Taf. XVIII 25: Abb. 51.5; 52.7; 55.5 und 8; Nr. 396-397). Beide Gefäßformen sind im Laufe des 1. — 2. Jhs in Noricum und auch am Rhein allgemein bekannt. (114) Die (111) K. Sz. PÓCZY, AËrt, LXXIX, 1962, 104. (112) É. BONIS, DissPann, 11/20, 1942, 101, Taf. XV. 13. (113) L. BARKÓCZI-É. BONIS, О. С, Palisadenlager III., Nr. 4. (114) Ё. BONIS, DissPann, 11/20, 1942, 16. und 23. Blütezeit der Schüsseln mit senkrechter Wand wird von der Forschung auf die Zeit von Traianus und Hadrianus gesetzt. (115) Die Fragmente von Schüsseln mit flachem Boden und schräger Wand sind in größerer Anzahl aus grauem gekörntem Ton gefertigt zu finden, als ihre bemalten Varianten (cf. Abb. 53.5; 54.15; 57.1.). Der Schüsseltyp mit rundem Boden und stark eingezogenem Rand (cf. Anm. 22) hat sich aus der Spätlatenezeit bis zu den spätrömischen Zeiten vererbt. Solche Stücke sind z. В.: Abb. 58.14. und 61.13. Die Dreifußschüsscln sind zur näheren Datierung ungeeignet, obwohl uns auch eine solche Meinung bekannt ist, wonach der hohe, eckige Fuß, der breite Boden (z. B. Inv. Nr. 64. 66. 18.) für die Zeit des Beginnes des 2. Jhs spricht. <116) Unter den Töpfen finden wir einige spätzeitige Typen (Ende des 2. bzw. Beginn des 3. Jhs). (117) Diese kommen nur im Material der Häuser I. und VII. vor (cf. Nr. 131 und 403-405). Unter unseren Vorratsgefässfragment e n finden wir gleichfalls den für das westliche Gebiet charakteristischen — É. В ó n i s Taf. IV. 1. und 3. — und in Nordwestpannonien allgemeinen Typ. — É. В ó n i s Taf. V. 1. — Am häufigsten ist die westliche Form anzutreffen: cf. Abb. 54.8; 60.9. Ihre Wand ist selten mit einer „Kammverzierung" versehen (etwa 7 — 8% der Gesamtfragmente tragen die Kammverzierung). Es sind dicht gefurchte, an der Schulter eingeritzte Wellenlinien, eingedrückte Tropfen oder stabförmige Verzierungen zu finden. Diese Zierelemente wurzeln in der spätlatenezeitlichen Töpferei, die an der Wende der 1. —2. Jhs von neuem auflebte. (118) Die nordwestliche Form mit ihrer glatten Oberfläche ist nur mit einigen Stücken vertreten, z. B. Abb. 57.8. An mehreren Stücken finden wir am Rande Teerspuren: Nr. 415, Inv. Nr. 65.337.5 und Inv. Nr. 64.101.16. Solche findet man auch an Schüsseln, z. B. Inv. Nr. 63.368.7. und Inv. Nr. 64.172.7. In einem Topf kamen Teerreste zum Vorschein (Inv. Nr. 64.101.17). Den Gebrauch von Teer brachte man aus dem Süden, aus der Gegend von Emona. <119) Das Weiterleben dieser LT-Überlieferung hängt vielleicht gar nicht mit der Töpferei zusammen. Unsere Beobachtungen lassen darauf schließen, daß zur Speicherung der Urnenrand sowie der Rand der diese bedeckenden Schüsseln mit einer dünnen Teerschicht überzogen wurden, wodurch man ein hermetisch ab(115) A. ScHÖRGKNDOüFER, o. c, P. 10. Nr. 98- sezt es auf das 2. Jh,-E. GOSE, O. C, 499. und 501. P. 43. — datiert es auf das Ende des 1. Jhs.-L. BARKÓCZI - É. BONIS, о. с, 150. (116) L. BARKÓCZI — Ё. BONIS, О. С, 155., Palisaden lager IV, №. 23, Abb. 20/14. (117) К. Sz. PÓCZY, АН, XXXVI, 1957, Taf. XIX. 27a in den Gräbern 2, 3, 13. (118) L. BARKÓCZI-É. BONIS О. С, 51. - mit bezüglicher Literatur. (119) Ë\ BONIS, DissPann, 11/20, 1942, 12. 123