Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 13. 1972 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1974)

Tanulmányok – Abhandlungen - Kocztur Éva: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep). XIII, 1972. p. 69–148.

582. Gestempelte, Drag. 37-Schüsselnachahmung (Inv. Nr. 64.95.17. - 5. Spatenstich - Abb. 59.• 3.). 583. Kugelige Schüssel. Innen am unteren Teil das Frag­ment eines Meisterstempels im Kerbenkranz: VATI <27) H: 80 mm; Dm 200 mm; Bodendm: 88 mm (Tnv. Nr. 64. 95. 18. - 5. Spatenstich - Taf. VI. 4.). 584. Becherfragment, mit eckigem Profil, Munddm: etwa 130 mm. Hellgrau, rauh, glimmerig (Inv. Nr. ( i4.94.18 . und 64.95.21. Die Stücke stammen vom 3. und 5. Spatenstich her. — IL AUSWERTUNG DES FUNDMATERIALS (Tab. 1.) Aus dem im Abschnitt I. bekanntgegebenen Gra­bungsgelände sind etwa 40 000 Funde in das Inventar des IKM aufgenommen worden. (28) Das zu 90% als winzige Bruchstücke zum Vorschein gekommene Frag­mentmaterial enthält dem Anscheine nach nichts­sagende, im allgemeinen für das 2. Jh. charakteristi­sche Gefässtypen. Unter den 40 000 Stücken kann die Zahl der gemischten Funde: Eisen-, Bronze-, Kno­chenfundobjekte insgesamt auf 200 gesetzt werden; etwa 5000 Stücke beträgt das Ticrknochenmaterial. Statistisch wurden nur die Funde der zusammen­hängend erschloßenen Gebiete bearbeitet (cf. die auf Abb. 1 bezeichnete Fläche), von wo ungefähr 95% des Materials ohne Ausmusterung in das Depot ge­langt ist. (2!,) Bemalte Keramik Schalen mit Barbotineverzierung. Unter unseren Funden kommen bloß einige winzige Fragmente vor. Diese tragen meistens eine Halb­mond- (z. B. Inv. Nr.: 62,119, 2,; 04.151.8.; Nr. 534 — Abb. 60.13) bzw. Schuppenverzierung (z. B. 54. 62.1. und 63.361.5). Die mit Barbotine verzierten Gefäße sind italische, hierzulande eher süd west-pan­nonische Importwaren. Sie sind im Material der Gräberfelder im allgemeinen bis zur Mitte des 2. Jhs anzutreffen. (30) Die sog. r ä t i s с h e Ware vertritt das Frag­ment Nr. 11, Abb. 49.4). Insofern eine engere Typi­sierung möglich ist, so können wir sie nach der Be­stimmung von F. Drexel für in die 2. oder 3. Gruppe gehörend betrachten, für Stücke, die wahr­scheinlich von der Mitte des 2. Jhs an bis zum Be­ginn des 3. Jhs nach Pannonién gelangt sind. (31) Von der Mitte des 2. Jhs an versuchten die örtlichen Werkstätten die Importwaren zu verdrängen. Unsere Forschung setzt voraus, daß unsere Stücke auch von pannonischen Werkstätten gefertigt worden sind. (32) Becher mit S a n d b e s t r e u u n g. Es. wurden größtenteils mattrotbemalte Stücke (28 St.) und nur einige dunkelbraune Exemplare mit metallisch glänzendem Überzug (8 St.) gefunden. Dem Type nach sind sie glattwandige Stücke: E. G о se 180. und 188., und bloß ein einziges Fragment eines Fal­tenbechers mit Sandbestreuung wurde angetroffen. Die rötlichbraunbemalten Stücke wurden zum Aus­gang des 1. und zu Beginn des 2. Jhs hergestellt (z. B. Nr. 210 — 211). Sie waren in Rätien und im Rheinland meistbeliebt. (33) Auf ungarischem Boden begegneten wir bislang Stücken, die in Aquincum (34) und in Brigetio (35) erzeugt wurden. Wahrscheinlich haben diese Werkstätten auch nach Gorsium geliefert. Betreffs der Herstellungszeit der mit metallisch glän­zendem Überzug versehenen Stücke sind verschie­dene Meinungen im Umlauf. <3(i) In Kenntnis unseres Materials halten wir uns zur Datierung auf den Beginn des 3. Jhs: über dem Haus I. wurden 2 Stücke, in den Häusern VII. und IV. je ein Stück gefunden. (27) Unbekannter einheimischer Meister,- freundliche mündliche Mitteilung von J. Fitz . (28) Auf die in der vorangehenden Fundbeschreibung nicht vorkommenden Stücke berufen wir uns hier nur mit der Bezeichnung der Inv. Nummer. (29) Bei den quantitativen Indizes können wir mit etwa .1. — 2%iger, bei der Qualifizierung der gemalten Ke­ramik mit 8 — 10%iger Fehlerwahrscheinlichkeit rechnen. Deshalb stimmen die Angaben der Tabelle 1 nicht mit der Zusammenfassung. (30) F. BONIS, Die frühkaiserzeitliche Keramik in Panno­nién. DissPann, 11/20, 1942, 19. - T. NAOY, Ant­Hung, III, 1949, 53. 100 585. Flache Schüssel weißlichgrau, feingeschlämmt (Inv. Nr. 64.95.21. - 5. Spatenstich. 586. Fragment eines Faltenbechers (Inv. Nr. 64.95.22. - 5. Spatenstich. - Typ: Abb. 62.11.). 587. Fragment eines Vorratsgefäßes — von schwarzer Oberfläche und schichtig Bruch — bräunlichgrau — Fragment von drei Gefäßen (Tnv. Nr. 64.95.21. - 5. Spatenstich. - Abb. 61.8.). 588. Deckelfragment mit hohem Griff, hellgrau (Inv. Nr. 64.96.9. - 6. Spatenstich. - Abb. 52.9.). (31) É. В. BONIS, FolArch, XII, 1960, 103-104. (32) Ibid. (33) E. GOSE, o.e., 15-16. (34) L. BABKÓCZT — É. BONIS, Bas frührömische Lager und die Wohnsiedlung von Adony-Vetus Salina. AArchHung, IV, 1954,' 167. (35) K.Sz.PóczY,AÉrt,LXXIX, 1952, 104. - L. BAUKÓ­OZI — É. BONIS, о. с, 167. - bezeichnen ihn als einen bis zum Ausgang des 2. Jhs gelebten Typs. — T. NAGY, О. С, 52.: bezeichnet als oberste Grenze die Jahrhundertwende des 2. — 3. Jhs. (36) E. Gosio, о. c, 16.: wurde in großer Menge im 3. Jh.heigestellt.

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