Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. Az István Király Múzeum Évkönyve. 11. 1970 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1971)

Tanulmányok – Abhandlungen - Bándi Gábor – Nemeskéri János: Das bronzezeitliche Brandgräberfeld von Környe-Fácánkert. – A Környe-fácánkerti bronzkori hamvasztásos temető. XI, 1970. p. 7–34. t. I–XVI.

ermittelt werden: a) dumpf, b) hell, c) metallisch, d) porzellanartig. 7. Verbrennungsstufen der Knochenfragmente Die Hitzeeinwirkung hängt jeweils davon ab, wel­cher Körperteil den Flammen bzw. der Glut am stärksten ausgesetzt war. Bei der Bestimmung des Hitzegrades hielten wir uns an die Einteilung von A. Kloiber 5 und J. С h о с h о l 6 . Feststellbare Verbrennungsstufen sind: a) kreideartig, b) gut ausgebrannt, d. h. kalziniert, c) massig, d) schwach, e) ungenügend, f) teilweise ausgebrannt, g) ange­brannt, versengt. 8. Grösse und Frag mentiért h eit der Knochenfragmente Eine Aufteilung der Brandknochenreste nach Grösse und Fragmentiertheit erfolgt nach der Auf­stellung von J. ChochoP folgendermassen: a) Splitter, b) Bruchstücke bis 10 mm, c) mittelgrosse Bruchstücke von 11 bis 15 mm — Grösse, d) grosse Knochenfragmente von 50 bis 70 mm — Länge, e) un­zulänglich verbrannte grosse Knochenreste über 70 mm — Grösse. Doch sind für diese Grössenordnung auch andere Ausdrücke gebräuchlich: hypermikro­fragmentiert, mikrofragmentiert, mesofragmentiert, makrofragmentiert, hypermakrofragmentiert. Natür­lich kann es im Leichenbrand eines einzigen Indivi­duums unterschiedlich fragmentierte Knochenreste geben. Es ernpfielt sich, die Verschiedenheiten gut zu beobachten und aufzuzeichnen, weil daraus Rückfol­gerungen auf die Lage des Leichnams auf dem Scheiterhaufen und die Art der Verbrennung gezogen werden können. A. Kloiber hält es für ange­bracht, die Zahl der anatomisch diagnostizierbaren Knochenreste des Leichenbrandinhalts jeder Urne oder der Brandschüttung in den Erdgruben in Pro­zenten anzugeben. К 1 о i b e r s Brandskala er­streckt sich von 10 bis 90 % und veranschaulicht das Ausmass der Verbrennung^. Besonders bei der Beurteilung von Reihenuntersuchungen hat sich diese Skala gut bewährt. 9. Brüche und Spaltungen der Knochen Zur Bezeichnung der Knochenbrüche, -risse, -Sprünge sind folgende Ausdrücke geläufig: stückig, (5) A. KLOIBER, Die anthropologische Auswertung des Leichenbrandes aus den Gräbern von Wien XI. Mühls­angergasse. MAU 72,} 1942, 298-300; Id., Anthropo­logische Untersuchung der urnenzeitlichen Leichen­brände von Linz-Schörgenhub und St. Martin bei Linz. NJL 1956, 13—18; Id., Anthropologische Untersu­chung der urnenzeitlichen Leichenbrände von Linz­Schörgenhub. NJL 1957, 7-8. (6) J. CHOOHOL, о. c. ; Id., Bisherige Ergebnisse einer anthropologischen Analyse der Lausitzer Brandyrä­ber in den Böhmischen Ländern. PA 49, 1958, 559 — 582 Id., Analyse menschlicher Brandreste aus den Lausit­zer Gräberfeldern in Ushi und Laben-Streckov II. und inlirovice, Bezirk Ghib. Praha 1961, 273-293. (7) Ibid. (8) Cf. Beim Material von Anm. 5. splittrig und muschelförmig. Bei den Rissen unter­scheidet man Längs-, Quer- und strahlenförmige Risse. Die beiden ersten begegnen vornehmlich bei den grossen Röhrenknochen, während die letzteren überwiegend bei den Plattenknochen des Gehirn­schädels erscheinen. Die Risse können bogen-, muschel- und sich „blumenförmig" öffnend sein. Die beiden letzteren Arten treten zumeist bei Kno­chen auf, die sich bis zum Glühen erhitzt haben. 10. Deformation der Brand­knochen Stufen der Deformierung : a) nicht oder kaum defor­miert, b) an der Oberfläche winkelförmig verbogen, c) die Achse spiralförmig verdreht, d) in mehrfacher Schneckenlinie deformiert. 11. Geschlechtsdiagnose (sex) Im wesentlichen wird das Geschlecht der Toten auch bei den Brandknochenresten nach denselben Kriterien bestimmt und vom gleichen Standpunkt aus betrachtet wie bei nicht verbrannten Skeletten 9 . Doch sind naturgemäss bei den Brandresten bedeu­tend weniger sekundäre geschlechtliche Merkmale erhalten geblieben. Ausserdem können Deformierung oder Schrumpfung die Aussagefähigkeit der Knochen stark beeinträchtigen. Daher ist es angezeigt, neben den üblichen Charakteristika auch andere, bei der Bestimmung des Geschlechts verwertbare Besonder­heiten der Knochenfragmente zu beobachten. Mit besonderer Sorgfalt soll man an den Schädelteilen die glabella und den processus mastoideus sowie die Wöl­bung der protuberantia occipitalis externa der Hinter­hauptschuppe beobachten. Aber auch das Muskel­markenrelief der verschiedenen Skeletteile ist bei der Geschlechtsdiagnose gut auswertbar. Man unter­scheidet a) schwache, b) mittelmässige, c) hervor­tretende, d) starke Muskelreliefe. Im Falle, dass der Diagonalschnitt des caput der Oberarme und der Oberschenkel messbar ist, ist die Möglichkeit einer sichereren Geschlechtsdiagnose gegeben. Abhängig von der Menge, dem Erhaltungszustand (Verbren­nung und Fragmentiertheit) des Untersuchungs­materials müsste man nach der methodischen Aus­arbeitung des Ausmasses der Sexualisiertheit trach­ten, auch dann, wenn nur wenige sekundäre Merkmale des Geschlechts ermittelt werden konnten. Eine genauere Angabe der Sexualisiertheit erleichtert die Geschlechtsbestimmung. Die in zwei Stufen vorge­nommene Geschlechtsdiagnose ist besonders bei den Brandknochenresten motiviert 10 . 12. Altersdiagnose Das Verfahren stimmt mit der Diagnostizierung der nicht verbrannten Skelette überein, mit dem (9) GY. ACSÁDI - J. NEMESKÉRI, Methoden zur Diagnose des Lebensalters von Skelettfunden. Anthr­Anz 24, 1960, 70-95 v ; J. NEMESKÉRI - L. HAR­SÁNYI — GY. ACSÁDI, La paleodémographie base nouvelle de l'analyse anthropologique. Selected Papers of the Fifth International Congress of Anthropologic­al Sciences, Philadelphia 1956, 692-697. (10) Ibid. 10

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