Fülöp Gyula (szerk.): Festschrift für Jenő Fitz - Szent István Király Múzeum közleményei. B. sorozat 47. (Székesfehérvár, 1996)
É. B. Bónis: Kanne und Friffschale des Römerzeitlichen Wagengrabes von Zsámbék
sehen Wagengräbem wurden solche Garnituren in Szomor-Somodorpuszta (Nuber 1972, 217; Bonis 1978, 105-121, Abb. 4-12), Kömye (Bonis 1982, 124-129, Abb. 5-8; Nuber 1972, 158, 217) und Zsámbék (Nuber 1972, 217) freigelegt. Bronzegefaß-Gamituren wurden übrigens nicht nur in Wagengräber, sondern auch in sonstige Gräber gelegt (Alföldy 1959-60, 3; Horváth 1981, 59-81). Im Komitat Fejér kam außer in den bereits erwähnten Gräbern von Sárbogárd-Alsótöbörzsök (Fitz 1970,27) auch im Depotfund von Igar ein dem Zsámbéker Krug ähnliches Gefäß zum Vorschein (Bánki 1972, 86; Bánki 1963, 221). Die voneinander verhältnismäßig weitentfemten Beispiele deuten darauf hin, daß mit Aufnahme römischer Bräuche die Grenzen zwischen dem südlichen und dem nördlichen Eravisker-Gebiet bereits verschwommen waren und die Bedürfnisse allgemeiner wurden (Fitz 1970,192; Fitz 1966, 625; Fitz 1971, 49, 52; Mócsy 1974, 79). Kein Bronzegefäß befand sich hingegen im weiter südwärts liegenden Wagengrab von Kozármisleny (Kiss 1989). Aufgrund der Analogien läßt sich feststellen, daß das Fundgut von Zsámbék gegen Ende des 2. - Anfang des 3. Jh. in die Erde gelegt wurde, daß aber beide Gefässe durch Umgestaltung aus früheren Elementen ihre endgültige Form erhalten haben. Obwohl es nicht zur Garnitur „Kanne“-Griffschale gehört, kam ein durchaus bemerkenswertes Objekt ebenfalls neben den Wagen von Zsámbék zum Vorschein. Da gerade aus Tác die ( 1 ) Diese meine Mitteilung sei der Erinnerung des treuen H undes Demo gewidmet, der bei den Grabungen in Tác jahrelang in seliger Freiheit umherrante. (2) Seine Zeichnung erleichterte die Identifizierung; für seine Hilfe möchte ich auch an dieser Stelle danken. (3) Für die Fotos sei András Dabasi, für die Zeichnungen Ágnes Vári herzlichst gedankt. kleine Bronzestatue eines hundartigen Raubtiers mit dekorativem Halsband bekannt ist (Fitz 1976, XVI. t. ; Fitz 1982, Abb. 64), wollen wir hier aus dem Fundgut von Zsámbék, einen unlängst identifizierten Gegenstand darstellen; einen Hundhalsband aus Bronzeblech.*1’ Hundhalsband aus Bronze (Abb. 3; Taf. 111. 3). Auf der Zeichnung von Gasparetz werden die Bronzeblech-Fragmente mit ziselierten peltae und Geflechten verziert. Mit Hilfe dieser alten Zeichnung konnten die Originalstücke des Halsbandes unter „Kästchenbeschlägen“ fragwürdiger Herkunft entdeckt werden. In der Beschlagsammlung von Gáspár war dieser Gegenstand zwar enthalten,<2) wurde aber, als nicht einem Kästchen angehörend, in seine Publikation nicht aufgenommen (1971). Die Blechstücke sind sehr dünn und wurden wahrscheinlich an das Leder befestigt. Der runde Knopf nochte zur Zusammenfügung dienen. Länge des erhalten gebliebenen Teiles; 16 cm, Breite des Halsbandes: 2,8 cm, Höhe einer pelta: 2,2 cm. In der pannonischen Kunst, besonders an Sarkophagen und in der Manufaktur, war das pelta-Motiv überaus beliebt. (Nagy 1928), so kam es auch auf das Halsband des in Zsámbék begrabenen, den Wagen begleitenden Tieres.TMEine peltaförmige Lunula wurde aus Intercisa von M. R. Alföldi publiziert (1957, 445, Abb. 96,3), mit der Bemerkung, daß solche apotropaische Amulette von Frauen, Kindern und manchmal auch von Tieren getragen wurden. 55 Abb. 3: Zsámbék. Wagengrab. Hundhalsband aus Bronze