Lukács László (szerk.): Märkte und Warenaustausch im Pannonischen Raum - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 28. (Székesfehérvár, 1988)

Iván Balassa: Zur Geschichte der Etnographia Pannonica

ZUR GESCHICHTE DER ETHNOGRAPHIA PANNONICA Iván Balassa, Budapest Milovan GAVAZ^I hat in seiner denkwürdigen Studie (Kulturströmungen in Pan­nonien. Ethn. 1947) daraufhingewiesen, dass die ethnographischen Problemen Pannoniens nicht von einem Land allein gelöst werden können. So begann 1970 - auf Initiative von K. GAÁL und B. PETREI - eine Vortragsserie, welche die ethnographischen Fragen Pannoniens mit österreichischen, kroatischen, slowa­kischen und ungarischen Teilnehmern erörterte. Gastgeber war Studio Burgen­land des Österreichischen Rundfunks. Die Vorträge konnten auch publiziert werden. Das war der Ausgangspunkt für die 1971 gegründete "Ethnographia Pannonica". Die erste vom österreichischen Partner organisierte Sitzung fand in 3ern­­stein/Burgenland statt. Es nahmen von österreichischer Seite daran, neben den Obengenannten, die Professoren WOLFRAM, BURGSTALLER- und HAIDING teil. Von den Ungarn genügt es, denke ich, Gy. ORTUTAY und J. BARABÁS zu erwähnen, die Slowaken hat u.a. J. M3ARTAN, die Kroaten J. BEZIC vertreten. Bei dieser Konferenz wurden nicht nur Vorträge mit anschliessenden Diskus - sionen gehalten, sondern auch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit bespro­chen. Wir haben damals folgende Beschlüsse gefasst: 1. / Alle zwei Jahre wird jeweils in einem anderen Land ein Symposium abge­halten. Dieses Vorhaben konnte im wesentlichen realisiert werden. In den ver gangenen 16 Jahren haben wir B Symposien organisiert (Österreich: 2 Sympo­sien; 1985 haben wir uns in Velem/Ungarn bei einer Veranstaltung von Öster­reich getroffen; Ungarn 4 Symposien: Zalaegerszeg zweimal, Tata und Székes­­fehérvár; die Kroaten haben die Aufgabe des Gastgebers einmal übernommen). Jetzt müssen wir entscheiden, wo das nächste Symposium stattfinden soll. 2. Die Teilnehmer übernehmen die ethnographische Bearbeitung von je zwei Dör fern in den gegebenen Ländern. Hier können wir nur von gewissen Anregungen berichten, grundlegende Ergebnisse sind auf diesem Gebiet nicht aufzuzeigen. 3. Die Frage der Beziehung zwischen Volkskunde und Rundfunk sowie Fernsehen soll erörtert werden. Dies konnte leider auch nicht realisiert werden, ins­besondere dadurch, dass B. PETREI aus den Organisationsarbeiten ausgeschie­den ist. 4. Die Herausgabe eines Mitteilungsblattes, das die wissenschaftlichen Er­gebnisse regelmässig publiziert soll ein weiteres Ziel sein. Trotz vieler Versuche ist das nicht gelungen. Meiner Meinung nach dürfen wir aber davon nicht abgehen. Wenn wir unsere Beschlüsse durchsehen, müssen wir feststellen, dass sie in jener Zeit von bahnbrechender Bedeutung waren und nur dadurch gefasst werden 7

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