Fitz Jenő (szerk.): A Pannonia Konferenciák aktái IV. Bronzes Romains figurés et appliqués et leurs problemes techniques - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 27. A Pannon konferenciák aktái 4. (Székesfehérvár, 1984)

J. Garbsch: Neue Funde römischer Paraderüstungen

Nach den bekannten Analogien wäre auf dem linken Blech eine nach links blickende Minerva oder Victoria zu er­warten. Gegen diese Interpretation spricht die trapezoidé (statt hochrechteckige) Grundform und der an beiden Seiten (statt nur links) hochgezogene obere Abschluß. Beide Merkmale sind typisch für einteilige Verschlußbleche, die aber andererseits doppelt so breit sind. Hier wird erst die Konservierung des Hemdes Klarheit bringen. 9. Fragment einer Beinschiene (Fundort Carnuntum; Inv. 1981, 3199). Länge noch 13 cm, Breite 7—8 cm. Das sekundär ausgeschnittene Fragment zeigt einen getriebenen Delphin. Mit einem entsprechenden Gegenüber könnte er das obere Drittel einer Beinschiene geschmückt haben, wie etwa bei dem Exemplar von Giulesti (Garbsch 1978 Taf. 39,2). Eine Anbringung im unteren, schmäleren Teil der Beinschiene wie bei einem Straubinger Exemplar (ibid., Taf. 3,3) kommt aus Platzgründen nicht in Frage. Mit 7—8 cm Breite des Fragments kommt man ohnehin auf eine Gesamtbreite von 15—17 cm gegenüber 12—13 cm bei den meisten anderen Beinschienen (allerdings ist hier die geknickte Form nicht berücksichtigt, wodurch sich die errechnete Breite wieder reduziert). 10. Knieschutz einer Beinschiene (Fundort Carnuntum; Inv. 1981, 3198). Höhe 15,3 cm, Breite 10,5 cm (Taf. XXXII, 3—4) In sehr hohem Relief ist Ganymed dargestellt (größte Höhe des Reliefs 8,2 cm). Das Stück war stark zerfetzt und wurde in der Werkstatt des Museums restauriert und ergänzt. Dabei konnte die Deformierung nicht ganz be­seitigt werden, so daß der Adler etwas nach links verscho­ben erscheint. Glatte Partien sind durch Punktlinien abgesetzt. Das Verbindungscharnier zur Beinschiene ist ausgebrochen. Die Frisur zeigt die üblichen Buckellöckchen. Einziges formales Vergleichsstück ist der Knieschutz einer Straubinger Beinschiene (Garbsch 1978 Taf, 3,1), Für die Ganymeddarstellung gibt es eine Reihe von Paral­lelen auf Roßstirnen von Straubing sowie Medaillons von Carnuntum und Schwarzenacker (ibid., Taf. 6,1; 40; 41,1). BIBLIOGRAPHIE Bakker 1982 Garbsch 1978 Grünewald 1978 Gudea 1979 Kalee 1981 Kellner 1980 Kellner 1981 Klumbach 1977 La Baume 1980 Ruprechtsberger 1981 Szabó 1978 L. Bakker, Zwei herausragende Metallfunde aus Augusta Vindelicum, Augsburg, Schwaben. Das archäologische Jahr in Bayern 1981, 134—135. J. Garbsch, Römische Paraderüstungen. Münchner Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte, XII, 100 p. M. Grünewald, Bad Deutsch Altenburg. FÖ, XVII, 322. N. Gudea, Castrul Roman de Ia Inlaceni. Acta Musei Porolissensis, III. 149—273. C. A. Kalee, Een fragmentje van een Romeinse gezichtshelm uit De Meern (Utr.). Westerheem, XXX, 66—69. H.-J. Kellner, Der große römische Schatzfund von Weißenburg i. Bay. Mitteilungen der Freunde der Bayerischen Vor- und Frühgeschichte, XVI, (Mai). H.-J. Kellner, Der römische Schatzfund von Weißenburg i. Bay., Mittelfranken. Das archäolo­gische Jahr in Bayern 1980, 132—133. H. Klumbach, Ein Paradeschildbuckel aus Brigetio. Limes. Akten des XI. Internationalen Limes­kongresses. Budapest, 199—208. P. La Baume, Ein Paradeschildbuckel aus Köln. Kölner JB für Vor- und Frühgeschichte, XVII, 9—11. E. M. Ruprechtsberger, Zum Dolichenusfund von Mauer an der Uri. Jb. der Oberösterreichi­schen Musealvereins, CXXVI, 45—54. K. Szabó, Bronzefunde. AArchHung, XXX, 408—417. 69

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