Fitz Jenő (szerk.): A Pannonia Konferenciák aktái IV. Bronzes Romains figurés et appliqués et leurs problemes techniques - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 27. A Pannon konferenciák aktái 4. (Székesfehérvár, 1984)

E. Künzl: Einige Bemerkungen zu den Herstellern der römischen medizinischen Instrumente

Abb. 2: Constanta (Nach Bucovalä, Zeichnung S. Künzl, Ca. 1 : 1)Abb. 3: Saint-Privat d’Allier (Nach Védrènes, Ca. 1:1) 22—28; Ypey 1960/61, 347—362; Ulbert 1961/62,5—18; Ulbert 1970, 16—19), jedoch auch an die interessante Gruppe von schmalen Rasiermessern mit geschlossenem Griff-, die J. Garbsch seinerzeit behandelte (1975, 68—73; Vgl. auch zu ornamental verzierten Dolch — und Messerfutteralen aus der Schweiz Degen 1979, 170—173). Der Dekor solcher Geräte darf nicht isoliert gesehen wer­den, sondern muß im Zusammenhang der großen ornamen­talen Systeme der Flächenkunst wie Wandmalerei und Mosaik analysiert werden, was ich hier jedoch nicht im einzelnen tun kann. Der figürliche Dekor auf chirurgischen Geräten ist extrem selten, wobei wir auch die plastischen Beispiele nur zu streifen brauchen, wie den Gerätgriff- mit der Maus aus Kleinasien im RGZM (Hassel-Künzl 1980, Taf. 2 Nr. 5) oder Skalpellgriffe mit Frauenkopf im Nationalmuseum Neapel (Alinari 19087). Wir konzentrieren uns hier auf die Skalpellgriffe aus Kupferlegierung mit Einlegearbeiten aus Silber oder anderem Material. Auf diesem Gebiet kenne ich nur ein Skalpell mit Figuráidékor: — Taf. XXX. 4: Fundort: Kleinasien. Mainz, Römisch— Germanisches Zentralmuseum. Kupferlegierung mit Einlagen aus Kupfer und Silber. Pfau. Künnl 1979/1981, Taf. 9 Nr. 4. Anders als bei der ornamental verzierten Gruppe Abb. 2—3, Taf. XXX. 1—2. läßt man jetzt das spatelförmige Ende des Griffes undekoriert. Dies gilt auch für die folgende Gruppe, die vom Thema und teilweise auch von der Ausführung her zusammenhängt. Es handelt sich um Weinlaub oder Efeulaub, umgeben von einer Wellenranke („laufender Hund“): — Abb. 4: Fundort: Hofheim (D). Wiesbaden, Landesmuseum. Kupferlegierung mit Silbereinlage. ORL B 29 (1915) Kastell Hofheim, Taf. 8 Nr. 10. — Fundort: Reims (F). Saint-Germain-en-Laye, Musée des Antiquités Nationales. Grabfund. Deneffe 1896 Taf. 3 Nr. 4; Künzl 1982, Gallia Belgica 3. — Fundort: Trier (D). Trier, Rheinisches Landesmuseum. Unpubliziert. Kupferlegierung mit Einlagen. — Fundort: Avenches (CH). Avenches, Musée Romain. Kup­ferlegierung mit Silbereinlagen. Brunner 1893, Taf. 2 Fig. 6. — Fundort: Traismauer (A). Privatbesitz. Unpubliziert. — Fundort: Köln (D). Köln, Römisch-Germanisches Museum. Slg. Niessen N 3923 a. Kupferlegierung mit Einlagen. — Fundort: Zugmantel (D). Bad Homburg vor der Höhe, Saalburg-Museum. Kupferlegierung mit Silbereinlagen. Saal­­burg-Jahrbuch, III, 1912, 50 Taf. 13 Nr. 17. — Fundort: Xanten (Colonia Ulpia Traiana; D). Bonn, Rhei­nisches Landesmuseum. Kupferlegierung mit Silber- und Niello­­einlagen. Unpubliziert. 61

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