Fitz Jenő (szerk.): Der römische Limes in Ungarn - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 22. (Székesfehérvár, 1976)
Strecke Landesgrenze - Ad Felxum
ANNAMATIA Baracspuszta Itin. Ant. 245, 2; Tab. Peut; Not. dign. dec. 33,95; Geogr. Rav. 220,2. Möglicherweise eine keltische Siedlung (CIL III 10639—641). Die ältesten Funde aus flavischer Zeit: italische und südgallische Sigillaten. Das Lager wurde Anfang des 2Jh., spätestens in den dreißiger Jahren errichtet. Garnison: cohors I Thracum Germanica, im 4Jh. equites Dalmatae. Spuren des uicus nördlich und westlich von der Festung. Von hier aus den sechziger Jahren des 2.Jh. das Bruchstück eines Militärdiploms. Das Gebiet des Gräberfeldes ist unbekannt; Gräber lagen an beiden Seiten der Limes-Straße (heutige Landstraße). Ziegelstempel: CHO I T G (CIL III 10672), COH VII BR AN (CIL III 3757 e), außerdem Ziegelstempel aus dem 2. und 4.Jh. der LEG II AD, ferner Stempel QVADR1B ..., VICENTIA, TEREN ... (CIL III 3761), FRIGERIDVS DVX und OFARMAXENTI. Das Lager erstreckt sich am Rande des hohen Ufers. Br. etwa 160 m, im S seine heutige L etwa 50 m, im Norden etwa 100 m. Ausgrabungen haben hier noch nicht stattgefunden. Über anläßlich bei Rigolierungen zum Vorschein gekommene Mauerreste berichtet L. Höke (1870: 311). Die T der fossa erreicht auch heute noch 4—5 m. Die Terrainoberfläche deutet nicht einen Doppelgraben an. Die Festungsmauern befinden sich am oberen Rand des Abhanges. An den Ecken deutet nichts darauf hin, daß fächerförmige Türme angebaut waren. Da der Graben keine Unterbrechung zeigt, mag hier die porta decumana immer bestanden haben. (Wosinszky, 1896: 722; Fitz, 1962/11: 8—11). Zs. Visy 107