Fitz Jenő (szerk.): Der römische Limes in Ungarn - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 22. (Székesfehérvár, 1976)

Strecke Landesgrenze - Ad Felxum

INTERCISA Dunaújváros Itin. Ant. 245,3, Not. dign. occ. 33, 25; 33, 26; 33, 38. Erste Siedlungsspuren aus flavischer Zeit: italische und südgallische Sigillaten, möglicherwiese bereits ein Militärlager. Das Holz-Erde Kastell wurde wahrscheinlich in den Jahren 91-93 von der ala I Augusta Ituraeorum sag. errichtet. In den Jahren 105-106 stationierte hier eine Abteilung der ala I Flauia Augusta Britannica, dann bis 118/19 die ala I Tungrorum Frontoniatw. Beim sarmatischen Einbruch um diese Zeit wurde die W-Hälfte des Lagers vernichtet. Die neue Garnison, die ala I Thracum ueteranorum sag., renovierte das Holz-Erde Kastell. Die Steinfestung hat man später errichtet. Die bedeutendste Garnison war die nach dem Markomannen-Kriegen hierher verlegte cohors I milliaria Hemesenorum. Vom Ende des 3.Jh. bildeten in Intercisa nacheinander folgende Einheiten die Garnisonen: equites Dalmatae, cuneus equitum Dalmatarum, cuneus equitum Constantianorum. Das Lagerdorf ist größten­teils untersucht. Bis zu den Markomannenkriegen hatte man die Häuser meist aus gestampfter Erde und Trockenziegeln gebaut. Danach wuchs die Siedlung fast auf das dreifache an und man ging auch bei den Wohnhäusern zum Bau aus Stein über. Im 4.Jh. schmolz das Siedlungsgebiet fast bis zu den einstigen Grenzen zusammen. Im südlichen Friedhof wurde zu allen Zeiten, im westlichen und nördlichen nur im 4.Jh. bestattet. Die Zahl der ausgegrabenen Gräber ist mehr als 3000. Bruchstück eines Militärdiploms aus dem Jahre 98, zahlreiche Inschriften; Ziegelstempel von der Wende des 1—2. Jh.: LEG XIII GEM, LEG X GEM, ALIS: Ziegelstempel aus der ersten Hälfte des 3.Jh.: COH HEM, COH VII BR, LEG I AD ANT, LEG II AD; viele spätrömische Ziegelstempel u.a.: QVADRIBV..., TERENTI VS VP DVX, FR1GERIDVS VP DVX. Münzfunde mit Prägungen bis 260. 101

Next

/
Thumbnails
Contents