Fitz Jenő (szerk.): The Celts in Central Europe - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 20. A Pannon konferenciák aktái 2. (Székesfehérvár, 1975)

K. Peschel: Zum Flachgräberhorizont de Laténekultur in Thüringen

doch wohl aber nicht an deren Anfang. Recht- schmal erscheint der typische Formenbestand der Stufe Laténe Bj. Die Zahl der signifikanten geschlossenen Inventare ist bescheiden. Auch trägt Südwestthü­­ringen vorerst wenig bei. Der Abschnitt wird sich vielleicht um einige, von uns zunächst nicht heran­gezogene Befunde vermehren lassen(49). Am wenig­sten wird dies auf Kosten der in unserer Übersicht der Stufe Laténe B2 zugeteilten Altertümer geschehen dürfen. Denn was hier darzustellen war, fügt sieh ungeachtet aller eigenen Züge vollkommen in den weiten südmitteleuropäischen Zusammenhang ein, wie er gegen Ende der älteren Latènezeit bestanden hat. An der oberen Saale liegen Höhepunkt und Ende der Latènekultur dicht beieinander(50). Die mittlere Latènezeit ist bereits nicht mehr vertreten. Nur in Südwestthüringen setzte sich keltisch geprägte Laté nekultur fort. Das geschah ohne erkennbaren Bruch in Siedlungsbild und Formenschatz. Dennoch erfolgte ein allmählicher Wandel hin zu einer Ausgleichszone zwischen dem Kerngebiet der keltischen Oppida an der Donau und in Böhmen und den Ausläufern der germanischen Jastorfkultur im Norden. Dabei ver­schob sich auch die Herkunftsrichtung der bewegenden Impulse. Die jüngere Latènekultur Thüringens bezog ihre Anregungen nun vornehmlich aus dem Südosten. Jena K. Peschei FÜNDO R TN ACH WEIS E zu den Abb. 1—3 und 5 - ti Körpergräber Latente B, — B., mit datierenden Metallbei­gaben (Liste 1 zu Abb. 1 ) Altengönna, Kr. Jena Ammendorf — Osendorf, Stadtkr. Halle Einhausen, Kr. Meiningen Fernbreitenbach, Kr. Eisenach Fischersdorf, Kr. Saalfeld Fladungen, Kr. Mellrichstadt Hildburghausen, Kr. Hildburghausen Jüdewein, Gern. Pößneck, Kr. Pößneck Kleinkamsdorf, Gern. Kamsdorf, Kr. Saalfeld Leimbach, Kr. Bad Salzungen Moderwitz, Gern. Neustadt, Kr. Pößneck Neinstedt, Kr. Qedlinburg Pößneck, Kr. Pößneck Ranis, Kr. Pößneck Rastenberg, Kr. Sömmerda Saalfeld, Kr. Saalfeld Schafstädt, Kr. Merseburg Scharzfeld, Kr. Osterode Unterkatz, Kr. Meiningen Wendelstein, Gern. Memleben, Kr. Nebra Wernburg, Kr. Pößneck Wöhlsdorf, Gern. Seisla, Kr. Pößneck Wohlmuthausen, Kr. Meiningen (beschlossene Knotengruppenringe (Liste 2 zu Abb. 2) Mit 3 oder 4 flachen Anschwellungen : Großliebringen, Kr. Arnstadt Kleiner Gleichberg bei R-ömhild, Kr. Meiningen Merseburg, Kr. Merseburg Wöhlsdorf, Gern. Seisla, Kr. Pößneck Wolfmannshausen, Kr. Meiningen (49) Etwa Ranis, Grab 40, cf. oben Anm. 38, eher noch Ranis, Grab 34, cf. II. Kaufmann, o. c., 1959, 122 — 123, Taf. 47,7—10,14,15. Zum Ornament des Hohlhalsringes cf. die treffenden Parallelen aus Münsingen, Grab 48 und 49 zusammen mit im Waldalgesheimstil verzierten Fibeln : F. R. Hodson, o. c., 1968, PI. 20, 794, 795, 22, 803, 804. Mit 3 oder 4 Knotengruppen : Ahlstädt, Kr. Coburg Arnstadt, Kr. Arnstadt Großjena, Gern. Kleinjena, Kr. Naumburg, beide Varianten Großliebringen, Kr. Arnstadt Haina, Kr. Meiningen Harras, Kr. Hildburghausen Kölleda, Kr. Sömmerda Ottowind, Kr. Coburg, beide Varianten Pausitz, Gern. Riesa, Kr. Riesa Ranis, Kr. Pößneck Schlettwein, Gern. Pößneck, Kr. Pößneck Schlotheim, Kr. Mühlhausen Schulpforta, Gem. Bad Kosen, Kr. Naumburg Seebergen, Kr. Gotha Seegeritz, Kr. Leipzig Stobra, Kr. Apolda Weißenfels, Kr. Weißenfels Wernburg, Kr. Pößneck, beide Varianten Mit 2 unterschiedlichen Arten von Knotengruppen im dreimaligen regelmäßigen Wechsel (insgesamt 6 Gruppen, nicht 8, wie das Symbol der Abb. irrtümlich angibt) : Rastenberg, Kr. Sömmerda Remstädt, Kr. Gotha Thierschneck, Kr. Eisenberg Vierzehnheiligen, Kr. Jena Wengelsdorf, Kr. Weißenfels Wöhlsdorf, Gern. Seisla, Kr. Pößneck Wulfen, Kr. Köthen Mit unregelmäßig angeordneten Knoten und Knote n­­gruppen: Halle, Stadtkr. Halle Hauteroda, Kr. Artern Kyffhäuser, Kr. Artern (50) Als Beispiel sei die wahrscheinliche Abfolge der hier aussagefähigen Grabinventare von Ranis, Kr. Pößneck, angeführt, Grabnummern nach II. Kaufmann, o. c., 1959, dort auch Beschreibung und Abbildung. Latène A: 118, 23. Laténe Bj: 12, 39, 56, wahrscheinlich 34, 40. Latène Bj : 11, 54, 59, 102, 103, 104, 105, 119, wahrscheinlich 8, 41, 46. Auch unter den Einzelfunden vom Gräberfeld kein Latène C.

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