Fitz Jenő (szerk.): Gorsium Forschungen. I. - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 19. (Székesfehérvár, 1974)
É. Kocztur: Ausgrabungen im südlichen Stadtviertel von Gorsium (Tác-Margittelep)
wollten wir die Bestimmung der beiden Gräben erkunden. Doch konnte keine dieser Aufgaben gelöst werden. In unseren Sondierungsgräben in S und 0 erschienen nämlich Teile des Valium des Militärlagers Nr. II. Obwohl die Ausgrabung des Lagers in einem Anfangsstadium verharrt, können die S- und die W-Grenze der Siedlung entsprechend festgestellt werden. Wie sich der N- und der O-Rand wird erst durch weitere Arbeit erkenntlich gestaltet sein, ob wir es mit einer kleineren, selbständigen Siedlung zu tun haben und nicht mit einem ausgedehnten, zum Militärlager Nr. I gehörenden vicus. (Abb. 2.) * * * In Margittelepm konnte die Eingrabung der Wohngruben — infolge der geringen Auffüllung — bereits vom 2. Spatenstich an beobachtet werden (40—50 cm unter der rezenten Oberfläche). Im Forschungsgelände fanden wir die folgenden Schichten (Abb. 3-9.). Erste Schicht überall : 15 bis 25 cm starker bestellter Boden, Tiefe 125 bis 115 cm. (1») Zweite Schicht: Gehsteigniveau des 4. und Schuttschicht des 3.-4. Jahrhunderts — in Q36 einschichtig, inkomplett: 22 bis 45 cm stark, Tiefe 100 bis 70; in R36 bedeckt die graue Mischerde die eine frühere Periode andeutende Schuttschicht : wahrscheinlich ein Symptom des Niveaus des 3. Jahrhunderts. Dritte Schicht: Gehsteigniveau des 2. Jahrhunderts bzw. graue, vermischte Schuttschicht - in P36 mit dem zum VI. Haus gehörenden Pfostenloches; in Q36 mit der klar erkenntlichen Eingrabung des V. Hauses; in R36 entspricht dies der vierten Schicht. Der N-Teil deutet die Schicht über dem VII. Haus an. Im S-Teil erscheint der mit lockerer Braunerde aufgefüllte Fleck des IV. Hauses ; in S36 stellt sie ein gleichmäßiges Gehsteigniveau dar; in T36 erscheint die Eingrabung des II. Hauses in der zweiten Schicht. (Die Beschreibung cf. p. 83—84.) In U36 sind die Eingrabungen neuzeitlicher, wurzeldurchsetzter Gruben zu beobachten. Die Schicht ist 27 bis 65 cm stark, Tiefe 70/52 bis 55\ — 4. Vierte Schicht: antiker brauner Humus, ohne Funde, erscheint in P36 und in Q36 — in diesem braunen Boden waren die Häuser bzw. Wohngruben der Eingeborenen des 2. Jahrhunderts eingegraben. Dieser gemischte Boden stellt im ganzen Bereich das Bodenniveau der Wende des 1. — 2. Jahrhunderts dar. Fünfte Schicht: gelber Sand (in 20 bis 30 cm Dicke ausgehoben) — in Q36 (—25) — (— 55) bzw. ( — 37) —(—58). Im weniger tief ausgegrabenen R36 ist es durch Obenansicht festzustellen, daß in dersel(9) Im weiteren verstehen wir unter Margittelep den Bereich der im südlichen Stadtteil von Gorsium erschlossenen einheimischen Siedlung, der Villa II. und des Gräberfeldes aus dem 4. Jh Castrum ist der Platz des Ala-Lagers, wo sich später das einstige Stadtzentrum ausgebildet hat. ben Tiefe Sand zu finden ist (Obenansicht-Gehsteigniveau — 16) ; in S36 ist die Schuttschicht nicht vorhanden, hier bildet sie eine vierte Schicht zwischen (—4) —( — 35); in dieser Schicht wurde das bronzezeitliche Wohnhaus Nr. XIII. geborgen. Sechste Schicht: inS36 erschien unterhalb des Sandes überall eine dicke Lehmschicht, Tiefe: ( — 35) — ( —45) bzw. ( —20) — ( — 46). In T36 und V36 beginnt sie zwischen ( — 50) und ( — 60) und hält bis( — 92) an. Das archäologische Material entspricht, nach Spatenstichen abgesondert, nicht ganz genau den beschriebenen Schichten. Der 2. Spatenstich bedeutet in der Regel eine Schuttschicht des 3.-4., der 4. Spatenstich eine solche des 2. Jahrhunderts. Dieserart separiert beschreiben wir die Funde aus O3 —P3G und R36. Block O3—P36 (über dem VI. Haus): 1. Sputenstich 125—92 = 1. Schicht, bestellter Boden; 2. Spatenstich s. h. Schuttschicht des 2. Jahrhunderts = 3. Schicht. Die Schicht des 3.-4. Jahrhunderts trat hier nicht in Erscheinung 92—35; 3. Spatenstich = 35— 26, enthielt das Material des Hauses (cf. Abb. 4.) 1. Spatenstich 1. Fragment einer Schüssel von Pätka-Typus, fein geschlämmter Ton, dunkelgrau, mit glänzendem Überzug, außen unterhalb des Randes und innen in der Schüsselbiegung Litzenmuster-ähnliehe Verzierung in mehreren Reihen (Inv. Nr. 04.43.8). 2. Dass., mit feinen eingeritzten Linien verziert (Inv. Nr. 64.43.8). 3. Dass., innen am Boden mehrreihiger eingedrückter Kerbenkranz (Inv. Nr. 04.53.12). 4. Seitenfragment einer Drag 33 nachahmenden Tasse; unter dem Rand rundherum eine Rille. Hellgrauer Ton, einheimische Ware mit glänzendem Bezug (Inv. Nr. 64.43.7). 5. Fragmente kleiner Schüsseln, matter, hellgrauer Ton (Inv. Nr. 64.43.7, Abb. 49.1). 6. Urnenfragment, hellgrauer, fein geschlämmter Ton, polierte Oberfläche (Inv. Nr. 63.53.10, Abb. 49.2). 7. Bruchstück eines handgeformten, großen Topfes ; gelblichbrauner, grob geschlämmter, magerer Ton (Inv. Nr. 64.43.10, -466. 49.3.). (10) Den fixen Punkt unserer Messungen bildete die nordöstliche Ecke des aus Vörösberényer Stein gefertigten Sarkophags des Grabes Nr. 24 des Gräberfeldes. 71