Fitz Jenő (szerk.): Gorsium Forschungen. I. - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 19. (Székesfehérvár, 1974)

D. Gabler: Sigillaten auf dem Gebiet des Palatiums von Gorsium

ten der Epoche von Severern in Zusammenhang gebracht werden. Zwischen der II. und III. Fußbodenniveaus gab es Rheinzabernei- (198-200, 247, 257, 258) bzw. Western­dorfer (302) Sigillaten aus der Severus-Zeit, diese Funde können also von der Zeit nach 240 datiert werden. Die unverzierten Sigillaten gehören zum Teil dem Typ Drag. 33 an (100 — 101), sind aber in der Mehrzahl Reibschüs­seln Drag. 43 (140, 142 — 143). Die letzteren dürften eben­falls aus dem Zeitalter von Severern stammen (sie wurden in der Schicht zwischen der zweiten und dritten Fußboden­­oberkante gefunden). Auch diesmal wurde also die Hy­pothese von J. Fitz bestätigt, derzufolge das zur II. Fußbodenoberkante gehörende Gebäude um das Jahr 260 zerstört wurde 1111*. Über der obersten Fußbodenmve­­ans gab es keine Sigillaten mehr. BlockC 16 Die hier gefundenen Sigillaten stehen gewiß mit der Eingeborenensiedlung im Zusammenhang. Es gibt auch ganz frühe italische Stücke darunter, die wahrscheinlich mit dem Lager altersgleich sind. Block E/2 Hier wurden Rheinzaborner Sigillaten aus der Zeit der Severern gefunden, die wahrscheinlich an die Severus- Zeit westlich der Villa anknüpfen (173, 241, 295). Block F/3 Mehrere ganz frühe Stücke kamen hier zum Vorschein, die aber stratigraphisch nicht ausgewertet werden kön­nen, da die Grundgräben der im Profil befindlichen Mauern verschiedenen Alters aufgewühlt wurden (18, 19, bzw. 35, 105 unverziert). Block F14 Die beiden Rheinzaberner Sigillaten dürften die Nähe eines Gebäudes aus der Severus-Zeit andeuten (Nr. 211, 265). Block G12 Rheinzaberner Sigillaten wurden gefunden, die das Ma­terial der Planierung von dem Aufbau des Palatium bil­den (153, 214, 215, 267 bzw. 107, 148, 149 unverziert) Block G/3-G/ 4 Im großen und ganzen wurde hier Lezoux-Waro aus der Antoninus-Zeit gefunden (53, 54, 104, 87 bzw. 3, 109 un­verziert und 157 aus Rheinzabern), eventuell aus der Planierung vor dem Aufbau des Palatium. Block G16 Obgleich die Bauarbeiten des Palatium und der frühe­ren Periode die früheren Schichten durchgeschnitten ha­ben mochten, gewannen wir ein relativ deutliches Bild von den verschiedenen Schichten : ganz unten ( — 67 —( — 2) cm) datieren die Bruch­stücke von Nr. 20 (Südgallien) bzw. 24 (Drag. 27) die Schicht von der Zeit Traianus —Hadrianus; im Humus bzw. in der Schicht vor der Villa gab es Rhein­zaberner (167, 212, 319) und Westerndorfer (307) Sigillaten — mit ihnen zusammen wurde das Bruch­stück der Rheinzaberner Reibschüssel Nr. 145 ge­funden. (Ill) (Ill) (Ill) Ibid. Block G/5 Aus tier harten, grauen Planierungsschicht, die der Peri­ode des Horreum entspricht/1121 kamen Sigillaten von Lezoux und Südgallien zum Vorschein (22, 81). Diese Schicht schließt ein Siedlungsniveau ab, welches mit den früheren Lehmhäusern der Eingeborenen bzw. mit aus­gehobenen Mauern gekennzeichnet werden kann; diesen dürften die Funde angehört haben. Aus der dem Palati­um vorangegangenen Schicht (25) — ( — 9) wurden Lezoux- Sigillaten gefunden (74, 106), die sich hier in sekundärer Lage befanden. Schließlich wurden im Humus Sigillaten aus Rheinzabern (Nr. 146, unverziert) und Lezoux (Nr. 83) gefunden. Block H/2 Zur unteren Tiefengruppe ( - 5.) - ( — 36) gehören Le­­zoux-Sigillaten aus der Antoniner-Zeit (57 — 58, 75), wäh­rend das einzige Rheinzaberner Stück aus der Severer - Zeit im Material der oberen Tiefengruppe (26 —( — 5) ge­funden wurde. Block H/5 Das Material ist stratigraphisch nicht auswertbar, denn die älteren Schichten wurden von den Mauern des Peri­­styls und der östlichen Räumlichkeiten des Palatiums so­wie von der Mauer eines früheren Bauwerks durch­schnitten ; so gelangten Sigillaten der Severus-Zeit unter die Lezoux-Waren der Antoninus-Zeit. Von den Bauwerken, die chronologisch dem Palatium vorangingen, ist am besten das am östlichen Teil des Palatium befindliche Horreum zu umgrenzen, dessen Terrazzo-Fußboden über 3 Viertel der Baufläche erhalten geblieben ist. Bei den Ausgrabungen wurde dieser Fuß­boden nur an einem kleinen Teil durchbrochen; Lezoux - Sigillaten aus der Antoninus-Zeit wurden darunter ge­funden. Oberhalb der Fußbodenniveau kamen meistens Rheinzaberner Gefäße aus der Severus-Zeit zum Vor­­shein, allerdings mit früheren Stücken vermischt, da im 4.Jh. mehrere Gruben und Pfostenlöcher 11131 gegraben wurden. Anhand dieser Funde dürften wir den Aufbau des Horreum in die Regierungszeit des Sepl imus Severus (oder etwas später) setzen. Block H16 In der untersten Tiefengruppe (-14) —(-38), in der gemischten Lehmschicht über dem römischen Humus, befand sich ein Gebröckel von Lehm und Kies, „vermut­lich die Überreste einer ausgehobenen, vernichteten Lehm­mauer”/1141 In dieser Schicht kam eine südgallische Sigillata aus der Zeit von Nero — Vespasianus zum Vor­schein (Nr. 3), das Lehmhaus dürfte also unter Domitianus oder in der ersten Hälfte des 2. Jh. gebaut worden sein. Unter der Fußbodenniveau des Horreum gab es in die­sem Profil keine Sigillaten, darüber jedoch Lezoux-(55) und Rheinzaberner (135) Ware aus der Antoninus-Zeit, sowie Rheinzaberner Produkte (217, 268) aus der Seve­rus-Zeit. Einer Grube aus dem 4. Jh. dürfte der Umstand zuzuschreiben sein, daß auch frühere Sigillaten in den Schichten oberhalb der Fußbodenoberkante befinden. Block H17 Über dem Fußboden des Horreum wurden Sigillaten aus der Hadrianus —Antoninus-Zeit gefunden; die Sohi­(112) Die stratigraphische Verhältnisse cf., J. Fitz, Alba Regia, 1V/V, 1963/64, 208. (113) Bezüglich den Gruben cf., J. Fitz, Alba Regia, H/IH, 1961/62, 143. (114) J. Fitz, Alba Regia, IV/V, 1963/64, 208. 03

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