Fitz Jenő: Zur frage der Kaiserzeitlichen Hügelbräber in Pannonia Inferior - István Király Múzeum közelményei. A. sorozat 8. (Székesfehérvár, 1958)
Abgesehen von der Ausgrabung in Felsőcikola (Gemeinde Pusztaszabolcs) des Komitats Fejér (Stuhlweissenburg), wurden alle auf dem Gebiet der Provinz Pannonia Inferior aufgedeckten Tumulusgräber im Laufe des vorigen oder zu Beginn des gegenwärtigen Jahrhunderts freigelegt. Trotz der archäologisch unzulänglichen Aufnahmen und des entsprechend geringen Bestandes der Funde, obwohl die Ergebnisse der älteren Freilegungen grösstenteils noch gar nicht oder erst mangelhaft publiziert sind, befasste sich das ungarische archäologische Schrifttum der vergange-' nem Jahren in zahlreichen Abhandlungen mit den Fragen des Ursprungs der Hügelgräber und mit der Ethnik der Völker, die sie als Grabstätte benützten, Mangels zeitgemässer Ausgrabungen und Publikationen konnten jedoch diese Abhandlungen in den erwähnten Fragen keine klaren Konturen schaffen und die widersprechenden, dabei nicht hinreichend widerlegten Auffassungen haben die richtige geschichtliche Bewertung der Hügelgräber nur noch erschwert. Im vorliegenden Aufsatz möchten wir versuchen, zur Klärung einiger Fragen hinsichtlich dieser Gräber durch eine Kritik der bisher umlaufenden' Ansichten beizutragen. Die erste systematische Zusammenfassung der pannonisohen Hügelgräber stammt aus der Feder Károly Ságis.2 K. Sági vertritt in dieser ersten Abhandlung die Ansicht, dass sich die Tumuli der Kaiserzeit nicht von den urzeitlichen Hügelgräbern ableiten lassen, da in jener Epoche, zugleich mit jenen im Paninonien, auch in Britannia, Belgica, Germania, Noricum und Thracia Hügel gxäberfriedhöfe entstanden.3 Die ältesten Hügelgräber lassen sich in Pannonien von den 50-er Jahren des I. Jahrhunderts an am Neusiedlersee und im Leitlhagebiet nachweisen, in jener Gegend also, die sich am frühesten in den Kreislauf der römischen Wirtschaft eiinfügte. Die dortigen Tumuli weisen Anklänge an die Rundgräbern Italiens auf.1 Die zunehmende Verbreitung dieses Bestattungsbrauches „ist mit der Romanisierung der Provinz in Zusammenhang zu bringen, beziehungsweise haben wir, von diesem Bestattungsritus ausgehend, die Rolle der Träger der Romanisierung, der italischen Zivilbevölkerung und des Militärs zu prüfen”5 Die Tumuli Ositpaninoniens stammen aus der Wende des I. und II. Jahrhunderts. Hier lässt sich die Rolle des Militärs nicht so leicht nachweisen, obwohl der Zeitpunkt mit dem Ausbau der Befestigungslinie am der sarmatischen Front zusammenfäi.16 Die dargestellte Ansicht K. Ságis deckt sich im grossen Zügen mit jener W. Alzingers, der in seiner Dissertation eine Zusammenfassung der österreichischen Tumuli gab.7 Seiner Feststellung nach lassen sich diese 5