Tipity János – Tóth Ferenc: Régi makói házak. A Makói Múzeum Füzetei 74. (Makó, 1992)

Die alten gebäude von Makó

Unter der türkischen Besetzung verschwanden die spuren der Vergangenheit der Stadt völlig. Die befestigen Edelhäuser der Stadt, die wohlhabender Patrizierhäuser, sogar auch die gotische Kirche gingen zu Grunde.Die zurückgebliebenen Einwohner zogen sich in den boden geholten Hütten zurück. Nach der Rückansiedelung im 17. jh. wohnte man under sehr schweren Verhältnissen in auf Holzgerüsten gebauten, aus Ruten geflochtenen, von innen und von aussen mit Kot verklebten Häuschen. Gebäude dauerhaften Wert entstanden erst im Barock-Zeitalter. Im Jahre 1734 entstand das älteste Gebäude der Statdt, die Calvaria-Kapelle. Die römisch-katolische, die reformierte und die griechisch-katolische Kirche sind kaaum mehr als 200 Jahre alt. Der Klassizismus liess tiefe Spuren im Stadtbild zurück. Der Bau des einmaligen Komitatshauses wurde in der heutigen Form erst im Jahre 1839 vollendet. Es ist mit seiner Würde strahlenden Erscheinung das schönste Gebäude der ungarischen Tiefebene in diesem Typ. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden die kurien der Adeligen, sogar die Bauernhöfe in klassizistischem Styl, so kam ein einheitliches Stadtbild zustande. Die Kennzeichen der Romantik tragen das alte Stadthaus, die Synagoge und ein Wohnhaus im Stadtzentrum. In der Volksbaukunst entwickelte sich über dem kleintor der Bauernhäuser eine mit Attikawand geschmückte Fassade. Unter den Bauernhäusern verbereitete sich der Brettgiebel, wo am meisten kharaktcristisch sin die Hausenden mit sonnenstrahlen. Ins Zentrum der Brettstrahlen wurde auf einem kleinen dreieckigen Brettchen ein Gottesauge oder eine fliegende Taube geschnitzt oder gemalt. Es hat die Heilige Dreifaltigkeit symbolisirt. Man schrieb diesem eine Unheil abwehrende Rolle zu. An das bogerförmige Haupttor setzte man zweisetig einem aus Brett gesägte Salamander, als Schutz gegen den feuerbrand. In den letzten Jahrezenten des 19. Jahrhunderts wurde sowohl in den öffentlichen als auch in den Wohngebäuden der Eklektizismus herrschend. Auch die Secession schenkte einige schöne Gebäude unserer Stadt. Die europäischen historischen Stylarten drückten ihre Gepräge nicht nur an die kirchlichen, iund weltlishen Gebäude, sondern sie hatten eine entscheidenden Rolle auch in der Volksbaukunst. 77

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