A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve: Studia Archaeologica 6. (Szeged, 2000)
VÖRÖS István: Az algyői honfoglalás kori temető archaeozoológiai vizsgálata
Mandibel (18, 25, 29, 32, 34, 37) und „keilförmige" (Abb. 1. 2) „leichte", feine Köpfe mit sich verschmälerndem Gesichtsteil und schlanker Mandibel (15, 38, 49, 52, 94). Das Micro- bzw. Mesodont-Gebiß ist regelmäßig (Größenangaben s. in der Tabelle 4 und 5). Dens lupinus (p 1 ) kommt in drei Fällen vor. Widerristhöhe (VITT 1952, Tabelle 6, 7): 4 niedrige Tiere (29, 80, 37, 34) — 131,6-135,8 cm, 6 klein-mittelgroße Tiere (38, 32, 15, 25, 92, 94) — 136,5-139,6 cm; 2 groß-mittelgroße Tiere (52, 18) — 141,6-143,2 cm; ein großes Tier (49) — 144,2 cm. Pathologische Veränderungen wie Karpfermaul (15, 38), Zahnkaries (15, 32, 52, 92), Zahnüberwuchs (?) (38, 94), wellige Zahnabnutzung (15, 38, 49, 92) konnten bei zehn Pferden beobachtet werden. Akute Gelenkentzündung (15, 29, 32), intercarpalis und metacarpalis exostosis (32, 37), ferner Knochenhautentzündung (52, 80) kamen ebenfalls vor. Die in Algyő freigelegten Pferde können in zwei Typen eingereiht werden (nach der Benennung von Miklós Kretzoi): I. borealer Typ — „trapezförmiger Kopf, pony — 6 Tiere (18, 25, 32, 34, 37, 29); II. mediterraner Typ — „keilförmiger Kopf, den arabischen Pferden ähnliche Tiere — 5 Tiere (15, 38, 49, 52, 94). Infolge der Überanspruchung nutzten sich die Pferde — auch ihre Knochen — schnell ab. SPEISEGABE Die Knochenreste der Speisegaben spiegeln eine einheitliche Tradition wider. Es kamen humerus eines Rindes in einem Grab, pelvis in zwei Gräbern, humerus von Schafen in 13 Gräbern, tibia in einem Grab, Lendenwirbel-sacrum-pelvis-femur in drei Gräbern, Rippen in vier Gräbern, humerus eines Schweines in einem Grab, Haushuhn in drei und Hausgans in vier Gräbern, humerus/tibia eines Feldhasen in einem Grab und femur zwischen zwei Gräbern vor. Die Speisegaben wurden - 31 GRÄBER überwiegend (in 23 Gräbern) an den Kopf und die Schulter gelegt, aber auch in der Nähe des Oberarmes und der Brust (in zwei Gräbern) und an den Beinen (in vier Gräbern) stieß man auf solche Funde. Das Rippenstück der Schafe und das Schulter-Keulenstück der Schafe und Schweine wurden als gekochte/gebratene Speisen, während das Spitzfleisch mit Knochen (pelvis) und das Spitzfleisch der Schafe roh beigegeben. SONSTIGE TIERRESTE Rind- und Pferdezähne kamen in je einem Grab, astragalus von Schafen in vier Gräbern und Tier-Attribute (?) in zwei Gräbern (o. sesamoideum) zum Vorschein. Die Widerristhöhe der Schafe von Algyő schwankt zwischen 63,5-70 cm (Tabelle 9). Über die Lage des Kopfes und der Extremitäten der Pferde im Grab siehe die Abbildungen 2-3. Von den zwei Haupttypen der partiellen Pferdebestattungen kamen partielle Pferdebestattungen mit Pferdehaut in drei Gräbern (15, 34, 37) und solche ohne Pferdehaut in zehn Gräbern vor (18, 25, 29, 32, 38, 49, 52, 80, 92, 94). Aufgrund der Mortalität der jungen Tiere ist die Verteilung der einzelnen Bestattungen nach den Jahreszeiten wahrscheinlich (Tabelle 8, 12). Übersetzt von Katalin H. SIMON Vörös István Magyar Nemzeti Múzeum 1370 Budapest Pf 364