A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve: Studia Archaeologica 1. (Szeged, 1995)

A TISZA-VIDÉKI FÜLKESÍROS TEMETKEZÉSEK ÉS KAPCSOLATAIK című konferencia előadásai - RICZ Péter: Padmalyos temetkezési szokás a szokolaci (Backi Sokolac) avar temetőben

IRODALOM KÉZIKÖNYV 1954 Régészeti kézikönyv I. Gyakorlati régészet. Szerk.: Banner J.-László Gy.-Méri I­Radnóti A. Budapest 1954. BALASSA 1989 BALASSA L: A magyar falvak te­metői. Budapest 1989. BAL AS S A-ORTUT A Y 1979 BALASSA I.-ORTU­TAY GY.: Magyar néprajz. Budapest 1979. CEKUS 1991 CËKUS, Qr.Antropolosko proucavanje tri avarske nekropole u Severnoj Backoj. Univerzi­tet u Novom Sadu Prirodno-naternaticki fakultét, Institut za biologiju — Doktorska disertacija, Novi Sad 1991. PÁLÓCZI 1989 PÁLÓCZI HORVÁTH A. : Besenyők, kunok jászok. Budapest 1989. RIC 1978 RIC P.: Moravicki put — Backi Sokolac — avarska nekropola. AP 20 (1978) 103-105. RICZ 1980 RICZ P. : Resultate der neueren A usgrabun­gen awarischen Nekropolen in der nordöstlichen Batschka. — Bestattungsart und Bestattungsritus auf der Nekropole bei Backi Sokolac (Gemeinde B. Topola). Balcanoslavica 9 (1980) 77-90. SEOBA 1962 SEOBA NARODA, Arheoloski nalazi Jugoslovenskogpodunavlja. Zemun 1962. NISCHENGRABER IN DEM A WARISCHEN GRABERFELD VON SZOKOlJiC (BACKI SOKOLAC) Péter RICZ Die sich in der Awarenzeit im breiten Kreis verbreiteten Bestat­tungsformen sind auch bis heute in dem ganzen ungarischen Sprachgebiet nachzuweisen. Das bedeutet aber zugleich keinen genetischen Zusammenhang unter den awarenzeitlichen (6­9.Jh.) Gräbern mit Holzkonstruktion und den sog., auf dem großen Teil des ungarischen Sprachgebietes für allgemein halt­baren Nischengräbern bzw. deren Ethnikum. Die Kontinuität kaim durch wissenschaftliche Methoden praktisch nicht bewie­sen werden. In der Gemarkung des Dorfes Backi Sokolac (Nordbatschka) wurden 70 Skelettgräber emes awarenzeitlichen Gräberfeldes von großem Umfang im Laufe des vorigen Jahrzehntes freigelegt. In den großen Grabgruben, die überwiegend ungestört waren, konnten Holzkonstruktionen und auch sonstige formelle Ausbildungen beobachtet werden. Dem ist es zu ver­danken, daß alle vier awarenzeitliche Grundformen der Grab­ausbildung, d.h. die gewöhnlichen Gräber, die Gräber mit Seitenstufe, ferner die Nischen- und Stollengräber schön dokumentiert werden konnten. In elf Gräbern kamen die Reste von, in Seitennischen be­grabenen Verstorbenen mit auffallend annen Beigaben vor und in einem Grab konnte es beobachtet werden, daß das Skelett eines Mannes in der Endnische d.h. Nische lag. Die in den Seitennischen bestatteten Individuen vertraten ganz gewiß eine ethnische Gruppe, deren Mtglieder zwar im Gräberfeld gemeinschaftlichen Besitzes bestattet werden konnten, die also ihre Funeralien nach den Steppentraditionen verrichten durften, die aber in ihrem Leben, also innerhalb der Gemeinschaft, wegen ihrer Herkunft oder eventuell aus ihrem Glauben hervorge­hend die Güter, die sonst jedem awarischen freien Mann gebührten, nicht genießen konnten und so eine besitzlose Schicht der awaris­chen Gemeinde von Szokolac bildeten. Übersetzt von Katalin H. SIMON Riez Péter Városi Múzeum 24000 Szabadka Yugoslavia

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