A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1984/85-2. A népvándorláskor fiatal kutatóinak szentesi találkozóján elhangzott előadások. (Szeged, 1991)

Költő László: A Kéthely-melegoldali Keszthely-kulturás temető (Előzetes jelentés)

EIN GRÄBERFELD DER KESZTHELY-KULTUR VON KÉTHELY-MELEGOLDAL (Vorbericht) Költő László 1988-89 führte das Museum des Komitates Somogy eine Rettungsgrabung in der Flur Melegoldal, in der westlichen Gemarkung der Gemeinde Kéthery durch. Es wurden 48 Gräber eines Gräberfeldes der Keszthely-Kultur gerettet. Infolge der auf dem Gelände durchgeführten Erdarbeiten wurde der westliche Teil des Gräberfeldes vollkommen zerstört. Auf Grund der von hier aufgelesenen Gürtelbeschläge mit Greifen- und Rankenverzierung, erstreckte sich hier der jüngere Teil des Gräberfeldes. Wegen der Grubenarbeiten gelang es uns bis jetzt nur zwei 30 Meter voneinander entfernt liegende Gräberfeldteile freizulegen, die auf Grund ihres Fundmaterials demselben Horizont angehören, aber ihr genaues Verhältnis zueinander noch nicht festgestellt werden konnte. Die Gräber befinden sich in NW-SO bzw. NNW-SSO gerichteten Reihen, ihre Orientierung: WSW-ONO. Ihr Gros wurde geplündert und beraubt. Die Grabbeigaben vertreten das Fundgut der klassischen Keszthely-Kultur. In 10 Gräbern fanden sich Körbchenohrringe, wobei auch die Art ihrer Tracht beobachtet werden konnte: das Ohrgehängepaar wurde mit einer dünnen Kette, oder mit einem Faden, entweder hinten beim Nacken oder vorne am Hals, verbunden. In 7 Gräbern fanden sich Stylusnadel, die zum Zusammenhalten des Kleides an der rechten Schulter von rechts nach links gesteckt, verwendet wurden. Unter den weiteren Beigaben sind die Waffen (2 Streithacken und eine Tüllenpfeilspitze) erwähnungswert. Die ältesten Gräber des Gräberfeldes lassen sich auf Grund eines mit aus Silberblech gepreßten Pseudoschnallen, und mit silbernen, an den Stil des Horizontes Martinovka erinnernden, Blechriemenzungen verzierten Gürtels aus dem Grab 3 in die ersten Jahrzehnte des 7. Jahrhunderts datieren. Die anderen Funde zeugen von der Belegung des Gräberfeldes bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts. 185

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