A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)
Hegedűs, Katalin. Der Tumulus mit dem Grubengrab von Szentes-Besenyőhalom
Abb. 7 DIE BESCHREIBUNG DES HAUPTGRABES Im Grab haben wir das robuste Skelett eines am Rücken liegenden, 50—59 jährigen Mannes gefunden (Abb.8) 5 . Der etwas nach rechts gekippte Schädel des in schlechtem Erhaltungszustand angetroffenen Skeletts ist beim Eindringen der Erdmasse eingebrochen, und der rechte Teil des Gesichtsschädels fast zu Staub geworden. Die Oberhand des im Ellenbogen eingebogenen rechten Armes wurde auf das Beckenbein gelegt. Die Knochen des im Ellenbogen gleichfalls leicht eingebogenen linken Armes kamen aus der ursprünglichen Lage, die Oberhand lag auf dem Beckenbein. Die Grube Nr. 75/6 der Schatzsucher hat den linken Femur etwa 10 cm über den Rollgelenkkopf abgeschnitten. Der auf den Femur ausgeführte Schlag dürfte auch die Knochen des linken Armes und die ihn berührenden Rippen aus der ursprünglichen Lage gerückt haben. Meines Erachtens haben die Schatzsucher in der Profilwand ihrer Grube die Eingrabung der Grube des Hauptgrabes wahrgenommen und gruben vor Neugierde gejagt noch 60 cm tiefer weiter; sie drangen mit einer halbbogenförmigen Grube in die Hauptkammer des Hauptgrabes ein, schnitten den linken Femur durch und nahmen die Knochen des rechten Beines völlig heraus. Auf dem Grabboden waren in der ganzen Länge (190 cm) und Breite (110 cm) des Grabgewölbes die Holzfaserreste, bzw. Abdrücke von etwa 10 cm breiten Brettern wahrzunehmen. In der Mitte der den Grabboden bedeckenden Brettverschalung haben wir die vermorschten Holzreste der auf die Richtung der W — О orientierten Bodenbretter senkrechten Leisten beobachtet. Eventuell wurden mit diesen Querleisten die Grundbretter zusammengehalten (verzapft?). An den Seitenwänden der rechteckförmigen Grabgrube konnten Bretterspuren nicht wahrgenommen werden, die Bretter- oder Balkenverschalung der Seitenwände war von statischem Gesichtspunkt aus auch nicht nötig, das Grabgewölbe wurden ämlich in den sehr harten, aus gelbem Lehm bestehenden erhöhten Boden eingeschnitten. Die Oberfläche der Skelettknochen war von einem organischen Material, von einem weisslich-grauen Bezug überzogen. Dieser Belag kann vielleicht ein Rest des aus Matte gemachten vermorschten Leichentuches sein. 5 Die anthropologische Untersuchung hat Zs. K. Zoffmann durchgeführt, MFMÉ 1976-77/1, S. 39. 3 A Móra F. Múzeum Évk. I 33