A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1976/66-1. (Szeged, 1978)
Hegedűs, Katalin. Der Tumulus mit dem Grubengrab von Szentes-Besenyőhalom
Wohnsiedlung verweisende Funde im Ackerfeld. Dies erklärt die an der Oberfläche des Hügels gefundenen bzw. in die Aufschüttungserde der neuzeitlichen Raubgruben gemischten sarmatischen Streufunde ; das römerzeitliche Dorf der Barbaren zog sich wahrscheinlich auch auf die Hänge des Hügels hinauf. Der Bulldozer hat in drei Tagesarbeiten von der Spitze des Hügels gemessen eine Tiefe von 350 cm erreicht. Da wurde die maschinelle Bodengewinnung abgestellt und mit der manuellen Reinigung der Profilwände des Grabens und seines Grundes begonnen. Nach der Reinigung haben sich die insgesamt drei Aufschüttungsschichten des Hügels schön gezeigt und voneinander der Färbung nach stark abgewichen. Der Hügel wurde einst offenkundig von verschiedenen Stellen, aus der Umgebung des Hügels — die Humus, bzw. Subhumusschichten der umliegenden Bodendecke abgehoben — aufgetragen. Dadurch entstand die abweichend graue Abtönung der Tumulusaufschüttungen. Ursprünglich dürfte der Hügel viel höher gewesen sein als seine jetzigen Masse und sogar die 7—8 m erreicht, ja sogar übertroffen haben. Die abgeflachte Form des Grabhügels wurde wahrscheinlich durch die Bodenbearbeitung und die Erosion ausgebildet. Aus den drei abweichend gefärbten, aufgetragenen Schichten sind zwei Spitzen mit Ausnahme der untersten durch die Erosion völlig verwittert (Abb 3—4). DER ZENTRALE GRABSCHACHT In der Mitte des durch die Maschine gezogenen Grabens und der I. Grabungsfläche — im Zentrum des Hügels — ist nach der manuellen Reinigung der Fleck von 4 Eingrabungen hervorgetreten. Aus den auch durch die Profile kontrollierbaren Eingrabungen, erweisen sich 3 als spätmittelalterlich-neuzeitliche Raubgruben und die vierte zwischen diesen als die Grube des Hauptgrabes (Abb 5—6). ; Wir haben in 320 cm Tiefe den zwischen die 3 Raubgruben eingekeilten zentralen Grabschacht erreicht. Nach Reinigung der Oberfläche konnte der Bogen einer runden Eingrabung von 2 m Radius in der I. Oberfläche in etwa 3,5 m Länge verfolgt werden. Den Beginn der Mündungsöffnung des zentralen Grabschachtes und die den Abstieg zum Grab bedeckende Holzkonstruktion wurden leider durch den Bulldozer vernichtet. Die Profilwand und das Vorkommen der Funde an der Oberfläche miteinander verglichen, konnte festgestellt werden, dass das Grab aus der einstigen Oberfläche vertieft wurde. Die die neolithische Siedlungsschicht bedeckende sterile Humusbank war diese einstige Oberfläche, die Basis des Hügels. Von da wurde auch der nach unten enger werdende, in О —Richtung verschobene runde Schacht der Grabgrube ausgehöhlt, die unten — von der Hügelbasis in 140 cm Tiefe gemessen — in ein verbrettertes, 190x110 cm grosses, viereckiges Grabgewölbe verbreitert wurde. Die Mündung des zur eckigen Grabkammer führenden, bankförmig ausgebildeten, runden Schachtes wurde mit einem aus Brettern und halbgespaltenen Balken angefertigten Deckel versehen (Abb. 7). Die gezimmerte (?) Konstruktion erinnert uns an den zum Schliessen des Brunnenkranzes dienenden Deckel. Natürlicherweise hat die nach der Bestattung aufgetragene mächtige Erdmasse mit der Zeit diesen Grabschachtdeckel zusammengedrückt und die Erde drang durch den Schacht in die Grabkammer. Die Bretter —Balkenkonstruktion blieb in situ nur auf dem bankförmig ausgebildeten runden Rand des Grabschachtes erhalten. 30