A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1969. 2. (Szeged, 1969)

Németh, Péter: Bemerkungen zur Auswertung des sog. Schatzfundes von Tokaj

In die Aufzählung von В. Szőke haben wir das Gehänge von Tápé nicht aufgenommen, weil diese nicht granuliert ist, 57 weiterhin das Stück von Sla­vonski Brod, welches nach den Archäologen aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt. 58 Die Exemplare von Branicevo und die neueren Exemplare Brza Palanka stammen von der serbischen Seite an der Donau. 59 Aus unserer Aufzählung geht klar hervor, dass insgesamt 28 Fundorte des Karpathen-Beckens 24 Stücke ergaben und diese kamen auf dem Gebiet der­jenigen Komitate zum Vorschein, die nach Györffy zum Ducatus-Gebiet gehör­ten. 60 Unter den 4 übriggebliebenen Stücken kamen zwei am Rand des Komitats Békés (Szentes—Szentlászló), zwei am wichtigsten Wasserweg des Ducatus­Gebiets (Törökkanizsa, Bocsár) zum Vorschein. Es beduetet soviel, dass die Gehänge, die mit einer Weintraube und zwei Paaren von Perlenkränzen verziert wurden, waren ausgesprochen unter den sogenannten Anschluss-Völkern des Ducatus-Gebietes in Mode! Eben deshalb bin ich der Meinung, es ist nicht unmöglich, dass diese Gehänge im Karpathen-Becken und zwar im ungerechter­weise vergessenen Goldschmiedwerkstatt des Ducatus-Gebietes verfertigt wur­den. Györffy hat die Wurzeln der entwickelten Goldschmiedarbeiten der Zeit der Landnahme in zwei ethnischen Gruppen gesucht, die sich in Etelköz an­geschlossen haben alán (Alane) und káliz genannt waren. 61 An einer anderen Stelle hat er gesagt: „Die Frage besteht darin, ob wir die Siedlungen der mo­hammedanischer Alaner auf den Gebieten auffinden könnten, wo eine grössere Zahl von Böszörményer wohnten, das heisst in Nyírség, was zum Ducatus­Gebiet gehörte." 82 Nochmals einen Blick auf unseren obigen Fundkataster werfend, geht es klar hervor, dass 18 Exemplare aus den 28 Fundorten in der nord-östlichen .Ecke des Karpathen-Beckes zum Vorschein kamen. Wir meinen, diese Tatsache bekräftigt unsere Fragestellung. Die Exemplare, die jenseits der Karpaten er­scheinen, sind auf solchen Gebieten zu finden, die eben zur Zeit, wo dieser Gehängetyp in Mode war, enge politische und Handelsbeziehungen zu Ungarn hatten. Als Beweise möchte ich nur noch auf einige Tatsachen hinweisen, zuerst auf die Ausführung der Ungarischen Goldschmiedarbeiten während des 10. Jahrhunderts, was wir aus der Angabe aus Perejaslavec des viel zitierten rus­sischen Chronikenschreibers kennen, 03 auf die grossangelegten aussenpolitischen Konzeptionen des Fürsten Géza, auf ihre Verwirklichung, 64 auf die guten Beziehungen zwischen Stephan I. und dem Fürst von Kiew, 65 zuletzt auf die Tatsache, dass der ungarische Silbergrubenbau sich auf dem Gebiet des Ducatus befand. 66 Unter den weiteren Stücken des Fundkomplexes sind die S-förmige Haar­57 Szőke: op. cit. 45. Die Mitteilung von Csanád Bálint (Szeged). 58 Vergl. Pavlovic-Ercegovic: op. cit. 146. 59 Pavlovic-Ercegovic, S.: Prilog proucsavanu szrednovjekovnih nekropola i isztocsnoi Szrbiji. Starinar, 17. (1966) 145. T. IV/1. 60 Györffy: Tanulmányok . . . 39—40. 61 Györffy: Tanulmányok . . . 119. 62 Györffy: Tanulmányok . . . 58—59. 63 A. Hodinka: Az orosz évkönyvek magyar vonatkozásai. Bp. 1916. 49—51. 64 Vajai, Sz.: Géza nagyfejedelem és családja. Székesfehérvár Évszázadai, 1. (Székes­fehérvár, 1967.) 63—100. 65 Hodinka: op. cit. 50—51. . ­66 Vergl. Acta Orientalia 1955. 208. 194

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