A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1968. (Szeged, 1968)
P. László Emőke: Die Malerei von Béla Endre
tonen,weil das Problem des Konservativismus und der Progressivität in der Streiten über die ungarische tiefländische Malerei immer wieder emportaucht. Béla Endre war bescheiden, er fürchtete die grosse Öffentlichkeit; darum waren seine werke über die Grenzen Südungarns auch vor den Zeitgenossen beinahe unbekannt, und es hat sich natürlich auch bei seiner kunsthistorischen Erwertung ungünstig ausgewirkt. Nur einige schöne Erinnerungen sind nach dem Tode erschienen, aber es gibt noch keine eingehende Monographie die sich mit der Kunst von Béla Endre beschäftigt. Um diesen Mangel zu ergänzen sollte man seiner Oeuvre-Katalog zusammenstellen. An den Gedenkausteilungen (Hódmezővásárhely 1950, 1958; Budapest 1951) konnte man viele bisher unbekannte, ungefähr 200 Gemälde von ihm kennen lernen. Auf Grund dieser ist die Malerei von Béla Endre bloss in grossen Zügen zu studieren, ohne ein vollständiges Bild darüber gegeben zu haben. Aus seinen Briefen, von seinen Freunden ist es nämlich offenkundig, dass er schnell und viel gemalt habe. Dieser Beitrag handelt von der malerischen Kultur vom europaischen Niveau von Béla Endre und er schildert, wie das alltägliche mühselige Leben seiner engeren Heimat an Endre's Gemälden erscheint. Die Verfasserin analysiert die werke der Kunstart und dem inhalt gemäss von den Genrebildern über die Landschaftdarstellungen bis zu den Stilleben und Interieuren. Diese Reihe zeigt zugleich den Übergang von dem dramatischen Ton von Munkácsy zu der hellen Farbenstimmung der Impressionisten. Emőke László 235