A Móra Ferenc Múzeum Évkönyve, 1966-67. 2. (Szeged, 1968)

Farkas Gyula–Lipták Pál: Über die Anthropologie der Bevölkerung des südlichen Teils der Ungarischen Tiefebene in der Arpadenzeit

Männer Frauen Kinder Ohne Bestimmung Zusamenn Orosháza— Rákóczitelep Szatymaz— Vasútállomás (Szatymaz— Bahnstation) Békés— Povádzug 93 114 31 78 89 41 27 60 70 4 23 202 286 142 Zusammen : 238 208 157 27 630 Im Gräberfeld Orosháza—Rákóczitelep wurden 680, in Szatymaz 286, in Békés 142 Gräber aus der Arpadenzeit erschlossen. Zalotay schätzte das Gräber­feld Orosháza auf 1000—1200 Gräber ein. 9 So wurden mehr als 50% vom Ganzen an die Oberfläche gebracht, zum Zwecke einer anthropologischen Untersuchung aber gemäss unserer obigen Tabelle leider nur 20—25% des ganzen Friedhofes gerettet. Wie bekannt, wurde das Gräberfeld Kérpuszta vom 11. Jahrhundert in vollem Masse freigelegt. 10 Die Anzahl der Gräber belief sich in diesem Friedhof auf 388. Wenn wir das zur Grundlage nehmen, kann das Gräberfeld Szatymaz aus der Arpa­denzeit als zu rund 70%, das von Békés—Povádzug als zu 35% freigelegt einge­schätzt werden. 2. In allen drei Gräberfeldern wurde die taxonomische Untersuchung von Pál Lipták vorgenommen und so ist ein Vergleich in der Proportion der einzelnen Taxone ohne weiteres möglich, da doch bei der Untersuchung die gleichen Methoden angewandt worden waren. Wir möchten besonders betont haben, dass diese Tatsache vom Standpunkt unserer späteren Feststellungen grundlegend wichtig ist. 3. Die drei Gräberfelder liegen beiläufig in der gleichen geographischen Gegend der Südlichen Tiefebene, voneinander aber um ungefähr 100—120 km entfernt. So können wir annehmen, dass die enzelnen, diese Friedhöfe benützenden Populationen voneinander stark getrennt gelebt haben. Nach dem Vergleich der taxonomischen Untersuchungen der drei Friedhöfe kann festgestellt werden, dass das Ausmass der mongoloidén Elemente in denselben sehr niedrig ist und es lassen sich von den 309 zur taxonomischen Prüfung geeigneten Funden in insgesamt nur 9 Fälle unter diese Gruppe einreihen. Die Gräberfelder enthal­ten also zu beinahe 98% europide Elemente. Hiervon machen die genauer schwer bestimmtbaren Europiden (protomorph, chamaekran europid), sowie die Kurzköpfe (die alpine-, pamirische-, dinarische Rasse, die Lappiden und die sonstigen Brachy­kranen) annähernd 11% aus. Die geprüften Serien der Arpadenzeit setzen sich also im Wesentlichen aus den anderen Europiden: den Cromagnoiden, Nordoiden und Mediterranen zusammen. Darunter sind die Nordoiden mit nahezu 37%, die Medi­terranen mit annähernd 35% und die Cromagnoiden mit beiläufig 15% vertreten. Wenn wir die einzelnen Rassen genauer ins Auge fassen, sehen wir, dass die nordi­9 Zalotay, E.: Gellértegyházai Árpád-kori temető. — Régészeti füzetek, 7, 1957, 1—59. 10 Nemeskéri, J.—Lipták, P.—Szőke, В.: Le cimetière du XI e siècle de Kérpuszta. — Acta Arch. 3, 1953, 1—4', 205—370. 138

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