Nagy Gyula (szerk.): A Szántó Kovács János Múzeum Évkönyve (Orosháza, 1963-1964)

Koppány János: Adatok a tótkomlósi idénymunkások vándorlásáról, életéről, a visszaemlékezések alapján

- 206 -János Koppány: ANGABE« ZUR WANDERUNG DER SAISONARBEITER VON TÓTKOMLÓS AUF GRUND IHRER ERINKHüiGEN Das Laban dar landwirtschaftlichen Arbeiter in Ungarn wurde Ende des 19.Jahrhunderts schwierig: die Produktion wurde wohl mechanisiert, doch das Tempo der Intensiywirtschaft steigerte sich nicht im selben Ausmass. Daher mussten sich viele Arbeiter eben infolge der ^Mechanisation auf Wan­derschaft begeben. Sie variierten unter der Leitung von Scharführern /ung. "bandagaz­­da"/ nach den grossen Gütern. Anfangs arbeiteten sie bei der Ernte, später beim Dreschen, und als sich die Rübenzucht entfaltete, auf den Rübenfeldem. Die Arbeiter wurden von den Scharführern auf Grund des Auftrages irgendeines Gutsherren angeheuert.Die "Sachsengänger" zogen Ende April los, auf Bauernwagen, wenn der Arbeitsplatz nahe lag, oder mit der Bahn. - Am Gut wohnten sie in den Ställen, unter äusserst schlechten Umständen. - Für ihre Verköstigung mussten sie selber aufkommen. Frühstück und Mittagmahl wurde aus dem Ranzen am Feld eingenommen. Das Abendessen kochten sie vor ihrer Wohnung, auf provisorischen Herden, teils aus Jenem Material, das sie als Bestandteil ihrer Bezahlung erhielten,teils aus der getrockneten Mehl­speise, die sie von daheim mit sich brachten. - Sie arbeiteten von Sonnen­aufgang bis Sonnenuntergjang. Je eine halbe Stunde Freizeit stand ihnen stun Frühstücken und zum Mittagmahl zur Verfügung. - Brot buck ihnen die Back­­fr au. - Sie standen während der Arbeit unter ständiger Aufsicht. - Die Be­zahlung war verschieden. Im Frühjahr bekamen sie Tagelohn, beim Ernten und beim Drusch bekamen sie einen Teil des Produktes, auf den Rübenfeldem ar­beiteten sie im Akkord.Bei der FrühJahrsarbeit, die leichter war, verbrach­ten sie ihre Zeit angenehmer als bei den schwierigen Arbeiten im Sommer und im Herbst. Nach der Arbeit sangen die Jungen Burschen Lieder, oder sie gin­gen in Gruppen in die nächste Stadt, um sich umzusehen. Nach beendigter Ar­beit gingen sie frühlioh nach Hause, wo ihre Lieben sie sehnlich erwarte­ten. Diese Arbeiterwanderung dauerte etwa fünfzig Jahre lang. Während dieser Zeit gelangten die Arbeiter aus Tótkomlós mit ihren Arbeitsgruppen in etwa 70 Dörfer und Städte in Ungarn. Naoh dem zweiten Weltkrieg hörte die Wanderung der Saisonarbeiter mit den veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen auf.

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