Nagy Gyula (szerk.): A Szántó Kovács János Múzeum Évkönyve (Orosháza, 1963-1964)
Nagy Dezső: Az orosházi agrárproletár mozgalom kezdetei (1867-1891)
- 95 -Dozsí Nagy: DIE ANFÄNGE DER AGRARBEWEGUNGEN IN OROSHÁZA /1867-1891/ Der Verfasser behandelt in seinem Aufsatz die Anfangszeit der Arbeiterbewegung in Orosháza /in den Jahren 1867-1891/. Die Bedeutung seiner Arbeit liegt darin, dass er grösstenteils unbekannte Angaben hinsichtlich dieser Frage verarbeitet.Mehrere Perioden der Arbeiterbewegung von Orosháza wurden bereits wissenschaftlich bearbeitet, doch der hier besprochene Abschnitt lag bisher im Dunklen. Dabei ist dieser Abschnitt auch auf gesamtungarischer Ebene sehr bedeutsam: die Agrarbewegungen konnten is Orosháza bereits zu dieser Prühzeit Fuss fassen, den übrigen Teilen des Landes vorangehend. Der Verfasser lässt mit Hilfe der zeitgenössischen Besitzverteilungs-, wirtschaftlichen und anderen Statistiken erkennen, wie die Ideen des Sozialismus zu den Agrarproletariern durchdrangen. Die Idee geht vor allem von Mihály Táncsics aus, de bereits 1848 zum linken, radikalen Flügel der Revolution gehörte und bereits damals konsequent die Interessen der Arbeiter und Armbauern vertrat. Orosháza wählte ihn 1869 zum Abgeordneten. Während seiner Tour verbreitete er seine Ideen und Flugschriften, damals entstanden im Volksmund Werbungslieder über ihn, die im Laufe der Zeit zu Volksliedern wurden. In den 80ger Jahren liess sich ein weltbewanderter Facharbeiter, István Gintner in Orosháza nieder. Er war ein Zögling der sozialistischen Bewegung und ihr Anhänger. Er verbreitete die Idee in immer grösserem Umkreis in der Stadt. Anfangs wurde eine antiklerikale Agitation ausgeführt, später begriffen die Leute immer mehr die Ideen des Sozialismus,um von hier zu den wirtschaftlichen und politischen Forderungen weiterzuschreiten. Die Ideen strahlten aus Orosháza aus, und bald begannen die armen Bauern der Dörfer und Marktflecken der Umgebung sich ebenfalls zu organisieren.Bis zum Jahre 1890 waren die Erdarbeiterorganisationen bereits so strak, dass die Träger der Macht sich entschlossen hatten, mit ihnen abzurechnen. An Hand der Feier des 1. Mai im Jahre 1891 wurde unter Mitwirkung des Militärs und der Gendarmerie eine blutige Provokation entfesselt. Das war der erste blutige Zusammenprall zwischen den Machhabem und den Erdarbeitern in Ungarn-, wonach auch andere in der Viharsarok /"Wetterwinkel"/ genannten nahen Umgebung folgten. Der Verfasser verfolgt den Weg und die Ergebnisse dieser Organisationen auf Grund der örtlichen Zeitungen, des Archivmaterials, der zeit-