Sz. Kürti Katalin: Munkácsy-ereklyék és dokumentumok a békéscsabai múzeumban (A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 18. Békéscsaba, 1994)
Munkácsy-Reliquien im Békéscsabaer Michael-Munkácsy-Musem Zusammenfassung Michael Lieb-Munkácsy verbrachte einen großen Teil seiner Jugend im Komitat Békés. Er wurde am 20. Februar 1844 in Munkács als Sohn von Cäcilie Reök und Michael Lieb geboren. Sie lebten eine kurze Zeit in Munkács, bis Michael nach dem Tode seiner Eltern nach Békéscsaba zu Stephan Reök kam. Es ist verständlich, daß die Stadt später, schon in den Siebzigerjahren, sehr stolz auf Munkácsy war, der sich nach kurzen, in Wien, München und Düsselforf betriebenen Malstudien 1871 in Paris niedergelassen hatte. Schon im vorangehenden Jahre 1870 hatte er für das Gemälde Im Armesünderhaus den Großen Preis des Salons erhalten. 1878 stellte er das Gemälde Milton in ganz Europa aus, für welches er den Großen Preis der Pariser Weltausstellung 1878 bekam. Ab 1881 begann der Triumphzug der Christus-Bilder in Europa und Amerika. Der beginnende Verfall seiner Kunst machte sich anlässlich der Ausstellung von Mozarts Tod bemerklich und hielt mit dem Überhandnehmen seiner Krankheit in den Neuzigerjähren weiter an. Munkácsy war eine maßgebende Gestalt des Pariser gesellschaftlichen Lebens. 1874 heiratete er Cecilie Papier, die Witwe des Barons de Marches, die im luxemburgischen Colpach Länderein und ein Schloß besaß. In Paris ließ das Ehepaar Ende der Siebzigerjahre in der Avenue de Villiers 53 einen Palast erbauen, in welchem bedeutende Staatsmänner und namhafte Vertreter des politischen und künstlerischen Lebens verkehrten. Auch zu den kleinsten Abendgesellschaften wurde hier für 100-150 Personen gedeckt; 1889 wurden z. B. sogar 800 Ungarn bewirtet. Munkácsy war zu dieser Zeit gleichzeitig Präsident des Vereins der Pariser Ungarn, österreisch-ungarischer Inspekteur der bildenden Künste an der Weltausstellung sowie Vorsitzender der Fachkommission. Auf der Weltausstellung gewann er Goldmedaillen mit den riesigen Gemälden Christus vor Pilatus und Kalvarie (Golgota), welche sein Kunsthändler Carl Sedelmayer aus Amerika zurückholen ließ, um sie dann 1887 für eine halbe Million Franc an den Millionär John Wanamaker zu verkaufen. 48