A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Békéscsaba, 1978)

György Goldman: Gesichtsgefässe und andere Menschendarsettlungen aus Battonya

Gesondert muss über zwei grössere Beine (Nr. 32, 33) gesprochen werden. Auf der Grundlage des Neigungswinkels ihrer Bruchlinien können wir annehmen, dass diese zusammengehörten, Bestandteile eine Plastik waren. Wir kennen ähnliche Schöpfungen bereits aus dem Gebiet des Band­keramik-Kreises 58 , wo über diesen sich ein Gefäss befand, jedoch unter Berücksichtigung ihrer oberen, glatten Oberfläche können wir eher auf einen flachen, altarähnlichen Gegenstand schliessen, wie ein solcher zB. aus Szegvár—Tüzköves bekannt ist 59 . Die auf den verschiedenen Gegenständen, Keramiken eingekratzten oder aufgemalten anthropomorphen Darstellungen sind aussergewöhnlich viel­artig, sie sind im Fundgut der verschiedensten Typen und Epochen ver­treten. Ihre einheitliche Interpretation ist gerade darum äusserst schwer. Eine selbständige Gruppe wird durch die auf den durchbohrten Gewichten eingekratzten Menschendarstellungen gebildet. Diese ist aus Battonya mit zwei Exemplaren bekannt (Nr. 39, 47). Auf dem einen ist die Menschen­darstellung leicht zu erkennen, auf dem anderen ist lediglich ein dam W ähnliches Zeichen erkennbar. Die Funde dieses Typs fasste J. Makkay zusammen 60 , unsere Funde dienen zur Ergänzung seiner Arbeit. Nr. 45 ist das Bruchstück eines Gefässdeckels, auf welchem eine ein­gekratzte Menschengestalt erkennbar ist. Ähnliche Stücke wurden in Kö­kénydomb, Tüzköves, Szeghalom—Kovácshalom und Kisköre 61 gefunden. Ebenfalls hierher kann das Bruchstück Nr. 41 gezählt werden, dessen Be­sonderheit das ist, dass dessen Körper gleichfalls durch ein Netzmuster bedeckt ist, in gleicher Ausführung, wie dieses auf dem Band der Nr. 2, welches den Hals des Gefässes mit den Mustern des Gefässbauches ver­bindet, zu sehen ist. Nur erwähnen wollen wir hier die aus den Funden von der Parázs-Farm vorgestellte kleine Tasse (Nr. 46). Dieser ist unbe­dingt eine kultische Bedeutung beizumessen, was ausser den vier das Ge­fäss umfassenden, aufgemalten Gestalten auch die darin gefundenen Spuren roter Farbe beweisen. Gemalte Menschendarstellungen finden wir in der näheren Umgebung nur in Ilonapart, hier wurde eine Schale mit einer darin rot gemalten, stehenden Gestalt gefunden 62 . An dieser Stelle muss gleichfalls über die gelegentlich auf dem Bauch der Gesichtsgefässe vorkommenden, eingekratzten Menschendarstellungen gesprochen werden (Nr. 3, 28, 41). Eine solche ist unbedingt bei zwei der drei bekannten Exemplare unter der Handdarstellung, bei einem mit Sicher­heit auf der Halbierungslinie zwischen den beiden Händen zu erkennen. Villeicht dürfen wir sogar annehmen, dass ursprünglich symmetrisch vier solche Gestalten auf dem Gefäss angebracht waren. Diese Menschendarstellungen gleichen auffallend den im mittleren Neolithikum verbreiteten Flachidolen, die teils schon unter den Funden der Alfölder Linearkeramik, teils in der Bükker Kultur vorkommen, neuerdings war sogar die Meinung zu vernehmen, dass deren Anwesenheit eventuell im Gebiet der Szakálhát-Gruppe gleichfalls anzunehmen ist 63 . Wir können hierbei feststellen, dass diese Stücke gewöhnlich durchbohrt sind 64 , und zwar von zwei Seiten neben dem Gesicht, oder an den Beinen. Im letzteren Fall kann nicht entscheiden werden, ob dies nicht an der Schulter ebenfalls durchbohrt war, davon ausgehend, dass dies ein Bruchstück ist. 40

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