A Békés Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Békéscsaba, 1978)
Juhász Irén: Sarmatisches Gräberfeld in Endrőd
Sarmatisches Gräberfeld in Endrőd IRÉN JUHÁSZ Nördlich von Endrőd wurden 1972 bei den Uferbefestigungsarbeiten im Flussbett der Dreier —Kreisch (Hármas Körös) mehrere Gräber vernichtet. Die Fundrettungsarbeiten führten wir im März 1973 durch. Insgesamt konnten wir noch 57 Gräber im planierten Gebiet aufschliessen. Von den 57 Gräbern konnten 29 als sarmatenzeitliche Gräber bestimmt werden. In den übrigen Gräbern befand sich kein Fundmaterial, ihre Lage war gleichfalls unterschiedlicher Ausrichtung, im Verleich zu den auf der Basis ihres Fundmaterials als Sarmatengräber bestimmbaren. Der Gräberfeldskarte nach sind die Gräber der beiden Epochen — mit einer Ausnahme — von einander getrennt. In einem der nicht in die Sarmatenzeit gehörigen Grab befand sich Fundmaterial, welches in die Urzeit datierbar ist. Bei den Sarmatengräbern zeigt die Geschlechterunterteilung folgendes Bild: 7 Frauen, 8 Männer, 3 Kinder, 11 unbestimmbaren Geschlechts. Die Kindergräber sind zahlenmässig gering, was damit zu erklären ist, dass von diesem Gebiet, ca. eine Schicht von 150 cm Stärke bei den Planierungsarbeiten entfernt wurde, und in eben dieser flacheren Schicht waren die weniger tief gegrabenen Kindergräber. Die charakteristische Lage des Gräberfelds ist Süd —Nord, hiervon gibt es nur eine geringe Abweichung um wenige Grade. Im Fundmaterial aus den Frauengräbern befinden sich Perlen (Bernstein, Karneol, Glasmasse, Kalk und Marmor), Fibeln (Silber, Bronze), Armreifen (glatte Bronze und Silber, verzierte Silberplatte), Ohrschmuck, Gefässe, Torques, ineinandergeflochtene Silberreifen, kleine Beilchen, Toilettendöschen, Spindelknopf, sowie ein Eisenmesser. Das Fundmaterial aus den Männergräbern besteht aus einem Schwert, einer Lanze, einem Messer, Fibel, Bronzeschnalle, Gefäss und römischem Silbergeld. Die in den Gräbern gefundenen Perlen sind Exemplare solcher Typen, die allgemein gebräuchlich waren, die im Fundmaterial aus dem IL und III. Jahrhundert feststellbar sind, ähnlich die Fibeln. Unter den Armreifen sind zwei aus dem 41. Grab stammende silberne Plattenarmreifen hervorzuheben, von welchen wir annehmen können, dass diese römische Importstücke sind. Diese sind von feiner Schmiedearbeit, welche nicht als die Arbeit eines heimischen Meisters angenommen werden kann. Diese Arbeiten können im Zeitabschnitt des Aufblühens des Handels Ende des IL, bzw. im III. Jahrhundert in diese Gegend geraten sein. Unter den Gefässen ist das aus dem 7. Grab stammende, Drag. 33-förmige Terra Sigillata Gefäss das bedeutendste. 113