Veres László: A Bükk hegység hutatelepülései (Miskolc, 2003)
HÜTTENSIEDLUNGEN DES BÜKK-GEBIRGES
über die Ernährung wurden in den Hüttensiedlungen viel mehr Fleisch, Speck, Milch und Eier verbraucht als in den umliegenden Dörfern. Ganz zu schweigen von den Gömörer und Nógráder Siedlungen! Die kleinere Anzahl der Arbeitstiere ist selbstverständlich, weil nur eine Schicht der Dörfer vom Transport lebte. Die Zugochsen wurden für kurze Strecken (10-20 km) und für schwere Lastenbeförderung benutzt. Die Schlagräumung und auch der Transport des Holzes zu den Stapelplätzen der Eisenbahn in Lillafüred erfolgten mit Ochsenfuhren. Die Pferde waren wegen ihrer charakteristischen physischen Eigenschaft zum Ferntransport und zum Transport vom Kalk und der Holzkohle geeignet. Die Besitzer von Jochochsen und Pferden, also die Fuhrleute, bildeten die führende Schicht der Dorfgesellschaft. Ihre Vermögenslage und Tätigkeitsform war ein zu erreichendes Ziel für die anderen. Im Gegensatz zu den Fuhrleuten der landwirtschaftlichen Gebiete — die ihre Tätigkeit wegen des Ackerbaus nur in bestimmten Jahreszeiten ausüben konnten - konnten die Hüttenfuhrlcute immer ihre Arbeit ausüben. Für den Fuhrmann gab es immer Arbeitsmöglichkeiten: entweder an Ort und Stelle oder weiter entfernt. In der Zeit der Waldarbeiten wurden sie vom Forst völlig in Anspruch genommen. Wenn es keine Arbeit gab, schalteten sie mit dem von der Forstwirtschaft gekauften Holz oder mit den Produkten der Kohle- und Kalkbrenner ferne Gebiete aufsuchend den Zwischenhandel aus. Ihr Gewinn nahm im Verhältnis der Entfernung des Absatzgebietes zu. Der konnte sogar zwei bis zehnmal so groß sein wie der von ihnen gezahlte Kaufpreis. „Im Bükk ist der Fuhrmann der Herr", sagten sie und das war nicht nur im materiellen und wirtschaftlichen Sinne des