Bencsik János: Paraszti és mezővárosi kultúra a XVIII-XX. században (Miskolc, 1993)
KULTUR UNTER DEN BAUERN UND IN DEN MARKTFLECKEN WÄHREND DES 18-20. JAHRHUNDERTS (Auszug)
einheimischen wie dazugekommenen Juden eine bedeutende Rolle zu. Diese Handelsfamilien konzentrierten sich aber nicht allein auf ihre Geschäfte in Tokaj selbst, sondern wie dies für jene Epoche typisch war - auch auf den Verkauf auf anderen Märkten. Gegenüber der allgemeinen Auffassung gab es für sie einzig und allein den Weinhandel. Obwohl die Ausfuhr von Wein im Handel von Hegyalja (und auch Tokaj) zweifelsohne einen starken Anteil hatte. Durch den Wein wurden auch die offiziellen Unternehmer des russischen Zaren nach Tokaj gelockt. Die ablieferungspflichtigen Weingärten blieben selbst dann für die Bauern einträglich, wenn sie neben anderen Tätigkeiten auch noch einen eigenen Besitz kauften. Hier soll auch noch von den Handwerkern berichtet werden. Im Laufe des Jahnrhunderts nahmen sie zahlenmässig etwas langsamer zu. In Tokaj war zum Ende des 18. Jahrhunderts nahezu von jeder Handwerksspartc ein Vertreter anzutreffen. Je nachdem, was für ein Bedarf in der Stadl, beziehungsweise in deren Einzugsgebiet hersschtc, versuchten die verschiedenen Handwerker ihr Glück in Tokaj. Charakteristisch ist, dass sich hier der Goldschmied ebenso niederliess wie der Bildermaler, der Buchbinder oder der Buchdrucker. Aus ihren persönlichen Erklärungen ging jedoch hervor, dass sie zum Verkauf ihrer Produkte auch all die Mühen und Strapazen auf sich nehmen mussten, die zum Markttreiben gehören. Auch konnten sie ohne einen Weingarten nicht auskommen. Daher war ihre Tätigkeit stets gespalten, denn an der intensiven Arbeit im Weingarten nahmen auch die Handwerksgehilfen teil. Die obigen Ausführungen zeigen, dass zu der gegebenen Zeit in Tokaj ein recht buntgemischtes Volk lebte: Hier gab es ebenso wandernde Handwerksburschen wie auch Soldaten, die im Urlaub nach Arbeit suchten, hier und da auftauchende Räuber, Mädchen oder Witwen von zweifelhaftem Ruf.