Népi építészet a Kárpát-medence északkeleti térségében (Miskolc, 1989)
Wolf Mária: Régészeti adatok Észak-Magyarország középkori népi építészetéhez
Bei den Ausgrabungen von Dörfern aus der Árpádenzeit kommen ausserhalb des Wohnhauses Gruben mit den unterschiedlichsten Formen und Ausmassen zum Vorschein. Über ihre ursprüngliche Funktion sind wir uns in den meisten Fällen nicht im klaren. Aufgrund ihres Fundmaterials, ihrer Anordnung sowie neuzeitlicher Parallelen wenden die drei, nahezu gleichgrossen Gruben, die in Szendrö-Gacsal aufgedeckt wurden (Bild 2.), für oval gestaltete Wohnhäuser gehalten. Die am besten erhaltenen unter ihnen sind 4,7x3' m gross, ihre Wände fallen schräg ter sind kleine Kammern gegraben. Der Zugang des Objekts war nach Süden hin geöffnet und eine reguläre Treppe führte ins Innere. Entlang der Wände stande;n Bänke, hier waren auch Löcher für Pfeiler zu entdecken, die wahrscheinlich Spuren einer Inneneinrichtung sind. In diesem Objekt: waren weder ein Herd noch die Spuren von Beheizung zu entdecken (Bild 3.). In Sajólád-Kemej wurde eine runde Grube vovi grossen Abmessungen aufgedeckt. Ihr Durchmesser beträgt 2,5 m, sie wurde 1,43 m unter der heutigen Oberfläche eingegraben. Aus der Form dieser Grube sowie aus der grossen Die volkstümliche Architektur des Mittelalters weist in unserem Gebiet ein abwechslungsreiches Bild auf. Sowohl in den Dörfern aus der Árpádenzeit als auch aus dem späten Mittelalter können in devi Boden gegrabene wie auch auf der Bodenoberfläche stehende Bauten entdeckt werden. Bislang stehen uns jedoch nur wenig archäologische Angaben zur Verfügung, um ein umfassendes B',ld von der volkstümlichen Architektur des Mittelalters in Nordungarn zeichnen zu können. Wir können auch vorerst noch keine Grenzen ziehen, welcher Haustyp für welche Landschaft charakteristisch war. Die zutagegekommenen Haustypen können wir mit keinem Ethnikum in Verbindung bringen, obwohl aus den historischen Quellen eindeutig hervorgeht, dass das Ungarntum, das s^ch hier im Karpatenbecken niederliess, keine Einheit bildete, sodass auch die hier aufgefundePien Volksminderheiten offensichtlich jede ihre eigene Kultur - Wohnkultur - besass. Dennoch hoffen wir, dass wir im Ergebnis der nunmehr planmässigen Dorfaufdeckungen auf all die hier aufgeworfenen Fragen bald eine Antwort geben können.