Gyulai Iván - Szakáll Sándor szerk.: Natura Borsodiensis I. (Miskolc, 1986)

SZATHMÁRY LÁSZLÓ: Az ongai és a vadnai középső-neolitikus csontvázak

DIE MITTELNEOLITISCHEN SKELETTFUNDEN VON ONGA UND VADNA /KOMITAT BORSOD-ABAÚJ-ZEMPLÉN, UNGARN/ /Auszug/ Der Verfasser untersuchte aus der anthropologischen Sammlung des Museums Herman Ottó zu Miskolc die Skelettfunden von zwei mittelneo­litischen Fundorten /Onga und Vadna/ und stellte ihreren Platz in der neolitischen Populationsgeschichte und der Mikroevolution fest. Fund Geschlecht Sterbealter Kultur Onga N 1 Mann 23-35 Jahre Frühe Bükk + Tiszadob Gruppe Onga N°l Frau 25-4o Jahre Frühe Bükk + Tiszadob Gruppe Vadna N°l Mann 4o-7o Jahre Linienbandkeramik /Tiszadob Gruppe/ Vadna N°2 ? 4 Jahre Linienbandkeramik /Tiszadob Gruppe/ Er kam zur Peststellung, dass, von den neolitischen Funden von Ungarn über die Funden von Vadna am sichersten gesagt werden kann, dass ihre genetische Vorgeschichte in der mezolitischen Bevölkerunk des Karpa­tenbeckens und seiner Umgebung zu suchen sind. Sie werden vor allem durch grosses, absolutes Ausmass und robuste Züge charakterisiert. Der Gehirnschadel steht morphologisch am meisten den Charakterzügen der Variationsgruppe A^ von dem mezolitischen Vlasac /Jugoslavien/ nahe. Dese Autochtonvariante ist die typischste Komponente der Population von der Linienbandkeramik der Tiefebene. Sie unterscheidet sich beinache in ihren allen Zügen von dem allgemeinen anthropologischen Gesicht des Kulturkreises südlichen Ursprungs des frühesten Neolitikums /Körös-Kultur/ und - wenn auch in geringerem Masse - auch von der Bevölkerung der mittleren-neolitischen Bükk-Kultur. Die Funden von Onga stehen im Grunde genommen den von Vad­na nahe, ihre Archaitat ist aber nicht so ausdrücklich, ihre progres­siven Züge zeigen auch nach den Charakterzügen der Skelette der Bükk­Kultur, sie sind also Mixovariationen.

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