A Miskolci Herman Ottó Múzeum Közleményei 5. (Miskolc, 1963)

In dieser Nummer erschien ein Bericht über die Renovierung des Mislkolcer Herman Otto Museums. Einzelne Teile des Gebäudes sind vierhundert Jahre alt, das Gebäude diente einst als Schule. Ebenfalls renoviert wurde die Villa in Lilla­füred, wo der bedeutende ungarische Natur­forscher Otto Herman im ersten Jahrzehnt des Jahrhunderts wohnte. In der Villa wird eine Gedenkstätte eingerichtet, die eine Ausstellung der Tier- und Pflanzenwelt des Bükkgebirges beherbergen wircb In der wissenschaftlichen Sitzungsperiode des Museums wurden die Aufgaben der Museen fest­gelegt, die zu dem Komi ta ts-Museum- Verband gehören. Der Direktor des Museum-Verbandes sprach über die allgemeine Situation und umriss in grossen Linien die Entwicklungsperspektive. Interessant waren in diesem Zusammenhang die Berichte der Arbeitsgemeinschaften Erd-und Heimatkunde über ihre Sammelarbeit. Drei Artikel (Seite 44, 48 und 60) geben in Verbindung mit der Geschichte der Stadt Mis­kolc die neuesten historischen Daten bekannt. Der erste behandelt die jetzt entdeckten urkund­lichen Bebauungspläne des mittelalterlichen Marktplatzes der Stadt auf Basis der Pläne aus dem XVII. /XVIII. Jahrhundert. Im zweiten Artikel werden einige bis jetzt unbekannte technische Zeichnungen des Mis­kolcer Komitatsrat-Hauses, eines klassizistischen Baudenkmals aus dem XIX. Jahrhundert, ver­öffentlicht. Damit wird gleichzeitig das Rätsel um den Vorgänger des Gebäudes, die genaue Lage und die Form der Grundrisse im Verhältnis zum Grundstücksplan gelöst. Ein Gefängnisplan aus dem Jahre 1836 wurde auch gefunden. Die Landkartenfragmente von 1817 und die Katas­terkarte von I860 zeigen die Bau- bzw. Abriss­phasen der barocken und klassizistischen. Ge­bäude. Zwei Fotos aus dem Jahre 1902 verewi­gen den Abriss eines Barockihauses, während das Foto von 1955 das Gebäude in seinem jetzigen Zustand zeigt. Der dritte Artikel, der sich auf die Geschichte der Stadt bezieht, beschäftigt sich mit dem Inhalt und der Geschichte eines proletarischen Flug­blattes, das 1907 in einer Wand der National­bank versteckt und jetzt entdeckt wurde. Es diente zur Einberufung einer Arbeitersitzung, und die mit einem Bleistift geschriebenen Zeilen auf der Rückseite des Flugblattes verraten die Namen zweier führender Männer der Arbeiter­bewegung, die der hinterlassenen Botschaft gemäss bitten: „Wenn Ihr das Blatt findet, tragt die Sorgen der zwei heiligen Namen. Amen".

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