A Herman Ottó Múzeum évkönyve 51. (2012)

RÉGÉSZET - P. FISCHL, Klára-KIENLIN, Tobias, L.-SERES, Nándor: Bronzkori (RBAl-2) településkutatások a Borsodi-síkságon és a Bükk hegységben. Áttekintés és újabb eredmények

38 P. Fischl Klára et al. Abb. 16. Satellitenbild von Mezőcsát—Laposhalom 16. kép. Mezőcsát— Laposhalom űrfelvétele (forrás: Googleearth) Das Projekt zur Identifizierung der Fundstellen und für eine bessere Kenntnis dieser Mikroregion und ihrer Siedlungsstruktur läuft bereits seit 2004. Trotzdem wissen wir, wie gesehen, auch heute noch sehr wenig über diese Siedlungen, über das System, wie sie entstanden und über die soziale und gesellschaftliche Ordnung der Gemeinschaften, die sie ins Leben gerufen haben. Wir verfügen zwar über zunehmend bessere Daten, aber parallel dazu ergeben sich auch immer neue Fragen. Einige Gedanken und Fragen als Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse möchten wir hier formulieren: - Auf der Borsoder Ebene und in der Fußzone des Bükk-Gebirges existierte in der Periode der Hatvan Kultur ein dichtes Siedlungssystem (5—10 Kilometer voneinander entfernt liegende Siedlungen), das in der Periode der Füzesabony Kultur ein wenig lockerer wurde. In einigen Fällen ist festzustellen, dass die Füzesabony Siedlung größer ist als die zuvor bestehende Hatvan Ansiedlung. — Die Siedlungen haben eine zusammengesetzte Form: 1, Zentrum (teilartig oder als ,echter' Teil); 2, Graben; 3, äußerer Wohnbereich mit Häusern; 4, äußerer Arbeits- und Speicherbereich mit Gruben. — Aus dem untersuchten Gebiet kennen wir keine sogenannten ,Satellitensiedlungen'. Der Status von Emőd—Zsedény ist noch unklar. — Als Siedlungsort wurden Stellen mit ähnlichen geo­grafischen und Umweltgegebenheiten ausgewählt: entlang der Täler auf den Hochufern, wo man die Gräben zu natürlichen Erosionsrillen hin entwässern lassen konnte, und auf der Ebene neben Wasserläufen. Dies sind in dem untersuchten Gebiet: Theiß, Rigós/Enekes, Csincse, Hejő, Sajó und Hernád. — Wo wir über Luftaufnahmen oder gute Satelliten­bilder verfügen, können wir eine Gruppierung der Häuser des äußeren Wohnbereiches feststellen, die vielleicht auf gesellschaftliche oder familiäre Ursachen zurückzuführen sein könnte.

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