A Herman Ottó Múzeum Évkönyve 43. (2004)

Bodó Balázs-Pusztai Tamás: Jelentés a gönci pálos kolostor tornyának 2004. évi régészeti kutatásáról

Pusztai Tamás 2000 Előzetes jelentés a telkibányai Szent Katalin ispotály 1997-98. évi feltárásá­ról. A Herman Ottó Múzeum Évkönyve XXXIX. 117-134. Miskolc 2004 A telkibányai Szent Katalin ispotály. In: „Quasi liber et pictura". Tanulmá­nyok Kubinyi András 70. születésnapjára. Szerk. Kovács Gyöngyi. 429^36. Budapest Tamási Judit 1990 A gönci pálos kolostor régészeti kutatása. Ásatási dokumentáció a miskolci Herman Ottó Múzeum régészeti adattárában. (HOM-RégAd. 2283-93.) BERICHT ÜBER DIE ARCHÁOLOGISCHE ERFORSCHUNG DES PAULANER KLOSTERTURMES VON GÖNC IM JAHRE 2004 In unserer Arbeit stellen wir die Ergebnisse der archáologi sehen Erforschung des Turmes im Jahre 2004 vor. Das Maria Paulaner Kloster von Gönc befindet sich in Nordungarn am Fluss Hernád, am westlichen Rand des Zemplén-Gebirges, drei km östlich von der Stadt Gönc (Bild 1). Die archaologische Forschung hat das „Herman Ottó Museum" in Miskolc zwischen dem 1. und 15. Juli 2004 durchgeführt. Neben Gönc, vermutlich auf dem Platz des heutigen Klosters, hat schon Ende des 14. Jahrhunderts eine Mönchsgemeinschaft gelebt. 1371 hat Ludwig der GroBe den Mönchen erlaubt, eine Mühle bei Gönc zu bauen. Aus den Jahren 1429 und 1464 verfügen wir über Daten über die Einweihung des Klosters. Wenn wir an diesem Ort die noch stehenden Mauern untersuchen, kann man sehen, dass sich der Chor architektonisch mit dem Turm (und vermutlich mit dem Klostergebaude) verbindet, weil das Schiff bedeutende Sül- und Zeitunterschiede zeigt. Die zwei Jahreszahlen der Einweihung können sicherlich an die zwei Bauabschnitte geknüpft werden. Das Kloster wird in der Mitte des 16. Jahrhunderts entvölkert und vernichtet. Im Laufe des Jahres 2004 habén wir in vier Arbeitsgebieten (G1-G4) ErschlieBungen durchgeführt. Die Orte der ErschlieBungen habén sich an den Turm oder dessen Umgebung geknüpft (Bild 2). Gl: Der Teil der einstigen Sakristei (Bild 2) Wáhrend der Forschung habén wir die Ausdehnung der Sakristei, ihre nördliche Mauer, die Mauer der Sakristei und des vermuteten Treppenhauses bestimmt, und wir habén die Höhen- und Schichtverhaltnisse des Sakristeiinneren geklart. (Bild 5) Von der nördlichen Mauer der Sakristei blieb im Vergleich zu der damaligen Oberflache eine Höhe von bis zu 90 cm übrig. Ihre Dicke betragt 60 cm (Bild 6). Die südliche Mauer der Sakristei war bis zu einer Höhe von 1,4 m verfolgbar, in ihrer inneren (nördlichen) Wand befinden sich weiB gestrichene Verputzflecken. Die Breite der Sakristei betragt 3,6 m (Bild 4). G4: Das Treppenhaus zwischen der Sakristei und dem Chor (Bild 4, 5, 7 und 8) lm Gebiet G4, neben der AuBenseite der nördlichen Mauer der Sakristei, habén wir die gemeinsame nördliche Mauer der Sakristei und des Treppenhauses untersucht (Bild 4, 5, 8. und 9). In der östlichen Mauer des Turmes ist der Anschluss der Mauer gut zu sehen. Die Mauer des Treppenhauses östlich vom Turm, in der Mitte des Grabens G4, endet in der Mauerflucht. Hier war der Eingang zur Sakristei. 345

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